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Was tun bei trockener Haut nach dem Duschen?

28. Dezember 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Trockene Haut nach dem Duschen


Liebe Experten, ich habe ein Problem, mit dem ich mich heute an Euch wenden möchte. Ihr könnt mir bestimmt helfen. Nach dem Duschen ist meine Haut immer extrem ausgetrocknet. Eine normale Feuchtigkeitscreme hilft da leider nicht mehr. Auch eine Creme aus der Apotheke, die ich schon ausprobiert habe, brachte nicht den Durchbruch. Besonders an den Schienbeinen ist meine Haut manchmal richtig schuppig. Da muss es doch etwas geben, oder?! Wenn ja, dann kennt ihr es bestimmt und könnt es mir verraten. Vielen Dank dafür!

Mit diesem Problem stehst Du nicht alleine da, wir hören das sehr oft. Das tägliche Duschen ist für die Frau von heute zur Selbstverständlichkeit geworden, ihre Haut ist darüber aber nicht immer erfreut. Wenn man ein paar Dinge beherzigt, kann man aber natürlich trotzdem jeden Tag duschen, ohne dass die Haut sich gleich schuppen muss. Für das Eincremen danach empfehlen wir Dir, mal eine Salbe mit natürlichen Zutaten selbst anzurühren. Das macht Spaß und ist wirksam.

Die tägliche Dusche

Wirklich notwendig wäre die tägliche Dusche zur Hygiene eigentlich nicht. Aber wir haben uns nun mal daran gewöhnt. Und Du kannst Deinen gewohnten Hygiene-Standard natürlich beibehalten. Beim Duschen solltest Du allerdings auf eine gemäßigte Temperatur achten. Zu heißes Wasser trocknet die Haut nämlich aus. Am besten für Deine Haut wäre kaltes Wasser. Eine kalte Dusche erhält den Schutzmantel der Haut und vermindert Spannungsgefühle und Juckreiz. Wenn Du das nicht schaffst, solltest Du wenigstens lauwarmes Wasser verwenden. Zu langes Duschen solltest Du ebenfalls unbedingt vermeiden. Je kürzer, desto besser. Wenn Du jeden Tag unter der Dusche stehst, wirst Du auch nach einem kurzen Guss schon sauber. Und zwar auch ganz ohne Duschgel. Denn auch das trocknet die Haut aus. Das bisschen Schmutz, was sich seit der letzten Dusche auf Deiner Haut angesammelt hat, geht auch mit klarem Wasser ab. Wenn Du es gar nicht lassen kannst, dann verwende wenigstens nicht jeden Tag ein Duschgel.

Ein Schaumbad ist noch schlimmer

Eine noch größere Strapaze für trockene Haut als das Duschen ist ein ausgedehntes Schaumbad. Darauf solltest Du also, wenn irgend möglich, verzichten. Während die Haut im heißen Wasser aufquillt, hat der schäumende Badezusatz ausgiebig Gelegenheit, ihr Feuchtigkeit und Fett zu entziehen. Wenn Du trotzdem unbedingt baden möchtest, solltest Du zumindest ein rückfettendes Ölbad ohne Emulgatoren verwenden. Das Vollbad sollte nicht heißer als 39 Grad sein und nicht länger als 15 Minuten dauern. Dann kannst Du es Dir ab und zu mal gönnen.

Unschön und unangenehm

Trockene, schuppige Haut sieht nicht nur unschön aus, sie fühlt sich auch unangenehm an. Ein Spannungsgefühl stellt sich ein, zu dem sich nicht selten ein ekliger Juckreiz gesellt. Außerdem neigt trockene Haut stärker zu Entzündungen. Wenn Du jetzt also auch noch kratzt, kann´s richtig schlimm werden. Die Symptome entstehen, weil das Duschen Deiner Haut Fett entzieht. Das ist aber noch nicht alles. Denn in der obersten Hautschicht befindet sich normalerweise auch Harnstoff, der durch das Wasser ebenfalls abgespült wird. Dieser Harnstoff ist aber dazu da, das Austrocknen der Haut zu verhindern. Deshalb befindet sich auch in vielen Cremes gegen trockene Haut dieser Stoff. Wie in unseren Tipps zum selbst Anrühren.

Selbstgemachte Kräutersalben

Die Pflege nach dem Duschen ist bei trockener Haut natürlich das A und O. Natürliche Zutaten ohne chemische Zusatzstoffe können da Wunder bewirken. Probier´s doch einfach mal aus. Die Zutaten bekommst Du im Reformhaus oder im Internet.

  • Ehrenpreis-Urea-Creme

Dafür vermischst Du 30 Milliliter Ehrenpreisöl mit 6 Gramm Bienenwachs und 12 Gramm Tegomuls. (Tegomuls ist ein pflanzlicher Emulgator, der aus Palmöl hergestellt wird. Den benutzt man für das Anrühren von Emulsionen, damit Öl und Wasser sich zu einer einheitlichen Masse verbinden können. Der pflanzliche Stoff wird sogar in Lebensmitteln eingesetzt, ist also völlig harmlos und reizt auch Deine trockene Haut nicht. Im Gegensatz zu den chemischen Zusatzstoffen vieler industriell produzierter Cremes.) Separat wird 15 Gramm Harnstoff mit 100 Milliliter Wasser verrührt. Beides wird im heißen Wasserbad erwärmt. Wenn die festen Bestandteile des Ölgemischs geschmolzen sind, kannst Du dieses langsam in das Wassergemisch einrühren. Jetzt heißt es solange Rühren, bis eine gleichmäßige Creme entsteht. Zum Schluss kommen noch 50 Tropfen ätherisches Lavendelöl und 10 Tropfen Teebaumöl unter die Masse. Das Ganze ergibt etwa 150 Milliliter Salbe.

  • Schafgarben Wintercreme

Dazu musst Du 30 Milliliter Schafgarben-Ölauszug und 15 Gramm Wollwachs mit 12 Gramm Tegomuls vermischen. Separat kommen 100 Milliliter Wasser in ein Gefäß. Wieder werden beide im Wasserbad erwärmt. Du gehst hier genauso vor wie bei der Ehrenpreis-Urea-Creme. Als ätherische Öle werden bei der Wintercreme 15 Tropfen der Bachblüte Crab Apple und 30 Tropfen Bergamotte-Öl untergemischt. Die selbst gemachten Salben halten sich länger, wenn Du sie im Kühlschrank aufbewahrst.

Fazit der Redaktion

Trockene Haut kommt heutzutage durch übermäßige Hygienemaßnahmen sehr häufig vor. Ein Zuviel an Hitze und Seife verträgt nicht jede Haut. Gute Pflege mit viel Feuchtigkeitszufuhr ist also nicht genug. Aber natürlich auch nötig. Du solltest Dich beim Duschen und Baden darüber hinaus ein wenig zurückhalten, um Deine Haut nicht überzustrapazieren. Uns würde mal die Wirksamkeit der selbst gemachten Salben interessieren. Berichte uns doch mal!


 

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