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Wie werde ich zum/zur Kosmetiker/-in

NagellackeFür viele junge Frauen und Männer gehört die Arbeit als Kosmetiker zu den favorisierten Traumberufen. Mit Know-How und dem richtigen Sinn für Styling helfen sie Kunden jeden Tag aufs Neue auf dem Weg zum perfekten Look. Doch wie werden Sie eigentlich Kosmetiker? Welche Besonderheiten müssen beachtet und welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden? Wir stellen Ihnen hier die Ausbildung zum Kosmetiker vor und verraten Ihnen, ob Sie studieren müssen und mit welchen Kosten Sie während der Ausbildung rechnen müssen.

Grundlegendes zur Ausbildung zur Kosmetikerin

Wie werde ich zum/zur Kosmetiker/-inMöchten Sie Kosmetiker/in werden, lernen Sie hierfür drei Jahre im Rahmen einer dualen Ausbildung. Das heißt: Die Ausbildung findet sowohl in der Schule als auch in Ihrem Ausbildungsbetrieb statt. Eine duale Ausbildung kann unterschiedlich organisiert sein. Oft werden die Schuleinheiten als Blöcke geplant. Sie besuchen also mehrere Wochen nacheinander die Schule, wechseln dann aber wieder in den Ausbildungsbetrieb, um dort die praktischen Kenntnisse zu erwerben und zu vertiefen.

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Während der gesamten Ausbildung bekommen Sie eine Ausbildungsvergütung. Dieses steigt von Jahr zu Jahr. Die folgende Tabelle gewährt einen Überblick über das Gehalt, das Sie in der Kosmetikerausbildung erhalten. Bitte berücksichtigen Sie aber, dass es sich hierbei nur um Richtwerte handelt und es hier durchaus zu Abweichungen durch den Ausbildungsbetrieb kommen kann:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
550 bis 730 Euro 590 bis 820 Euro 710 bis 950 Euro

Das Durchschnittsgehalt beträgt bei dieser Ausbildung 750 Euro. Hierbei handelt es sich um das Bruttogehalt, von dem die Beiträge für Sozialversicherungen und Lohnsteuer abgezogen werden.

TIPP: Das Einstiegsgehalt der Kosmetiker liegt knapp über dem Niveau der Ausbildungsvergütung im dritten Ausbildungsjahr, wobei es natürlich auch hier Unterschiede auf regionaler Ebene gibt.

Mit besonderen Kosten müssen Sie aufgrund der Ausbildung nicht rechnen. Die erforderlichen Schulmaterialien, Wegekosten und Aufwendungen für die Unterbringung sind mit den Kosten jeder anderen Ausbildung vergleichbar.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Kosmetiker gehört zu den Berufen, die Sie mit jedem Schulabschluss erlernen können. Wir haben für Sie die wichtigsten Voraussetzungen für diese Ausbildung zusammengestellt:

Kriterium Hinweise
Schulabschluss Die meisten Betriebe fordern lediglich eine abgeschlossene Schullaufbahn. Kosmetiker können Sie also sowohl mit einem Hauptschulabschluss als auch mit einem Abitur in der Tasche werden.
Persönliche Voraussetzungen Nicht jeder ist für den Beruf des Kosmetikers geschaffen. So wünschen sich Kunden in der Regel einen regen Austausch mit dem Kosmetiker und eine umfassende Beratung. Es ist daher wichtig, dass Sie einen freundlichen, offenen Charakter haben. Sie sollten nicht allzu schüchtern sein und ein gewisses Verkaufstalent an den Tag legen, denn Sie müssen natürlich sowohl Anwendungen als auch oftmals Pflegeprodukte verkaufen können. Weiterhin muss eine gewisse Kreativität vorhanden sein.

Als angehender Kosmetik sollten Sie immer eine sehr gute Beobachtungsgabe haben. Die einzelnen Anwendungsschritte, die bei einer Behandlung gemacht werden, verfolgen Sie zunächst mit den Augen, bevor Sie diese selbst an einem Kunden ausprobieren können. Sehr hilfreich ist es auch, wenn Sie über gute Chemie- und Biologiegrundkenntnisse verfügen, sodass Sie gewisse Reaktionen diverser Stoffe abschätzen können.

Auch ein gepflegtes Auftreten ist besonders wichtig. Wie in anderen Ausbildungsberufen, in denen Sie permanenten Kundenkontakt haben, ist auch bei der Ausbildung zum Kosmetiker ein gepflegtes Auftreten unerlässlich. Darauf sollten Sie bereits achten, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Immerhin möchten Ihre potenziellen Arbeitgeber sehen, dass Sie einen Blick für Styling und Schönheit haben.

