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Hautkrankheiten – wenn’s schuppt, juckt oder brennt

NIVEA KosmetikAktuelle Studien zeigen, dass rund ein Drittel aller Deutschen an verschiedenen Hautkrankheiten leidet, die behandelt werden sollten. Besonders häufig werden Neurodermitis, Rosacea und Schuppenflechte diagnostiziert. Doch auch verschiedene Formen von Akne sowie Mitessen belasten Betroffene stark und müssen unter Umständen behandelt werden. Für kein anderes Organ sind so viele Krankheiten wie für die Haut bekannt. Das liegt vor allem daran, dass dieses Sinnesorgan sowohl äußeren als auch inneren Einflüssen ausgesetzt ist. Abhängig von der jeweiligen Ursache gibt es für nahezu alle Hauterkrankungen wirksame Heilmittel oder zumindest Behandlungsmöglichkeiten, die das Leiden der Betroffenen verbessern und damit für eine höhere Lebensqualität sorgen.

Hautkrankheiten machen sich unterschiedlich bemerkbar

Hautkrankheiten – wenn’s schuppt, juckt oder brenntSobald die Haut Probleme macht und beispielsweise juckt, brennt oder schuppt, spricht man in der Regel von Hautkrankheiten, die auch als dermatologische Krankheiten bezeichnet werden. Ein Großteil der Leiden lässt sich schon daran erkennen, dass die Haut an den betroffenen Stellen anders aussieht.

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Nachfolgende Tabelle zeigt einige der häufigsten Symptome sowie deren fachliche Bezeichnung:

Krankhafte Veränderungen der Haut Effloreszenzen
Fleck Macula
Knötchen Papel
Eiterknötchen Pustel
Quaddel Urtica
Knoten Nodus
Krusten Plaque
Risse Fissur
Hautschuppen Squama
Geschwür Ulcus

Einige dieser Veränderungen sind lediglich optisch sichtbar, andere verursachen einen starken Juckreiz, ein unangenehmes Brennen, führen zu Missempfindungen oder Schmerzen. Dermatologische Krankheiten können jeden Körperbereich betreffen. Während Neurodermitis beispielsweise häufig in den Arm- und Kniebeugen auftritt, wird Schuppenflechte oft an den Ellbogen oder auf den Knien diagnostiziert. Doch auch im Gesicht, im Intimbereich oder auf dem behaarten Kopf können Krankheiten der Haut entstehen und sich ausbreiten. Darüber hinaus stellen einige Hautkrankheiten auch eine Gefahr für die Augen, auf die sie eventuell übergreifen können.

Tipp: Bei Neurodermitis, Gürtelrose und Allergien die Augen kontrollieren lassen

Wer unter Erkrankungen der Haut leidet, sollte nicht nur die betroffenen Hautstellen regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen. Einige Krankheiten wie Gürtelrose können auch die Augen befallen und damit im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Andere Leiden wie Neurodermitis begünstigen hingegen die Entstehung für Augenkrebs, sodass eine frühzeitige Erkennung der Krankheit von essentieller Bedeutung für die Gesundheit des Patienten ist. Eine Pollenallergie kann zu chronisch trockenen Augen führen, sodass auch hier eine regelmäßige Vorstellung beim Augenarzt zu empfehlen ist.

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Als häufigste Hautkrankheiten werden in Deutschland vor allem Akne, Rosacea und Schuppenflechte diagnostiziert. Es gibt allerdings noch viele weitere dermatologische Krankheiten, wie nachfolgende Hautkrankheiten-Liste zeigt.

Häufige Hautkrankheiten – Liste:

Häufigste Hautkrankheiten in Deutschland Anzahl der Betroffenen in Prozent
Kontaktdermatitis, Entzündung der Haut 100%
Fußpilz 25-30%
Infektionen der Haut 15%
Windpocken, Gürtelrose 15-20%
Neurodermitis 13-15% Kinder, 2-3% Erwachsene
Warzen 10%
Akne 4%
Rosacea 2,5%
Schuppenflechte 2%
Nesselsucht 1%

Diese Hautkrankheiten-Liste stellt nur eine grobe Einschätzung dar und ist keinesfalls vollständig. Es gibt nicht nur viele weitere Hautkrankheiten, die erwähnten Erkrankungen lassen sich zudem noch weiter unterteilen. Es gibt beispielsweise im Netz viele weitere Listen, die einige Hautkrankheiten übersichtlich gruppieren. Viele Menschen interessieren sich zum Beispiel für eine „seltene Hautkrankheiten-Liste“, für eine „ansteckende Hautkrankheiten-Liste“ oder für eine Liste, die sexuell übertragbare Hautkrankheiten nennt.

