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Kosmetik selbst herstellen – so geht’s

HaarmilchHohe Preise bei der Naturkosmetik und zahlreiche bedenkliche Stoffe in den konventionellen Produkten sorgen dafür, dass sich immer mehr Verbraucher dafür interessieren, wie Sie Ihre Kosmetik selber machen können. In der Tat brauchen Sie für wohltuende Cremes und sanfte Pflegemittel oft nicht viel. Hier erfahren Sie, aus welchen Rohstoffen Sie Kosmetik herstellen können und was Sie berücksichtigen müssen.

Warum sollten Sie Kosmetik selber machen?

Kosmetik selbst herstellen - so geht'sNatürlich ist es mit ein wenig Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden, wenn Sie Ihre Kosmetik einfach selbst produzieren.

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Beides lohnt sich aber, denn es gibt allerhand Gründe, die dafür sprechen, konventionelle Kosmetik im Regal stehen zu lassen:

  • Für die Entwicklung konventioneller Kosmetik greifen die Hersteller noch immer gern auf Tierversuche zurück, um zu prüfen, ob verschiedene enthaltene Stoffe unbedenklich sind oder nicht. Tierversuche stehen seit Langem in der Kritik. Bislang ist es aber noch nicht gelungen, diesen endgültig einen Riegel vorzuschieben.
  • Konventionelle Kosmetik enthält sehr viele bedenkliche Stoffe. Parabene, Silikone, andere Weichmacher und auch Aluminium sind für den Körper schädlich. Sie wirken hormonell, können krebserregend sein und Allergien auslösen.
  • Farbstoffe und Bleichmittel sind mittlerweile in den meisten Kosmetikprodukten zu finden und auch diese bleiben nicht auf der Haut, sondern wandern in den Organismus und können hier mittelfristig Schaden anrichten.
  • Konventionelle Kosmetik belastet nicht nur unseren Körper. Sie stellt übrigens auch für die Umwelt einen enormen Risikofaktor dar. Mikroplastik beispielsweise gelangt durch das Abwasser in die Umwelt. Einmal im Wasser angekommen, wird es aber nicht abgebaut. In umfassenden Untersuchungen konnten die Reste von Mikroplastik in vielen Meerestieren wie Fischen und Krebsen nachgewiesen werden.

In der heimischen Seifenküche entsteht Naturkosmetik

Möchten Sie  Kosmetik selbst herstellen, handelt es sich dabei immer um Naturkosmetik. Hierfür werden also ausschließlich Naturstoffe verwendet. Diese können pflanzlichen, mineralischen oder auch tierischen Ursprungs sein. In der handelsüblichen Naturkosmetik kommen oft noch Duft- und Konservierungsstoffe zum Einsatz, die dann wiederum für eine Verbesserung der Eigenschaften sorgen sollen.

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Für die eigens hergestellte Kosmetik, brauchen Sie oft nur wenige Komponenten. Wichtig ist aber auch hier: Achten Sie auf Qualität. Es ist enorm wichtig, dass Sie für die Rezepte hochwertige Zutaten verwenden, damit Sie dann auch vom Produkt selbst überzeugt sind.

Spezielles Zubehör ist für die Kosmetikherstellung meistens nicht erforderlich. Neben Gefäßen, in denen Sie Ihre eigens produzierte Kosmetik aufbewahren, brauchen Sie eine Schüssel zum Anrühren, Löffel, Schneebesen und eine Waage bzw. eine andere Dosierungshilfe. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Kosmetikangebote vor, die Sie kinderleicht selbst herstellen können. Natürlich finden Sie dazu auch die passenden Rezepte.

Badesalz für Verwöhnmomente: So entstehen eigene Mischungen

Badesalz lässt sich ganz einfach selbst herstellen, ohne dass Sie dafür tief in die Trickkiste greifen müssen. Entscheidend ist natürlich, welche Duftrichtung Sie sich wünschen. Wir haben für Sie zwei Rezepte herausgesucht, mit denen Sie Duftdauerbrenner unter den Badesalzen selbst kreieren:

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Variante Hinweise
Rosen-Badesalz Rosen-Badesalz können Sie in kleiner Menge für ein Fußbad verwenden, größere Mengen bieten sich dann auch für ein Vollbad an. Sie brauchen für dieses Badesalz:

  • 4 Esslöffel getrocknete Rosenblätter
  • 100 g Meersalz
  • 2 EL Lavendelblüten
  • 6 Tropfen ätherisches Öl, bevorzugt Rosen- oder Lavendelöl

Nun müssen Sie nichts weiter tun, als alle Zutaten gemeinsam in ein Glas zu füllen. Achten Sie darauf, dass Sie alle Zutaten gut mischen und Sie anschließend das Glas sicher verschließen können, sodass die Düfte erhalten bleiben. Für ein Fußbad brauchen Sie gerade einmal 2 Esslöffel des Badesalzes in das Wasser geben. Für ein Vollbad brauchen Sie ein wenig mehr. Hier sind fünf bis sechs Esslöffel erforderlich.