Tipp: Auch im späteren Berufsleben müssen Sie immer gepflegt und gut gestylt auftreten. Kunden gegenüber verdeutlichen Sie damit, dass Sie ein Faible für professionelles Make-Up haben.

Grundlagen in den ersten beiden Ausbildungsjahren

In den ersten Ausbildungsjahren lernen Sie sowohl in der Schule als auch im Ausbildungsbetrieb die Grundlagen dieses Berufs kennen und verinnerlichen diese. Dabei zielt die Schule auf sehr viel theoretisches Wissen ab. Sie erfahren beispielsweise, welche Hauttypen es gibt und wie diese optimal behandelt werden können. Weitere Inhalte der ersten beiden Ausbildungsjahr sind:

  • Hand- und Fußpflege: In den ersten Ausbildungsjahren lernen Sie alle Grundlagen einer allumfassenden und gründlichen Hand- und Fußpflege kennen. Sie erfahren, wie sich die Füße massieren lassen. Weiterhin lernen Sie verschiedene Pflegemöglichkeiten kennen und verinnerlichen, wie Sie eine ausgeprägte Fußpflege individuell gestalten.
  • Instrumente: Sie werden natürlich auch mit den verschiedenen Instrumenten und Arbeitswerkzeugen der Kosmetiker vertraut gemacht. Sie erfahren, wie Sie diese sicher anwenden können, worauf Sie bei der Nutzung achten müssen und welche Möglichkeiten damit einhergehen.
  • Kosmetikprodukte: Meistens vermitteln Schulen und Ausbildungsbetrieb gleichermaßen eine gute und umfassende Übersicht über die zahlreichen Kosmetikprodukte, die der Markt zu bieten hat. Diese Kosmetikprodukte werden in den Ausbildungen gemeinsam mit den Anwendungsmöglichkeiten und Wirkweisen vorgestellt.

Die ersten beiden Ausbildungsjahre werden mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen. Wer die Zwischenprüfung bestanden hat, kann sich seine Wahlfächer zusammenstellen. Die Tätigkeitsfelder der Kosmetiker sind so vielfältig, dass bereits während der Ausbildung eine grundlegende Spezialisierung in verschiedenen Bereichen erfolgen sollte.

Mögliche Wahlfächer, die dabei gewählt werden können, sind:

  • Medical Beauty
  • Permanent Make up
  • Make up
  • Permanente Haarentfernung

Diese Wahlfächer erweitern neben den Basisfächern die Fähigkeiten der Kosmetiker. Neben den speziellen kosmetischen Fächern gehören zur Kosmetikerausbildung auch Unterrichtseinheiten, die sich mit den Bereichen Verkauf, Wirtschaftskunde und Warenwirtschaft auseinandersetzen. Häufig bieten Berufsschulen auch Unterricht in einer Fremdsprache an, sodass die ausgebildeten Kosmetiker dann auch im Ausland beispielsweise in einem Hotel arbeiten können.

TIPP: Auch nach der Ausbildung zum Kosmetiker sind regelmäßige Weiterbildungen weiterhin ausgesprochen wichtig, denn gerade in diesem Bereich werden immer wieder neue Anwendungsmöglichkeiten bekannt. Möchten Sie also dauerhaft auf dem Laufenden halten, ist der regelmäßige Besuch von Schulungen wichtig.

Wer erst einmal die Ausbildung zum Kosmetiker erfolgreich absolviert hat, kann sich im zweiten Schritt für die Fortbildung zum Kosmetikmeister entscheiden. Der Vorteil dieses Berufsabschlusses liegt den vielseitigeren Zukunftsmöglichkeiten zugrunde, denn Sie können als Kosmetikmeister auch Ihr eigenes Studio eröffnen.

Wann arbeiten Kosmetiker?

Bevor Sie sich für eine Ausbildung zum Kosmetiker entscheiden, für die Sie nicht studieren müssen, sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie in Jobs dieser Art häufig auch am Wochenende arbeiten müssen. Die meisten Kosmetikstudios haben am Sonnabend geöffnet, in Hotels und Spa-Anlagen werden entsprechende Anwendungen sogar an Sonn- und Feiertagen durchgeführt. Teilweise arbeiten Sie sogar im Schichtbetrieb. Zu diesen Arbeitszeiten sollten Sie bereit sein, wobei sich diese stark nach dem Arbeitsplatz richten.

In einem Kosmetikstudio entsprechen die Arbeitszeiten in der Regel den Studio-Öffnungszeiten. In Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen und in Wellnesseinrichtungen ist das anders. Hier müssen Sie oftmals flexibler sein und auch dann arbeiten, wenn Sie eigentlich schon mit einem Feierabend rechnen würden. Gerade für die Jobs, die mit Wochenend- und Abendeinsätzen einhergehen, werden regelmäßig Fachkräfte gesucht, sodass Sie nach der abgeschlossenen Ausbildung gute Chancen auf eine Festanstellung haben.

