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Peeling gegen Cellulite - Dellen einfach wegschrubben?

29. Mai 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Peeling gegen Cellulite


„Huhu, ich nutze Peelings zwar für mein Gesicht, aber wäre nie auf die Idee gekommen meine Oberschenkel damit einzureiben. Kann das helfen? Schrubbe ich die Dellen dann einfach weg oder wie kann ich mir das vorstellen?“

Torschusspanik vor dem Sommer

Bald ist wieder Sommer und die Anfragen in der Redaktion zum Thema Cellulite häufen sich. Viele Frauen überfällt in diesen Monaten eine regelrechte Torschusspanik. Was kann ich gegen Cellulite tun? Gibt es Hausmittel gegen Cellulite? Wir haben für Euch ein paar Tipps zum Thema Peeling zusammengestellt, die kleine positive Effekte auf die Ausprägung der Cellulite haben. Dennoch sollte man diese Peelings nicht als Wundertipps gegen Cellulite verstehen, sondern nur als kleine Ergänzung im Kampf gegen die lästigen Dellen.

Das Erbe für die lästigen Dellen

Cellulite ist erblich bedingt. Manche Personen neigen daher eher zu Cellulite als andere, aber eines haben alle Frauen gleich: Sie haben die Veranlagung für Cellulite. Das liegt in unserer Weiblichkeit begründet. In Umfragen gibt ein Großteil der befragten Frauen an unter der Cellulite zu leiden. Cellulite ist also genetisch veranlagt und kann nur in der Schwere der Ausprägung durch eine gesunde Ernährung, ausreichend Sport und ein paar kleinen Tricks reduziert werden. Im Unterschied zu Männern ist das weibliche Bindegewebe weicher und verfügt über weniger Spannkraft. Das hat den Vorteil im Rahmen einer Schwangerschaft möglichst geringe Haut- und Gewebeschäden durch die Zunahme davon zu tragen. Das Bindegewebe von Männern würde eine Schwangerschaft nur begrenzt zulassen. Der Unterschied der Geschlechter liegt im Aufbau des Bindegewebes begründet. Während das Kollagen, das dem Gewebe Struktur verleiht, bei Männern netzförmig angeordnet ist, weist das Kollagen der Frauen besonders im Bereich der Beine und des Gesäßes größere Lücken auf, die wir als Dellen wahrnehmen. Ein Peeling kann also weder die Ursachen von Cellulite bekämpfen, noch tiefer in den Stoffwechsel des Bindegewebes eindringen, sondern lediglich ein paar kleinere sichtbare Effekte erzielen.

Topmodels schwören darauf

Models schwören in Interviews auf die besondere Wirkung von Kaffee und Meersalz. Naomi Campbell hat auch ein Rezept parat: Einfach grobes Kaffeepulver auf den betreffenden Stellen einmassieren und die Hautpartien danach mit Frischhaltefolie einwickeln. Nach etwa 15 Minuten sollte die Folie gelöst werden und der Kaffee mit lauwarmen Wasser abgespült werden. Angeblich soll das Peeling sowohl abgestorbene Hautschüppchen entfernen, also optisch gegen die Hautstruktur verfeinern, als auch durch die anregenden Wirkstoffe des Kaffees den Stoffwechsel der Zellen ankurbeln.
Ein weiterer Tipp für ein selbstgemachtes Peeling, das die Mikrozirkulation der Haut anregen soll, ist das Soja-Meeresalz-Zitronen-Peeling. Dafür werden einfach Sojaöl, etwas Meersalz und ein paar Tropfen Zitronensaft zu einer Flüssigkeit vermengt. Diese Flüssigkeit sollte nun sanft in die betroffenen Hautpartien einmassiert werden. Nach ein paar Minuten kann man die Beine mit lauwarmen Wasser abspülen. Der tieferwirkende Effekt dieser Peelings ist noch nicht bewiesen. Aber für ein schönes Hautbild sorgen diese Tipps auf jeden Fall.

Fazit der Redaktion

Da ein oberflächliches Peeling abgestorbene Hautschüppchen mechanisch oder thermisch entfernt, kann es einmal wöchentlich angewendet optisch definitiv das Hautbild verbessern. Und in Kombination mit dem Coffein, dem Hauptinhaltsstoff des Kaffees, kann es eben noch ein weiteres kleines Wunder mehr erzeugen. Denn da Coffein entwässernd auf das Gewebe wirkt und darüber hinaus ein Enzym aktiviert, welches Fett spalten kann, ist dieses Methylxanthin nicht nur in Peelings gegen die lästige Orangenhaut, sondern auch in Cremes sehr gefragt. Das Meersalz hat nicht nur eine positive Gesamtwirkung auf den Organismus, nein, es enthält ebenso viele Mineralien, die Deiner Haut auf die Sprünge helfen können. Vor allem eben das Meersalz entfernt durch seine runden Salzkristalle und die große Struktur die abgestorbenen Hautschüppchen. Darüber hinaus aktiviert es die Mikrozirkulation der Haut. So kann das Cellulite–geschädigte Bindegewebe wieder besser durchblutet werden. Nährstoffe können besser zugeführt und Abfallstoffe günstiger abgeführt werden. Ebenso soll das Meersalz die Aufnahme vieler Wirkstoffe begünstigen, was ja definitiv für die Kaffee–Meersalz–Kombi sprechen würde.

Aber auch der Zitronensaft ist nicht zu verachten. Der hohe Gehalt an Vitamin C wird nicht nur als Wundermittelchen zur Anregung der Verdauung gehypt, auch die antioxidativen Eigenschaften sollten nicht vernachlässigt werden. Freie Radikale haben keine Chance chemische Reaktionen im Körper ablaufen zu lassen und der Saft einer Zitrone hat außerdem eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Die Problemzonen, die mit dem anderen Peeling  behandelt werden, werden zum einen gereinigt aber auch geschmeidiger. Und die Frischhaltefolie hat nicht nur einen Schutzeffekt! Dadurch, dass Deine Haut nach Auftragen des Peelings nicht mehr „atmen“ kann, beginnt sie zu schwitzen. Die Temperatur der eingewickelten Hautpartien steigt merklich an, was dadurch positive Auswirkung auf das Eindringen der natürlichen Inhaltsstoffe Coffein und Ascorbinsäure hat! Na dann, losgewickelt, losmassiert und cellulitelos?!


 

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