Genauso wie viele andere Krankheiten lassen sich auch Erkrankungen der Haut in akute und chronische Leiden einordnen. Akute Hautkrankheiten haben einen bestimmten Auslöser, wie Viren oder Bakterien, der zu einer Entzündung führt. Sobald der Erreger beseitigt worden ist, sollte eine Heilung der Hautveränderung eintreten. Werden akute Leiden nicht oder nicht rechtzeitig therapiert, können sich chronische Hauterkrankungen ausbilden. Diese Erkrankungen bleiben oftmals ein Leben lang bestehen und können nicht mehr vollständig geheilt werden, lediglich die Symptome können behandelt werden. Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne inversa sind hingegen chronische Hautkrankheiten, deren Entstehung durch eine genetische Veranlagung begünstigt wird.

Fast jeder Dritte Deutsche leidet unter Fußpilz

Die Liste „Häufigste Hautkrankheiten in Deutschland“ wird ganz klar von der Erkrankung Fußpilz angeführt. Statistiken zufolge leidet etwa jeder dritte Erwachsene mindestens einmal in seinem Leben unter dem Hautleiden. Es handelt sich dabei um eine Pilzinfektion, die vorwiegend an den Zehen inklusive der Nägel auftritt. Aber auch der Bereich zwischen den Zehen, die Fußsohle oder das Fußgewölbe können betroffen sein. Die Ursache sind Fadenpilze, die die Hornhaut am Fuß befallen. Betroffene leiden unter einem unangenehmen Juckreiz, es kommt zur Schuppenbildung und Entzündungen. Die Diagnose lässt sich meist recht schnell stellen, da das Erscheinungsbild der Füße sehr typische für die Hautkrankheit ist. Sollte der Betroffene unter einer Entzündung leiden, muss diese zunächst therapiert werden. Anschließend kann der Pilz mit einem geeigneten Anti-Pilzmittel bekämpft werden. Fußpilz zählt zu den ansteckenden Krankheiten, die entweder über Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen werden. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt es sich, die Füße nach einem Besuch in einem öffentlichen Schwimmbad gründlich abzutrocknen. Bis vor einigen Jahren war man zudem der Meinung, dass Badeschuhe hilfreich wären. Diese Ansicht ist inzwischen überholt, da Badeschuhe das Risiko, an Fußpilz zu erkranken, sogar zusätzlich erhöhen können.

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Rosacea – wenn aus Rötungen Entzündungen und knotige Verdickungen werden

Rosacea – oder auch Rosazea – ist eine Hautkrankheit, die das Gesicht betrifft. Sie tritt überwiegend erstmals bei Personen zwischen 30 und 40 Jahren auf und verstärkt sich im Laufe der Zeit. Zunächst klagen Betroffene über rote Flecken oder eine Rötung im Gesicht, die vor allem bei Kälte, Hitze und emotionalem Stress auftritt. Die Rötungen befinden sich vor allem im Bereich unter den Augen, auf der Nase sowie auf der Stirn. Zusätzlich zum geröteten Gesicht lässt sich bei Patienten zusätzlich schuppige oder trockene Haut feststellen. Im zweiten Stadium treten nicht mehr nur Rötungen, sondern zusätzlich Pusteln, Knötchen und Schwellungen auf. Diese können sich entzünden und damit über Wochen bestehen bleiben. Das dritte Stadium betrifft vor allem Männer: Es kommt zu knotigen Verdickungen, Veränderungen der Augen und im schlimmsten Fall entsteht eine Hornhautentzündung. Bislang kann Rosacea noch nicht dauerhaft geheilt werden. Weil die Haut betroffener Personen jedoch äußerst empfindlich auf äußeren Einflüsse reagiert, sollten diese versuchen, auf Duftstoffe und Alkohole in der verwendeten Kosmetik, in Cremes und in Salben verzichten. Auch Peelings oder Sonneneinstrahlung sollten gemieden werden. Obwohl eine vollständige Heilung nicht möglich ist, gibt es dennoch verschiedene Medikamente, mit denen sich die Symptome behandeln lassen. Zusätzlich ist es wichtig, die Augen regelmäßig kontrollieren zu lassen. Denn Rosacea kann auf die Hornhaut übergreifen und zu einer dauerhaften Hornhauttrübung führen. Die Ursachen für Rosacea sind bislang noch ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass eine neurogene Entzündung sowie Bakterien schuld an der Krankheit sind. Übermäßiger Kaffee-, Tee- und Alkoholkonsum können genauso wie Sonneneinstrahlung oder scharfe Gewürze zu einer Verschlechterung der Hautkrankheit führen.

