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Ayurveda – die Kunst zu heilen

Für manche bewegt „es“ sich irgendwo zwischen Hokus Pokus und faulem Zauber. Für andere aber ist sie die ultimative Heilmethode und eine wichtige Ergänzung zur Schulmedizin – Ayurveda. Mittlerweile werden verschiedene Studien betrieben, um die Wirksamkeit der indischen Heilkunst zu erforschen. Und wie es scheint, müssen auch Kritiker dem Zauber ein wenig Glauben schenken. Denn immer mehr in Deutschland ausgebildete und zugelassene Ärzte machen eine Ayurveda-Ausbildung und sprechen sich somit bei ihren Patienten für sanfte Naturheilkunde aus.

Die Kunst zu heilenAyurveda ist mehr als mit eingeöltem Körper in den Massage-Olymp aufzusteigen. Meist wird sie profan mit Wellness verwechselt. Gewiss, sie ist ein Teil davon. Vielmehr ist Ayurveda aber ein anerkanntes Medizinsystem, das in viele Bereiche eingreift und übersetzt die „Wissenschaft vom Leben“ ist. Und so facettenreich das Leben ist, so vielseitig sind auch die ayurvedischen Elemente: Ernährung, Bewegung und spirituelles Wissen.

Kochbücher und auch Kochkurse lehren, wie man Speisen auf die jeweilige Körperkonstitution angepasst zubereitet und damit Gesundheit fördert, Gewicht reduziert oder Verschlechterungen von Krankheiten verhindert. Ziel des ayurvedischen Kochens ist Geschmack und Gesundheit zu vereinen. Zumindest aus der Schulmedizin ist bekannt, dass dies dort meist nicht gelingt. Getreu nach dem Motto: Was schmeckt, hilft nicht. Ayurvedische Speisen sind echte Gaumenfreuden und verhelfen richtig zubereitet zu innerer Balance.

Über 8000 Pflanzenarten sind geeignet

Wer sich eine Hausapotheke mit heilenden Kräutern zusammenstellen möchte, sollte sich mit ayurvedischer Pflanzenheilkunde befassen. In verschiedenen Büchern wird beschrieben, welche von den 8000 Pflanzenarten was bewirken. Die Zubereitungsformen der Mittel sind zum Beispiel Saft, Pulver, Pille, Öl und Sud. Aber es gibt auch komplexe Präparate aus Metallen, Edelsteinen, Pflanzen und tierischen Produkten. So umfassend die Pflanzenheilkunde auch sein mag, so interessant ist sie auch. Es ist sprichwörtlich gegen alles ein Kraut gewachsen. Hierzu zählt auch die Herstellung von Tees und Gewürzen, die für das ayurvedische Kochen unerlässlich sind.

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Neben Ernährungslehre und Pflanzenheilkunde sind Massagen, Yogapraxis und Reinigungstechniken weitere Elemente der ayurvedischen Heilkunst. Fasten, Aderlass und Einlauf hören sich zwar nicht gerade schön und lecker an, regen jedoch den Körper an, sich zu entgiften und zu erneuern. Viele schwören darauf und fühlen sich anschließend wie neu geboren. Jede dieser Methoden sollte jedoch ärztlich überwacht werden.

Zu den angenehmsten Anwendungen zählen wohl Massagen sowie Yoga- und Atemübungen. Körper, Geist und Seele erleben hierbei ein Fest der Sinne. Regelmäßiges Anwenden verhilft zu Vitalität, Gesundheit und Lebensfreude. Ein paar Mal mitgemacht, möchte man nicht mehr damit aufhören. Man spürt die Energie fließen und macht dem hektischen Alltag so den Garaus. Stress zerfällt wie ein mürbes Bauwerk.

Die ayurvedischen Elemente greifen ineinander wie Zahnräder, wirken einzeln aber gleichermaßen stark. In der Gesamtheit betrachtet gilt auch hier: der Glaube versetzt Berge. Denn die besten Methoden der alternativen Heilmedizin sind unter vielen anderen Faktoren von der inneren Einstellung abhängig. Doch sicher ist, dass immer mehr Menschen Ayurveda für sich entdecken. Wichtig ist dabei, dass man Ayurveda als eine Ergänzung zur Schulmedizin, nicht aber als Ersatz ansieht – der Gesundheit zur Liebe.

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