Zimt-Badesalz Für die Weihnachtszeit bietet sich ebenso Zimt-Badesalz an. Auch dieses können Sie ganz einfach selbst herstellen. Sie brauchen hierfür:

  • 100g Salzgranulat
  • 5 Tropfen ätherisches Zimtöl
  • Zimtstange
  • Anissterne

Auch hier gilt: Sie geben alles zusammen in ein Glas und drehen dieses fest zu. Die Zimtstangen und Anissterne werden ganz in das Glas gelegt, sodass Sie das Aroma optimal verteilen können.

TIPP: Salzgranulat können in unterschiedlichen Varianten im Online Handel bestellt werden. Es wird meistens im Kilopaket zu einem günstigen Preis angeboten.

Das selbst hergestellte Badesalz sollten Sie immer für einige Tage zunächst in dem Glas ruhen lassen, sodass die Salze auch wirklich die Aromen annehmen können. Danach geben Sie einfach die gewünschte Menge ins Wasser. Passen Sie die Salzmenge immer der Wassermenge in Ihrer Badewanne an.

Cremes selber machen: Ohne viel Zubehör zur perfekten Gesichtspflege

Cremes sind für das eigene Gesicht besonders wichtig. Sie pflegen die Haut, lassen sie frisch aussehen und halten sie geschmeidig. In den konventionellen Gesichtscremes sind aber viele Weichmacher enthalten. Da diese dem Organismus schaden können, kann es durchaus ratsam sein, seine Creme selbst herzustellen. Auch hierfür brauchen Sie an sich nicht viel. Es gibt Grundrezepte für Gesichtscremes, die sich unterschiedlich abwandeln und so immer wieder anpassen lassen.

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Für eine gute und wohltuende Gesichtscreme brauchen Sie:

  1. Shea oder Kakao Butter
  2. Bienenwachs
  3. Pflanzenöl

Diese Fette spenden der Haut die nötige Feuchtigkeit und haben zudem meist eine antibakterielle Wirkung, sodass sie der Haut sehr guttun. Ob Sie sich mit einem Kokos- oder einem Olivenöl zufrieden geben, ist sicherlich Geschmackssache und hängt von verschiedenen Aspekten und Vorlieben ab. Kokosöl hat einen sehr angenehm exotischen Geruch und wird deswegen für die Gesichtscremes sehr gern verwendet.

Damit die Gesichtscreme die ideale Konsistenz erhält, wird neben dem Öl meist auch auf ein festes Fett zurückgegriffen. Hierzu gehört besagte Sheabutter. Damit sich die Komponenten gut miteinander verbinden, sollten Sie die Fette zunächst verflüssigen. Das geht am besten im Wasserbad. Danach reicht ein einfaches Vermengen.

TIPP: Wenn Sie sich eine Gesichtscreme zusammenstellen, sollten Sie unbedingt eine Küchenwaage griffbereit haben, sodass Sie auch kleine Mengen von wenigen Gramm ablesen können.

Möchten Sie Ihre eigens verwendete Gesichtscreme mit einem angenehmen Duft versehen, empfehlen wir Ihnen die Zugabe von ätherischen Ölen. Sie lassen sich sehr einfach dosieren. Darüber hinaus sorgen die ätherischen Öle dafür, dass die Wirkung der verwendeten Öle gesteigert wird. Ein attraktiver Zusatz für die Gesichtscreme ist das Geranienöl. Es trägt zu einer Regeneration der Haut bei und hat außerdem einen straffenden Effekt.

Handcreme selber machen: Diese Zutaten brauchen Sie

Nicht nur für das Gesicht können Sie die Creme selbst machen, sondern auch für die Hände. Handcreme können Sie ähnlich leicht herstellen wie die Gesichtscreme, nur die Zusammensetzung ist ein wenig anders. Bei einer selbstgemachten Creme ist es besonders wichtig, dass sie Feuchtigkeit spendet. Gerade unsere Hände werden in der kalten Jahreszeit sehr schnell unangenehm rau und entwickeln kleine Risse, die mitunter sehr schmerzhaft sein können.

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Möchten Sie Ihre Handcreme selbst herstellen, brauchen Sie im Grunde nur zwei wichtige Zutaten. Zum einen handelt es sich um Bienenwachs und zum anderen um Kakaobutter. Bienenwachs bietet eine reizlindernde Wirkung. Geben Sie zu den beiden Grundzutaten ein wenig Honig. Honig riecht nicht nur sehr angenehm und tut der Haut gut, sondern hat ebenso eine angenehm beruhigende Wirkung.