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Neurodermitis führt zu trockener und juckender Haut

Die Neurodermitis, die auch als atopisches oder endogenes Ekzem sowie als atopische Dermatitis bezeichnet wird, betrifft in Deutschland rund zwei bei drei Prozent. Die Hautkrankheit gilt als nicht heilbar, die Symptome können allerdings behandelt werden. Die Ursachen für die Erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt, aber Experten gehen von einem Zusammenspiel aus genetischen und immunologischen Faktoren aus. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass genetische Defekte dazu führen, dass bestimmte Proteine nicht gebildet werden und sich damit die Oberflächenstruktur der Haut  anders entwickelt. Die Krankheitsgeschichte beginnt immer mit einem Defekt der Hautbarriere, der zum Beispiel durch eine Entzündung hervorgerufen wird. Der Körper reagiert daraufhin mit der Ausschüttung bestimmter Zellen, die immunologische Vorgänge zur Folge haben.

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Eine Neurodermitis macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Fast immer klagen Patienten über eine trockene, juckende Haut, die sehr empfindlich auf äußere Einflüsse reagiert. Besonders häufig tritt das atopische Ekzem an den Armbeugen und Kniekehlen sowie im Bereich des Gesichts auf. Aber auch am Hals, auf der Hand oder am Rücken können sich trockene, juckende und nässende Hautstellen entwickeln. Wer unter Neurodermitis leidet, sollte darauf achten, bestimmte Trigger, die die Krankheit auslösen oder verstärken zu vermeiden. Diese Trigger werden auch als Provokationsfaktoren bezeichnet. Derzeit geht man davon aus, dass folgende Faktoren einen großen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf einer Neurodermitis nehmen:

  • Nahrungsmittelallergien
  • Allergien gegen Hausstaub, Tierhaare (Hund, Katze, Pferd) oder Pollen
  • Hormonelle Faktoren
  • UV-Licht
  • Schweiß
  • Wasserhärte
  • Stress
  • Alkohol

Um die empfindliche Haut nicht zusätzlich zu reizen, sollten Neurodermitiker auf sanfte Pflegeprodukte und Kosmetik zurückgreifen. Je weniger Duftstoffe und Alkohole in den Produkten enthalten sind, desto besser ist es meist für die Betroffenen.

Der Verlauf der Krankheit ist individuell vom Alter und den verschiedenen Provokationsfaktoren abhängig. Wird bei einem Baby Neurodermitis diagnostiziert, macht sich die Hautkrankheit meist mit Milchschorf auf dem Kopf bemerkbar. Neurodermitis verläuft oftmals in Schüben, deren Auslöser sich jedoch nicht eindeutig feststellen lassen. Zusätzlich sind verschiedene Sonder- und Minimalformen bekannt, die nur einen bestimmten Körperbereich betreffen. Nachfolgende Tabelle zeigt einige der bekanntesten Sonderformen der Neurodermitis:

Sonderform Symptome
Head-and-Neck-Variante Rötungen, Schuppenbildung und Juckreiz betrifft nur Kopf und Hals
Dyshidrotisches Ekzem Juckende Bläschen auf der Hand und auf der Fußsohle
Cheilitis sicca Lippen sind entzündet und jucken
Pulpitis sicca Finger sind trocken und jucken

Zwar ist eine Heilung der Krankheit ausgeschlossen, eine Behandlung der Symptome ist allerdings möglich. So kann der Arzt beispielsweise verschiedene Cremes und Salben verschreiben, die einerseits den Juckreiz lindern und andererseits eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. Wichtig ist außerdem, dass Betroffene die bekannten Provokationsfaktoren vermeiden. Um einem Schub vorzubeugen, empfehlen Dermatologen zudem eine reichhaltige Basispflege. Um die Barrierefunktion der Haut zu stärken und ein Austrocknen zu vermeiden, sollten sich Betroffene regelmäßig eincremen, spezielle Salben verwenden oder auch Öl-Bäder nehmen, um die Haut mit ausreichend Fett zu versorgen.

