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Wundermittel lässt Wimpern schneller wachsen

Liebe Experten! Ich muss Euch unbedingt erzählen, was mir meine Arbeitskollegin gestern berichtet hat. Sie war drei Wochen lang im Urlaub und kam mit beeindruckenden vollen und langen Wimpern zurück. Das ist mir sofort an ihr aufgefallen und ich hab sie natürlich auch gleich drauf angesprochen. Beziehungsweise hab ich sie gefragt, warum sie denn jetzt schon mit aufgeklebten Wimpern zur Arbeit kommt. Da hat sie nur gelacht und behauptet, die seien echt. Ich konnte das kaum glauben und bin mir, ehrlich gesagt, auch jetzt noch nicht sicher. Denn sie sagt, die Wimpern seien durch spezielle Augentropfen gesprossen. Kann das wirklich stimmen? Wenn das tatsächlich so ist, will ich natürlich auch sofort solche Tropfen haben. Aber vorher möchte ich doch noch etwas Aufklärung von Euch. Denn so ganz geheuer wären mir solche Augentropfen eigentlich doch nicht…

Also prinzipiell kann das, was Deine Arbeitskollegin behauptet, schon stimmen. Es werden in letzter Zeit wahre Wunderdinge von solchen Augentropfen erzählt. Begonnen hat alles mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Lumigan, das an und für sich bei Grünem Star angewandt wird. Die betroffenen Patientinnen berichten von einer interessanten Nebenwirkung ihrer Arznei. Lumigan soll nämlich zu vermehrtem Wimperwachstum führen. Daraufhin entstand ein ziemlicher Hype um das Mittel und viele Frauen, die gar keinen Grünen Star hatten, besorgten sich das wundersame Elixier. Darunter Promis wie Brooke Shields und Kate Moss. Angesichts solcher Marktmöglichkeiten blieb natürlich auch die Kosmetikindustrie nicht untätig und hat Wimperngels mit ähnlich wirksamen Inhaltsstoffen entwickelt. Diese sind nun in den USA frei auf dem Markt zu haben.

Welche Mittel lassen Wimpern schneller wachsen?Traumziel lange Wimpern

Schon unsere Großmütter taten so einiges für den Traum von langen, dichten Wimpern. Mangels wirksamer Alternative bürsteten sie ihre Wimpern mit Rizinusöl. Das macht die Härchen zwar geschmeidig, das Wachstum konnte diese Anwendung aber leider nicht befördern. Ab den 1960er Jahren behalfen sich die Frauen dann mit falschen Wimpern. Und seit es die Wimperntusche gibt, ist die Pflege der Augenhärchen zum Verkaufsschlager geworden. Noch immer kommen ständig neue Produkte auf den Markt, welche die Wimpern noch voller, noch schöner und noch länger erscheinen lassen sollen. Der Effekt einer Wimperntusche hält sich jedoch in ziemlich engen Grenzen. Viel mehr als Farbe darf man davon nicht erwarten. Das neueste auf dem Markt sind heutzutage Wimpern-Extensions, das funktioniert so ähnlich wie bei den Haarverlängerungen auf dem Kopf. Leider ist die Methode aber auch ähnlich kostspielig.

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Durchbruch in der Medizin

Schließlich konnte nicht die Kosmetikindustrie, sondern die Medizin den Durchbruch in Sachen Wimpernverlängerung verzeichnen. Denn Frauen mit Grünem Star, die das Mittel Lumigan einnehmen mussten, freuten sich über einen faszinierenden Nebeneffekt ihres Medikaments. Die Wimpern wuchsen nämlich und wurden auch fülliger. Augenärzte haben diese überraschende Wirkung mittlerweile bestätigt. Man kennt auch den Stoff, der für das plötzliche Wimpernwachstum verantwortlich ist. Der entscheidende Wirkstoff im Wundermittelchen heißt Bimatoprost und gehört zu den Prostaglandin-Analoga. Das Prostaglandin ist ein Hormon, Prostaglandin-Analoga werden bei Grünem Star verschrieben, weil sie den Augeninnendruck senken. Das geschieht durch eine Erhöhung des Flüssigkeitsabflusses. Bimatoprost ist also ein hoch wirksamer Arzneistoff und sollte keinesfalls aus rein kosmetischen Gründen verwendet werden! Außer dem vermehrten Wimpernwachstum sind teilweise irreversible Irisverfärbungen, Augenreizungen und –trockenheit weitere Nebenwirkungen des Medikaments. In der Schwangerschaft darf es überhaupt nicht angewandt werden.

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Und jetzt kommt die Kosmetikindustrie

In den USA ist mittlerweile ein Wimperngel auf dem Markt, das sich die Effekte des Medikaments Lumigan zunutze macht. Der Wirkstoff darin heißt Latisse und soll die gleichen Effekte hervorbringen wie das Bimatoprost. Mit einem kleinen Pinselchen wird das Gel auf den Lidrändern aufgetragen, wo die neuen Härchen sprießen sollen. In Deutschland gibt es für Latisse allerdings noch keine Zulassung.

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Soll man´s riskieren?

Die Frage, ob man das Risiko für die langen Wimpern eingehen möchte, muss sich natürlich jeder selbst stellen. Deine Kollegin hat entweder Lumigan benutzt, oder sie war im Urlaub in den USA und hat sich dort Latisse besorgt. Frag sie doch einmal danach und was für Erfahrungen sie gemacht hat. Viele Frauen haben es schon erfolgreich mit Lumigan versucht. Falls Du Dich ebenfalls dafür entscheiden solltest, dann berate Dich wenigstens vorher mit Deinem Augenarzt und lass vor allem Deinen Innendruck messen. Es ist natürlich anzunehmen, dass der Augenarzt Dir von der Anwendung abrät, und dass er Dir das Mittel nicht verschreibt, ist ebenfalls wahrscheinlich. Ohne vorherige ärztliche Untersuchung solltest Du das Medikament aber auf keinen Fall ausprobieren!

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Fazit der Redaktion

Ein verschreibungspflichtiges Medikament ausschließlich aus kosmetischen Gründen anzuwenden ist natürlich ziemlich fragwürdig. Die Gesundheit Deiner Augen sollte Dir auf jeden Fall mehr wert sein als die Schönheit Deiner Wimpern. Wichtiger für Deine Ausstrahlung sind nämlich gesunde und ausdrucksvolle Augen. Und die hast Du doch bestimmt auch ohne Lumigan. Aber nicht nur das hochwirksame Arzneimittel, auch die kosmetische Alternative ist mit Vorsicht zu genießen. Die Tatsache, dass der Wimpernbooster Latisse bei uns noch nicht zugelassen ist, wird wohl gute Gründe haben. Gerade an Deinem empfindlichsten Sinnesorgan, den Augen, solltest Du lieber keine Experimente um der Schönheit Willen wagen. Verlass Dich doch lieber auf die natürlich schöne Ausstrahlung Deiner gesunden Augen!

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