Welche Aufgaben haben Kosmetiker?

Der Beruf des Kosmetikers ist sehr breit aufgestellt und geht mit ganz unterschiedlichen Aufgaben einher. In vielen Kosmetikstudios sind die Anwendungsbereiche aufgeteilt, sodass es beispielsweise eine Fachkraft für Massagen, eine für Gesichtsbehandlungen und die Maniküre gibt.

Kosmetiker entwickeln sich für ihre Kunden zu wichtigen Ansprechpartnern bei allen Fragen rund um die individuelle Hautgesundheit. Sie übernehmen dabei oft die Rolle eines Beraters und greifen beispielsweise bei der Auswahl der richtigen Kosmetikprodukte unter die Arme. Weiterhin führen sie Typberatungen durch, die dazu beitragen sollen, die individuelle Schönheit der Kunden zu betonen.

Der Beruf des Kosmetikers ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. In der Regel werden Sie hier immer wieder mit neuen Aufgaben und Wünschen von Seiten der Kunden konfrontiert, sodass Sie auf diverse Arbeitswerkzeuge zurückgreifen müssen. Ein guter Draht zu den Kunden, aber auch eine offene Arbeitsweise sind wichtig. In der Regel laufen die Behandlungen, die Sie durchführen, immer gleich ab. Dabei beginnen Sie mit einer umfassenden Beratung. Anschließend wählen Sie unter Berücksichtigung der Kundenwünsche diverse Produkte aus, die zu dessen Typ und den damit verbundenen Besonderheiten passen. Schließlich führen Sie die gewünschte Anwendung durch.

Tipp: Auch während der Anwendung wünschen sich viele Kunden ein gewisses Maß an Unterhaltung, sodass Sie in jedem Fall zu regen Austausch bereit sein sollten.

Nicht die richtige Ausbildung bei Berührungsängsten

Offen, freundlich und letzten Endes auch experimentierfreudig sollten Sie für die Ausbildung zum Kosmetiker in jedem Fall sein und das nicht nur gegenüber den Kunden, sondern auch gegenüber Kollegen und Mitschülern. Bedenken Sie: Alle Arbeitsschritte, die Sie später als Kosmetiker ausführen, müssen Sie zunächst erlernen. Dabei sind Theorie und Praxis zwei unterschiedliche Paar Schuhe. In der Theorie lernen Sie beispielsweise, welches Öl Sie für welche Massage verwenden sollen. Nicht immer kann das theoretisch erworbene Wissen direkt am Kunden ausprobiert werden. Oft werden hier die Auszubildenden selbst zum Versuchskaninchen. In der Ausbildung ist es üblich, dass die verschiedenen Anwendungen und Techniken untereinander ausprobiert werden. Hier sollten Sie also immer auch wenig Mut für Neues bereithalten.

Die Alternative zur dualen Ausbildung

Sicherlich ist die duale Ausbildung der Klassiker der Kosmetikerausbildung. Sie ist aber nur einer von mehreren Ausbildungswegen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Sie können sich nämlich auch für eine rein schulische Ausbildung entscheiden. Diese wird vorwiegend an diversen privaten Instituten angeboten. Der Vorteil der rein schulischen Ausbildung liegt auf der Hand. Sie geht einfach deutlich schneller. So sind Sie hier in der Regel schon nach einem Jahr ausgebildeter Kosmetiker, ohne dass dabei Abstriche beim Kenntnisstand hingenommen werden müssen. Doch in dieser kurzen Zeit müssen Sie auch sehr intensiv lernen. Ein Nachteil ist hier zudem, dass Sie nicht von Anfang an den Kundenkontakt haben. Wenn Sie dann als ausgebildete Kosmetikerin oder Kosmetiker die Schule verlassen, werden Sie mit Blick auf den Kundenumgang ins kalte Wasser geworfen, was nicht immer sehr einfach ist. Außerdem erhalten Sie bei der rein schulischen Ausbildung keine Vergütung. Hier bleibt Ihnen nur die Chance, Bafög zu beantragen.

Vor- und Nachteile einer schulischen Kosmetikerausbildung

  • sehr kurze Dauer von nur einem 1 Jahr
  • intensive Theorieausbildung mit allen Grundlagen
  • Sie sind nicht auf einen Ausbildungsbetrieb angewiesen
  • Techniken werden bei anderen Auszubildenden vertieft
  • es wird mit richtiger Kosmetik geübt
  • Kundenumfang wird nicht verinnerlicht
  • kein Gehalt

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