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Kosmetik für Schwangere

Hallo liebe Kosmetikexperten, ich weiß seit kurzem, dass ich schwanger bin und habe dazu jetzt einige Fragen an Euch. Wie ist das denn mit Kosmetik in der Schwangerschaft? Darf man alles so machen wie vorher auch, oder muss man auf bestimmte Dinge verzichten? Schließlich bekommt das Baby ja alles mit, was in den Körper der Mutter gelangt. Beispielsweise färbe ich mir regelmäßig die Haare, jetzt bin ich mir aber unsicher, ob ich das während der nächsten neun Monate noch darf. Bitte gebt mir ein paar Ratschläge, was man lieber lassen sollte.

Zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft. Deine Frage erreicht uns so oder ähnlich des Öfteren. Denn natürlich machen sich werdende Mamas viele Gedanken um das Wohlergehen ihres Babys. Schließlich betrifft das kleine Wesen von jetzt ab alles, was die Mutter tut. Deshalb ist die Sorge in manchen Fällen durchaus berechtigt. Wir stellen Dir hier die problematischsten Inhaltstoffe der industriellen Kosmetik vor. Als Alternative kannst Du stets zu Naturprodukten greifen. Beginnen wir mit Deiner Frage zum Haare färben.

Auf Wirkstoffe in der Kosmetik achtenHaare färben in der Schwangerschaft – Ja, oder lieber nicht?

Die Inhaltsstoffe aus den Haarfärbemitteln gelangen in eher kleiner Dosis über die Kopfhaut in den Körper der werdenden Mama. Allerdings konnten Forscher solche Stoffe auch schon im Fettgewebe von Säuglingen nachweisen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang besonders eine Substanz, nämlich der Steinkohlenteer. Auch wenn Du Dir diesen Stoff vielleicht eher als Straßenbelag vorstellen kannst, ist er doch in den meisten Haarfarben enthalten. Steinkohlenteere stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, haben also ganz und gar nichts im Babykörper zu suchen. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen möchtest, dann verzichte während der Schwangerschaft aufs Haare färben oder greife zu natürlichen Mitteln. Extreme Farbeffekte sind damit zwar nicht möglich, aber die Schwangerschaft und Stillzeit dauert ja auch nicht ewig. Und wenn Du mal etwas Besonderes vorhast, kannst Du mit Haarkreide wirkungsvolle Strähnchen in Deine Frisur zaubern.

Weiße Zähne in der Schwangerschaft?

Vom Bleaching der Zähne wird Schwangeren generell abgeraten. Denn in dieser Zeit ist das Zahnfleisch der Frauen stärker durchblutet und empfindlicher. Und gerade über das Zahnfleisch können die chemischen Bleichmittel in den Körper gelangen. Besonders dann, wenn das ohnehin empfindliche Zahnfleisch durch die hoch konzentrierten Substanzen angegriffen wird. Während der Schwangerschaft solltest Du es also lieber bei einer professionellen Zahnreinigung belassen.

Tätowieren für werdende Mütter?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat darauf aufmerksam gemacht, dass Farben, die bei Tätowierungen verwendet werden, bisher kaum näher untersucht wurden. Gleiches gilt für permanentes Make-up. Vor Henna-Tattoos als Urlaubsmitbringsel warnt das Berliner Institut sogar. Denn die intensive Wirkung der Farbe stammt bei solchen Tätowierungen häufig von der Substanz PPD, der ein äußerst hohes Allergiepotential zugeschrieben wird. In Deutschland ist PPD deshalb für kosmetische Anwendungen auf der Haut gar nicht zugelassen. Hier ist also Vorsicht geboten.

Künstliche Bräune ist nur bedingt unbedenklich

Von der Hormonumstellung während der Schwangerschaft sind auch die Hautpigmente betroffen. Von allzu ausgedehnten Sonnenbädern ist also eher abzuraten. Braune Flecken könnten die Folge sein. Viele Schwangere greifen deshalb lieber zu Selbstbräunungscremes. Die wirken prinzipiell nur in den oberen Hautschichten und sind deshalb unbedenklich. Auf einen Inhaltsstoff musst Du beim Kauf jedoch unbedingt achten. Bräunungsbeschleunigende Psoralene sollen nämlich krebserregend sein. Darauf solltest Du also vorsichtshalber verzichten.

Was tun gegen Pickel während der Schwangerschaft?

Zuerst mal die gute Nachricht: Bei den meisten Mamis, die am Anfang der Schwangerschaft unter Pickeln und unreiner Haut leiden, erledigt sich das pustelige Problem im zweiten Drittel ganz von selbst. Bei Cremes gegen Hautunreinheiten ist für werdende Mütter absolute Vorsicht geboten. Denn viele solcher Produkte enthalten Salicylsäure oder Retinol. Vor diesen Stoffen hat jüngst die dänische Gesundheitsbehörde gewarnt. Denn dortige Forscher hatten einen Zusammenhang mit Krankheiten bei Babys festgestellt. Die Mütter der Babys hatten während der Schwangerschaft entsprechende Kosmetika verwendet. Falls Du in Deiner Schwangerschaft also unter Pickeln zu leiden hast, solltest Du diese Gesichtspunkte lieber mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Frauen, die unter behandlungsbedürftiger Akne leiden, sollten schon bei Kinderwunsch mit ihrem Hautarzt Rücksprache halten. Die hochwirksamen Mittel, die gegen Akne verschrieben werden, enthalten nämlich eine Reihe von Inhaltsstoffen, die das ungeborene Kind schädigen können.

Fazit der Redaktion

Natürlich musst Du Dir während Deiner Schwangerschaft über die Tatsache bewusst sein, dass alle Stoffe, die in Deinen Körper gelangen, auch das Baby in Deinem Bauch erreichen. Wenn Du also auf Nummer Sicher gehen und trotzdem eine unbeschwerte Schwangerschaft erleben möchtest, solltest Du in dieser Zeit vorzugsweise auf natürliche Produkte zurückgreifen. Entweder Du bereitest Dir selbst Pflegeprodukte zu, indem Du Deinen Kühlschrank und den Obstkorb plünderst, oder Du bedienst Dich im umfangreichen Angebot der Drogerie Deines Vertrauens. Viele Kosmetikhersteller und auch die Drogeriemarktketten bieten Naturlinien an. Du findest dort sowohl für die dekorative als auch für die pflegende Kosmetik, alles, was Du während der Schwangerschaft brauchst. Dein Baby wird´s Dir danken!

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