Immer wieder fragen sich Betroffene „Ist Neurodermitis ansteckend?“ Diese Frage lässt sich ganz klar mit Nein beantworten. Die chronische Hautkrankheit ist nicht übertragbar, da sie weder durch Viren noch durch Bakterien hervorgerufen wird. Endogene Hautkrankheiten (Neurodermitis) entstehen im Inneren des Körpers, sodass sie nicht ansteckend sind.

Schuppenflechte führt zu starkem Juckreiz und trockener, schuppiger Haut

Eine weitere, relativ weit verbreitete Hautkrankheit ist die Schuppenflechte, die auch mit dem Fachbegriff „Psoriasis“ bezeichnet wird. Die Erkrankung kennzeichnet sich in erster Linie durch kreisförmige, rötliche Haustellen, die mit starkem Juckreiz einhergehen. Die sogenannten Herde sind meist sehr trocken und schuppen stark. Besonders häufig sind die Knie, Ellbogen und der Bereich rund um den Bauchnabel betroffen. Ebenso kann Schuppenflechte jedoch auch an den Ohren, den Ohrläppchen oder auf der Kopfhaut auftreten. Tritt die Psoriasis im Genitalbereich auf, kommt es zu keiner Schuppenbildung, dennoch leiden Betroffene unter starkem Juckreiz an den geröteten Stellen. Abhängig von den auftretenden Symptomen sowie den betroffenen Körperregionen, wird die Schuppenflechte noch einmal genauer unterteilt. Besonders bekannt ist die Psoriasis vulgaris, von der drei unterschiedliche Typen bekannt sind:

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Bezeichnung Typ Anteil Häufiger Zeitpunkt des ersten Auftretens
Psoriasis vulgaris Typ I 60-70% der Fälle Vor dem 40. Lebensjahr
Typ II 30-40% der Diagnosen Nach dem 40. Lebensjahr
Typ III 0,5-2,5% der Fälle Ab dem 50. Lebensjahr

Zusätzlich gibt es allerdings noch viele weitere Formen der Schuppenflechte, wie nachfolgende Liste zeigt:

  • Psoriasis pustulosa generalisata
  • Psoriasis pustulosa palmaris et plantaris: Betrifft vor allem Hände und Füße
  • Akrodermatitis continua suppurativa: An den Fingern, Händen, Zehen und an der Nase sowie am Kinn entstehen Pusteln. Zudem ist ein Ausfallen der Haare möglich

Genauso wie Neurodermitis oder Rosacea lässt sich auch Schuppenflechte nicht heilen. Experten gehen davon aus, dass sowohl die erbliche Disposition als auch eine Fehlfunktion des Immunsystems die Entstehung der Krankheit begünstigen. Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Symptome und verfolgt das Ziel, das Leid der Betroffenen zu verringern. In einigen Fällen sorgt bereits eine Umstellung der Ernährung für eine Verbesserung der Krankheit. Darüber hinaus ist bekannt, dass psychischer Stress die Symptome verstärkt, sodass die Therapie der Schuppenflechte auch psychomentale Ansätze verfolgt. Je mehr Patienten die Krankheit akzeptieren, desto schwächer sind die Symptome oftmals ausgeprägt. Zusätzlich verschreiben Ärzte in der Regel verschiedene Cremes und Salben, um die Dicke der Hornhaut zu reduzieren, Schuppen abzulösen oder andere Effekte zu erzielen. Nachfolgende Tabelle enthält einige der wichtigsten Substanzen, die bei Schuppenflechte zum Einsatz kommen:

Stoff Ziel
Harnstoff, Urea pura Dicke der Hornhaut reduzieren
Salizylsäure Schuppen ablösen
Dithranol/Cignolin Verlangsamung die Zellteilung
Kortikoide Entzündungen reduzieren
Steinkohlenteer Bremsen der Zellteilung
Vitamin D Regeneration der Haut unterstützen

Meist besteht eine Therapie aus unterschiedlichen Ansätzen. Neben psychomentalem Training und der Verwendung von Cremes und Salben, bieten sich auch Lichttherapie, Badetherapie mit schwefelhaltigem Wasser, Lasertherapie sowie Fischtherapie an. Auch die Elektrotherapie verspricht in vielen Fällen eine Besserung der Leiden.

