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15. August 2013

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.


Vitiligo – Weißfleckenkrankheit

Was sich erst einmal etwas befremdlich, vielleicht sogar ein wenig gefährlich anhören mag, entpuppt sich als eine recht harmlose Hautkrankheit, die gar nicht so selten vorkommt. Bis zu 2 Prozent der Weltbevölkerung sollen nach aktuellen Schätzungen an Vitiligo, der Weißfleckenkrankheit, leiden. Unbewusst hat sicher jeder schon einen Menschen gesehen, der von dieser ungefährlichen und nicht ansteckenden Krankheit betroffen ist. Denn besonders im Sommer wird das typische Erscheinungsbild sichtbar.

Was ist Vitiligo?

Die Hautkrankheit beginnt schleichend und kann entweder einfach irgendwann stagnieren oder sich immer weiter ausbreiten. Sie hat ein Zerstören von Melanozyten und dem damit verbundenen Pigmentverlust zur Folge. Sichtbar wird dies, wie bereits erwähnt, besonders im Sommer. Denn der Pigmentverlust betrifft nur einzelne Hautstellen, die neben der gebräunten Sonnenhaut als weiße Flecken sichtbar werden. Häufig reagieren die Hautstellen, aufgrund des Nichtvorhandenseins von Melanozyten, zudem sehr empfindlich auf Sonnenlicht. Es kommt schnell zu Sonnenbränden. Das gesamte Erscheinungsbild der Haut wirkt somit uneben und „fleckig“.

Wie die Weißfleckenkrankheit entsteht

Genau ist das bisher nicht geklärt. Oft tritt die Krankheit plötzlich und ohne jeden erkennbaren Grund auf. Manchmal ist aber auch bereits eine Autoimmunkrankheit vorhanden. Häufig klagen beispielsweise Menschen, die an Schilddrüsenproblemen leiden, und Diabetiker über die störenden Flecken. Dennoch kann es jeden treffen, denn Vitiligo kann unabhängig vom Alter und völlig ohne genetische Vorbelastung auftreten.

Leben mit der Hautkrankheit

Wer an der Weißfleckenkrankheit leidet, muss lernen, mit der Krankheit zu leben. Denn eine Heilungsmöglichkeit gibt es bis heute nicht. Am häufigsten werden die Flecken an den Unterarmen, Händen, Füßen, Fingern, Ellenbogen und Genitalien sichtbar. Bei vielen Menschen bleibt es bei wenigen, bei anderen hingegen setzt dich die Ausbreitung weiter fort. Was die meisten Betroffenen stört, ist das Erscheinungsbild der Haut. Hellhäutige Menschen leiden meist weniger als dunkelhäutige, da man bei ihnen die Flecken einfach nicht so stark sieht. Ansonsten ist die Vitiligo keine gefährliche Krankheit. Die einzige Gefahr für die Gesundheit ist die hohe Anfälligkeit für Sonnenbrände und das damit verbundene Hautkrebsrisiko. Aus diesem Grund sollten besonders die ungeschützten Flecken immer sorgfältig mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutz abgedeckt werden.

Therapien und Verbesserung des Erscheinungsbildes

Es werden zwar verschiedene Bestrahlungstherapien angeboten, diese sollten jedoch mit Vorsicht angegangen werden. Durch die Bestrahlung will man eine Repigmentierung erreichen. Jedoch muss man für eine solche Therapie viele Monate Zeit einplanen und wird nicht immer mit Erfolg belohnt. Da Vitiligo keine gefährliche Krankheit ist, muss die Behandlung in der Regel auch aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten also nicht.

Häufig wird auch der Einsatz von Selbstbräunern empfohlen, mit dem nur die hellen Flecken behandelt werden sollen. Der Kontrast zwischen Flecken und übriger Haut kann so geringer erscheinen. Oft wirkt die Haut anschließend jedoch noch fleckiger, da der Selbstbräuner natürlich nach einiger Zeit wieder verblasst. Ein Versuch ist es jedoch allemal wert. Wer schnell ein ebenmäßigeres Erscheinungsbild erreichen möchte, kann darüber hinaus zu Camouflage greifen.

 


 

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