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So behandelt man ein Gerstenkorn

Hallo liebe Experten, ich hab heute mal eine Frage, die bestimmt viele Leute interessiert, und zwar nicht nur Frauen. Es geht nämlich um das Gerstenkorn. Ich krieg so was ab und zu, nicht allzu oft, aber natürlich immer dann, wenn ich´s gerade am wenigsten brauchen kann. Abgesehen von der Tatsache, dass das ziemlich weh tut, sieht es ja auch nicht gerade attraktiv aus. Kann man irgendwas tun, um das schmerzhafte Spannungsgefühl zu lindern? Und gibt es ein Mittel, mit dem das Gerstenkorn schneller wieder verschwindet? Wenn zum Beispiel gerade eine tolle Party ansteht, kann ich so ein Gerstenkorn irgendwie bis dahin vertreiben? Ich bitte um ein paar Tipps.

Stimmt, das mit dem Gerstenkorn interessiert jeden, denn es gibt kaum einen Menschen, der nicht schon mal eins hatte. Das optische Problem ist dabei meist schlimmer als die Schmerzen, obwohl es zugegebenermaßen schon ziemlich weh tut. Viel gibt es nicht zur Beschleunigung des Prozesses, aber ein paar Tipps haben wir natürlich schon parat.

So behandelt man einen GerstenkornWas ist eigentlich ein Gerstenkorn?

Ein Gerstenkorn ist so etwas Ähnliches wie ein Eiterpickel am Auge. Hört sich eklig an, ist aber gar nicht weiter schlimm. Meistens jedenfalls. Der Knubbel ist mit Eiter gefüllt, weil es sich um eine bakterielle Entzündung handelt. Betroffen davon sind die Talg- und Schweißdrüsen am Auge. Zunächst rötet sich die betroffene Stelle, dann schwillt sie bis zur Ausbildung eines dicken Gerstenkorns an. Dann hast Du einen kleinen Abszess am Auge, der sich irgendwann von selbst öffnet, so dass der Eiter abfließen kann. Und schon ist die Sache erledigt. Diesen Prozess muss man abwarten. Keinesfalls darfst Du jemals an einem Gerstenkorn herum drücken wie an einem echten Eiterpickel. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen.

Und woher kommt das Gerstenkorn?

Wie gesagt ist so ein Gerstenkorn eine bakterielle Entzündung. Sie wird meist durch normale Hautkeime ausgelöst. Kinder haben häufiger Gerstenkörner, weil sie sich schon mal mit schmutzigen Händen an die Augen fassen. Wer ein schwaches Immunsystem hat, ist stärker gefährdet und bekommt generell leichter Infektionen. Das ist beispielsweise bei der Krankheit Diabetes der Fall. Wenn Du also tatsächlich öfter mal ein Gerstenkorn bekommst, solltest Du sicherheitshalber zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen. Vielleicht kann er etwas für die Stärkung Deiner Abwehrkräfte tun.

Innen oder außen?

Innen oder außen, das ist beim Gerstenkorn die Frage. Denn während das äußere Exemplar zwar unattraktiv aussieht, aber schnell wieder abheilt, kann ein inneres Gerstenkorn ganz schöne Probleme machen. Das Auge kann dadurch so extrem anschwellen, dass Du gar nicht mehr rausgucken kannst. Dann besteht auch die Gefahr, dass die Infektion auf die umliegenden Regionen übergreift. Bindehaut und Augenhöhle können davon ebenso betroffen sein wie die Haut um das Auge herum. Bei ausgeprägter Schwellung musst Du also unbedingt zum Arzt gehen, er verschreibt dann Augentropfen oder –salben, die Antibiotika enthalten. Im schlimmsten Fall müssen die Antibiotika auch geschluckt werden, um weiter gehende Infektionen zu verhindern. Wenn ein Gerstenkorn mit Fieber, einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen oder vergrößerten Lymphknoten einhergeht, musst Du auch sofort zum Arzt gehen.

Was kann man tun?

In den meisten Fällen hilft schon die Devise ‚Abwarten und Tee trinken‘. Um den Prozess ein bisschen zu beschleunigen hilft Wärme, Rotlichtbestrahlungen können das Gerstenkorn dazu bringen, sich schneller zu öffnen. Auch Tropfen und Salben lassen die Entzündung schneller abheilen. Viel mehr kann man leider nicht tun. Wenn sich der Knubbel aber gar nicht dazu überreden lässt, aufzugehen, ist der Weg zum Arzt unerlässlich. Er sticht unter örtlicher Betäubung in das Gerstenkorn hinein, so dass der Eiter abfließen kann. Das tut nicht weh und ist ganz schnell erledigt. Man sollte jedoch wirklich niemals auf die Idee kommen, das selbst zu machen. Neben der offensichtlichen Verletzungsgefahr bestünde dabei auch ein hohes Infektionsrisiko. Übrigens: Kontaktlinsenträger sollten vorüber gehend zur Brille greifen, solange sie ein Gerstenkorn haben. Wegen der Bakterien müssen die Linsen vor dem erneuten Tragen besonders gründlich gereinigt werden.

Hausmittel bei Gerstenkorn

Es gibt auch ein paar Hausmittel, die ein Gerstenkorn lindern sollen. Vielleicht probierst Du´s einfach mal aus. Ob es viel bringt, oder nicht, zeigt Dir die Erfahrung.

  • Gemahlene Bockshornkleesamen mit Wasser zu einem Brei aufkochen. Abkühlen lassen und auf einem Leinentuch verstreichen. Das Tuch etwa eine halbe Stunde lang auf das betroffene Augen legen.
  • Das Auge mit lauwarmem Fencheltee abtupfen.
  • Aus Augentrost einen Tee kochen und etwa acht Minuten ziehen lassen. Ein Leinentuch damit tränken und ebenfalls etwa eine halbe Stunde auf das Auge legen.

Fazit der Redaktion

Das beste Mittel gegen ein Gerstenkorn heißt Geduld. Wenn die nächste Party vor der Tür steht, mag das schwierig sein, aber es ist nun mal nicht zu ändern. Natürlich kann man´s mit Wärme, Tropfen, Salben und Hausmitteln probieren, mehr darf aber nicht sein. Und eine große Beschleunigung werden diese Maßnahmen auch nicht einbringen. Da heißt es dann also entweder Mut beweisen und mit Gerstenkorn zur Party gehen, oder eben verzichten. Auf jeden Fall solltest Du einen Arzt konsultieren, wenn Du öfters mit Gerstenkörnern zu tun hast. Falls es am Immunsystem liegen sollte, weißt Du dann, wie Du dem nächsten Augenknubbel vorbeugen kannst.

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