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Oberarme straffen - Der Chirurg macht's möglich

26. März 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Ich bekomme meine schwabbeligen Oberarme nicht weg und jetzt spiele ich doch tatsächlich mit dem Gedanken mich unters Messer legen zu lassen. Was sagt ihr dazu?“

Jede Frau kennt den lästigen Hautüberschuss an den Oberarmen, der scheinbar bei jeder Bewegung schlaff nach unten hängt. Häufig fokussiert man sich derart auf einen Makel, dass man jede Bewegung genau beobachtet. Die Haut hängt schlaff am Arm. Die Betroffenen wirken meistens untrainiert. Dabei ist dem ärgerlichen Hautüberschuss meistens nicht mit Sport nachhelfbar. Besonders im Alter und nach einer großen Gewichtsreduktion sind die Oberarme oft nicht mehr so straff wie es einmal der Fall war. Diese Tatsache belastet viele Frauen so sehr, dass sie bereit sind sich für einen sichtbaren Erfolg unters Messer eines plastischen Chirurgen zu legen. Die Schönheitsindustrie hat diesen Trend und dieses spezielle Problem des Alterns schon längst erkannt und zu Geld gemacht. Oberarmstraffungen sind nicht nur besonders lukrativ für die Kliniken und Ärzte, sondern auch ein weiterer Punkt der Liste mit Dingen, mit denen potenziell sehr viele Menschen unzufrieden sein könnten. Aus einer natürlichen Tatsache des Körpers und einer Alterungserscheinung wird ein Makel konstruiert, dass entfernt und behandelt werden sollte. Wir stehen hinsichtlich unseres Körpers unter einem denkbar großen Perfektionsdruck. Also, was tun? Ab zum Onkel Doktor, oder wie?

Weg mit den Wabbelarmen, her mit den Narben!

Die Oberarmstraffung, die sogenannte Brachioplastik, wird meistens in Kombination mit einer Fettabsaugung an den Oberarmen durchgeführt, um ein optimales und gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Die eigentliche Operation wird unter Vollnarkose in einem Krankenhaus von einem speziellen plastischen Chirurg durchgeführt und dauert in der Regel etwa 2-3 Stunden. Der Operateur zeichnet vor dem Eingriff den Schnittverlauf ab der Schulter auf die nackte Haut des Oberarms ein. Entlang der Zeichnung wird der Schnitt gesetzt und mit einem Skalpell der überschüssige Hautlappen entfernt. Danach strafft der Chirurg die übrig gebliebene Haut und vernäht sie. Die Narbe ist später um die 14cm lang, verläuft entlang der Unterseite der Oberarme und wird mit Drainagen versorgt, durch die die Wundflüssigkeit besser ablaufen kann. Diese Drainagen werden meist nach etwa zwei Tagen wieder entfernt. Der Klinikaufenthalt bei diesem Eingriff dauert auch 2-3 Tage. Nach der Operation wird die Wunde mit einem Kompressionsverband versorgt.

Risiken und noch mehr Risiken

Schon während der Operation können in Einzelfällen sehr starke Blutungen auftreten. Häufiger kommt es aber erst nach der Operation zu Nachblutungen, schmerzhaften Blutergüßen und einem Taubheitsgefühl im Bereich der Drainagen. Die Ausprägung der Narben ist individuell verschieden. Bei manchen Patienten verheilt die etwa 14cm große Narbe fast vollständig, während sie sich bei einigen Patienten entzündet oder verhärtet. Der stolze Preis für eine Oberarmstraffung liegt derzeit in Deutschland bei 2000 bis 5000 Euro.

Sind einem straffe Arme das alles Wert?!


 

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