Bei der Suche nach einer geeigneten Therapie Geduld mitbringen: Das Krankheitsbild der Schuppenflechte ist mannigfaltig und immer von individuellen Faktoren abhängig. Deswegen gibt es keine einheitliche Therapie, die sich für jeden Mensch gleich gut eignet. Vielmehr sollten sich Betroffene darauf einstellen, dass Verbesserungen oft erst nach Wochen oder Monaten sichtbar werden. Häufig hilft es Menschen, sich mit anderen Patienten auszutauschen. In Selbsthilfegruppen lernen Patienten nicht nur unterschiedlichen Behandlungsmethoden kennen, sondern erfahren außerdem, dass sie mit ihren Hautkrankheiten nicht alleine sind. Diese Erkenntnis hilft vielen Betroffenen dabei, die Krankheit besser zu akzeptieren und mit den jeweiligen Einschränkungen leben zu können.

Bei Nesselsucht reagiert die Haut mit Rötungen und Quaddeln

Auch die Nesselsucht gehört zu den in Deutschland am häufigsten verbreiteten Hautkrankheiten. Während rund 10-25% aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer akuten Nesselsucht leiden, ist die chronische Form der Hautkrankheit mit nur rund einem Prozent deutlich seltener. Bei der Nesselsucht, die auch als Urtikaria bezeichnet wird, reagiert die Haut mit Rötungen, Juckreiz und Brennen. Als Auslöser für die Hautveränderung kommen sowohl äußere Einflüsse wie Giftstoffe, Wärme und Kälte sowie Licht und Druck als auch psychischer Stress und Allergien infrage. Auch Autoimmunerkrankungen, die Reaktion auf Nahrungsmittel oder Medikamente sowie eine Infektion können eine Nesselsucht hervorrufen. Die Behandlung der Nesselsucht richtet sich in erster Linie nach ihrer Form. Handelt es sich um eine akute Urtikaria, so genügt in der Regel die Verabreichung von Antihistaminika. In schweren Fällen ist es eventuell notwendig, dem Patienten Cortison zu verabreichen. Die chronische Form der Nesselsucht ist hingegen nicht heilbar, sodass lediglich die Folgen und Symptome der Krankheit behandelt werden können. Zunächst wird versucht mithilfe eines Anithistaminikums die Rötungen und Quaddeln zu reduzieren. Sollte keine Besserung eintreten, wird die Dosis erhöht. Falls anschießend immer noch Beschwerden bestehen, erfolgt in der dritten Stufe der Behandlung die Verabreichung von zugelassenen Arzneistoffen wie Antikörpern oder Immunsuppressiva.

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Vitiligo verursacht weiße Flecken auf der Haut

Die Erkrankung „Vitiligo“ gehört zu den Krankheiten der Haut, die Betroffene oft nur schlecht verbergen können. Vitiligo wird auch als Weißfleckenkrankheit oder Scheckhaut bezeichnet, was bereits das Krankheitsbild sehr treffend beschreibt: Betroffene leiden unter plötzlich auftretenden weißen Flecken auf der Haut. Genaue Ursachen sind bisher unbekannt, allerdings konnte man mithilfe verschiedener Studien feststellen, dass die Vererblichkeitsrate bei über 30% liegt. Besonders häufig betrifft Vitiligo die Beine, die Unterarme, die Hände, Handgelenke und Finger sowie die Füße und den Genitalbereich. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine chronische, nicht ansteckende Krankheit. Sie tritt häufig mit verschiedenen anderen Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis, Diabetes oder pernizöser Anämie auf. Als Ursache wird die Zerstörung der Pigmentzellen des Körpers angenommen, sodass die Therapie die Repigmentierung als Ziel verfolgt. Darüber hinaus ist es möglich, die Pigmentzellen zu züchten und zu transplantieren, was gerade im Gesicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen führt. Ist die Krankheit bereits stark fortgeschritten, ist es außerdem möglich, durch eine Laserbestrahlung oder die Einnahme bestimmter Enzyme die restlichen Pigmentzellen zu zerstören, sodass die komplette Haut gebleicht wird.
Weil die Haut Menschen mit Vitiligo sehr empfindlich gegenüber Sonnenlicht ist, sollten Betroffene stets auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten.

Gefährliche Milbenerkrankung: die Krätze

In der Vergangenheit wurden Schuppenflechte und Krätze oftmals fälschlicherweise miteinander verwechselt. Bei der Krätze handelt es sich jedoch um eine eigenständige Krankheit, die durch Milben hervorgerufen wird und wie einige anderen Hautkrankheiten ansteckend ist. Die kleinen Parasiten bohren sich in die Oberhaut des Menschen und legen dort ihre Eier ab. Entgegen der Meinung, dass sich Krätzemilben vor allem an unhygienischen und schmutzigen Gegenden aufhalten, sind sie besonders dort verbreitet, wo viele Menschen zusammenkommen. Die Entstehung von Krätze hat nichts mit den hygienischen Umständen der Betroffenen zu tun. Besonders häufig sind Menschen in Senioreneinrichtungen oder Krankenhäusern von der Krätze betroffenen. Doch auch in Kindergärten oder Schulen können sich die Milben ausbreiten und zu der Hauterkrankung führen.