In der folgenden Tabelle finden Sie 3 Rezepte, mit denen Sie kinderleicht eine Handcreme herstellen können:

Variante Hinweise
Arnika-Handcreme Die Arnika Handcreme hat eine besonders wohltuende Wirkung auf die Haut. Hierfür brauchen Sie allerdings Arnikablüten. Diese bekommen Sie beispielsweise im Reformhaus. Für die Creme mischen Sie:

  • 1 TL Arnikablütenessenz
  • 125 ml Olivenöl
  • 20 g Bienenwachs

Sämtliche Komponenten müssen gemeinsam leicht erhitzt werden, sodass sie sich unter kräftigem Rühren gut miteinander verbinden. Nun wird die Masse in ein gut zu verschließendes Glas gefüllt.

Mandel-Handcreme Auch Mandeln haben eine sehr angenehme Wirkung auf die Haut. Für eine sogenannte Mandelcreme brauchen Sie:

  • 1 EL Bienenhonig
  • 2 Hände Haferflocken
  • 1 Eigelb
  • 50g Mandeln geschält
  • 2 EL Mandelöl
  • 8 Tropfen Lavendelöl

Die Zutaten werden um Benzoetinkur ergänzt und werden dann kräftig miteinander verrührt, bevor sie in ein Glas abgefüllt werden.

Kräuter-Handcreme Kräuter haben in unserer Küche eine lange Tradition und werden gern verwendet. Für eine Creme kombinieren Sie verschiedene Kräuter wie Pfefferminze, Melisse und Lavendel mit folgenden Zutaten:

  • 70 g geschmolzene Vaseline
  • 10 g Kakaobutter
  • 1 TL Lanolin
  • 5  Tropfen Öl

Selbstgemachtes Deo: So einfach gelingt der individuelle Duft

Möchten Sie auch beim Deo auf eine Eigenkreation ausweichen, ist natürlich auch das problemlos möglich. Für ein individuelles Deo brauchen Sie keine außergewöhnlichen Zutaten. Sie bekommen alle Komponenten im Supermarkt oder in der Apotheke. Dabei bedienen Sie sich an bekannten Hausmitteln, die beispielsweise eingesetzt werden, um Gerüche zu neutralisieren. Für ein selbstgemachtes Deo verwenden Sie Wasser, Natron, Stärke und ätherische Öle. Bei letzteren können Sie natürlich nach Ihrem eigenen Geschmack die gewünschten Favoriten auswählen.

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So wird aus den einzelnen Komponenten ein wohlriechendes Deo:

  1. Die 100 ml Wasser werden in einem Topf erhitzt.
  2. Ist das Wasser warm, geben Sie 2 Teelöffel Stärke dazu. Achten Sie darauf, alles gut mit einem Schneebesen zu verrühren, sodass die Stärke nicht klumpt.
  3. Nachdem Wasser und Stärke aufgekocht haben, muss die Flüssigkeit abkühlen, bis sie schließlich nur noch handwarm ist.
  4. Nun wird das Natron gemeinsam mit wenigen Tropfen des ätherischen Öls dazugegeben.

TIPP: Ätherische Öle riechen sehr intensiv, deswegen sollten Sie hier nie mehr als zwei Tropfen zu der Flüssigkeit geben. Sonst wirkt Ihr Deo zu aufdringlich.

Vor- und Nachteile der Herstellung von Kosmetika

  • keine schädlichen Inhaltsstoffe
  • Zusammensetzung kann auf individuelle Wünsche abgestimmt werden
  • lässt sich aus alltäglichen Zutaten herstellen
  • Duftintensität kann individuell beeinflusst werden
  • einfache Herstellung ohne viel Aufwand
  • besonders sanft zur Haut
  • manche Zutaten gibt es nur in Apotheke oder Reformhaus
  • manchmal mehrere Versuche bis zum perfekten Duft erforderlich

Fazit: Selbst hergestellte Kosmetik lohnt sich und klappt auch ohne Kurs

Sicherlich ist es mit ein wenig Arbeit verbunden, seine Kosmetik selbst herzustellen. Lohnen tut es sich aber in jedem Fall.  Zum einen wissen Sie so genau, was in den Produkten steckt und zum anderen können Sie gerade bei den Düften Ihre persönlichen Favoriten ganz einfach auswählen und die Intensität beeinflussen. Die Zusammenstellung der einzelnen Pflegeprodukte geht so einfach, dass Sie hierfür keinen speziellen Kurs oder ähnliches besuchen müssen.

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