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Bei Verdacht auf Krätze müssen Gemeinschaftseinrichtungen gemieden werden: Vermutet man bei sich oder seinem Kind einen Befall mit der Kätzemilbe, muss man sich an das Infektionsschutzgesetz in Deutschland halten. Betroffene dürfen sich nun weder in Gemeinschaftseinrichtungen aufhalten noch dort arbeiten, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden. Sobald die Ansteckungsgefahr vorüber ist, stellt ein Besuch der Einrichtungen kein Problem mehr dar.

Die Behandlung von Krätze erfolgt meist durch die Gabe von Ivermectin, einem wirksamen Stoff gegen verschiedene Parasiten wie Milben oder Fandenwürmer. Eventuell muss nach einer Woche eine zweite Dosis verabreicht werden, um die Erreger komplett zu vernichten. Sämtliche Personen, mit denen die Betroffenen in engem Kontakt waren, sollten ebenfalls behandelt werden. Sowohl die Kleidung als auch Bettwäsche und Handtücher sollten bei mindestens 50°C gewaschen werden, um die Parasiten sowie deren Kot und Eier aus den Textilien zu entfernen.

Hautkrankheiten erkennen und richtig behandeln

Viele Hautkrankheiten zeigen sich im Anfangsstadium durch unspezifische Symptome wie Jucken, Brennen und Rötungen. Allerdings sollten die Anzeichen immer ernst genommen werden. Am besten man sucht zunächst den Hausarzt auf, der sofort verschiedene Hautkrankheiten erkennen und therapieren kann. Je früher eine Hautkrankheit diagnostiziert wird, desto besser lässt sie sich behandeln. So sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn

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  • Hautkrankheiten Ekzeme,
  • Hautkrankheiten Flecken,
  • Hautkrankheiten Pusteln oder
  • Hautkrankheiten Quaddeln verursachen.

Auch wenn Hautkrankheiten Neurodermitis-Symptome wie Schuppen oder trockene Haut entstehen lassen, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Handelt es sich um eine schwerwiegende Hauterkrankung, wird einen der Hausarzt zu einem Hautarzt, einem Experten für Dermatologie, überweisen. Dieser kann Proben aus der Haut nehmen oder auch Bilder von der Haut analysieren, um eine Diagnose zu stellen.

In Zeiten des Internets sind viele Menschen der Meinung, sie könnten selbst verschiedene Hautkrankheiten erkennen mit Bildern. Daher suchen sie im Netz nach Hautkrankheiten-Bilder oder sehen sich eine Hautkrankheiten-Liste an und überprüfen die jeweiligen Symptome mit den eigenen Krankheitsbeschwerden. Obwohl Hautkrankheiten-Bilder sowie eine Liste mit Krankheiten A-Z hilfreich für eine erste Einschätzung sein können, sollte man die endgültige Diagnose dem Arzt überlassen. Dieser weiß, wann eine fettige Haut oder eine rissige Haut für eine Hauterkrankung spricht, welche Hautkrankheiten Flecken verursachen und ob die festgestellten Hautkrankheiten ansteckend sind oder nicht.

Tipp: Darüber hinaus kennt der Dermatologe mit Sicherheit auch seltene Hautkrankheiten und Erkrankungen, die die Unterhaut betreffen.

Ist die Haut krank und verursacht die Hautkrankheit Ekzeme, Quaddeln, Rötungen oder andere Leiden, sollten Betroffene vor allem Geduld mitbringen. Leider ähneln sich die Symptome verschiedener Hautkrankheiten stark, sodass es unter Umständen etwas dauert, bis die richtige Therapie gefunden ist. Zudem reagiert jeder Mensch anders auf die jeweiligen Wirkstoffe, sodass die ersten Ergebnisse der Behandlung womöglich erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten sichtbar werden. Wichtig ist, Vertrauen in den Arzt zu haben und eine positive Einstellung zu behalten. Denn psychischer Stress führt bei den meisten Hautkrankheiten zu einer Verschlimmerung der Symptome, sodass eine Heilung länger auf sich warten lässt.

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