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Mit dem Baby durch den Winter - Schutz vor Minusgraden, Sonne & Co.

26. April 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Ja, ich weiß: wir stehen kurz vor dem Sommer! Aber ich hab Euch gerade eben entdeckt und dachte mir, dass ich da mal nachfragen kann. Also: Worauf soll ich achten, wenn ich mit meinen Kleinen im Winter spazieren gehe oder sollte man es lieber meiden mit ihnen rauszugehen?“

Baby abhärten, aber bitte in Maßen!

Gerade junge Eltern sind im Winter häufig überfordert. Gehe ich bei Minusgraden mit meinem Baby an die frische Luft? Wie schütze ich mein Baby vor Kälte? Trotz aller Bedenken: Bitte gehen Sie unbedingt mit Ihrem Baby spazieren. Dies hat einen besonders wichtigen Grund: Das Immunsystem Ihres Kleinen wird schon in den ersten Monaten angelegt. Babys, die ein gutes Immunsystem ausbilden, bleiben im Laufe ihres Leben gesünder und werden seltener krank. Durch das Spazieren bei kalten Temperaturen wird das Baby frühzeitig an die kühle Situation des Winterwetters gewöhnt und der Grundstein für ein starkes Abwehrsystem wird gelegt.

Der Spaziergang bei Minusgraden

Soll ich mit meinem Baby im Winter spazieren gehen? Experten empfehlen bei Minusgraden täglich einen kleinen Spaziergang von 20 Minuten. Das Baby bekommt auch im Winter Sonnenlicht ab, welches für den Aufbau von Vitamin D zuständig und damit für den gesunden Knochenaufbau verantwortlich ist. Gehen Sie also ruhig spazieren und genießen Sie die frische Luft, aber vergessen Sie nicht Ihr Baby wettertauglich anzukleiden. Besonders bei Minusgraden im kalten mitteleuropäischen Winter ist es für Neugeborene, Babys und Kleinkinder besonders wichtig die richtige Kleidungswahl zu treffen. Natürlich soll den Kleinen nicht zu kalt sein, aber es gilt unbedingt darauf zu achten, dass Ihr Baby nicht schwitzt. Gerade verschwitzte Babys können sich bei diesen Temperaturen schnell erkälten. Kontrollieren Sie also die Kleidung Ihres Babys auf diese Faktoren.

Der Zwiebellook

Die Zwiebeltechnik gilt als besonders geeignet, damit das Baby weder friert noch schwitzt. Ziehen Sie dafür Ihrem Kind mehrere Kleidungsstücke übereinander und entfernen Sie, falls es schwitzt, einfach eine Schicht Kleidung. Für einen Aufenthalt im Freien bei Minusgraden können Sie Ihrem Baby zum Beispiel ein Unterhemd, ein T-Shirt, zwei Pullover und eine dicke Daunenjacke anziehen, die Sie dann bei Bedarf nach und nach ausziehen können, wenn Sie spüren, dass Ihr Baby schwitzt.

Woher weiß ich ob meinem Baby zu warm oder zu kalt ist?

Das können Sie einfach im Nacken des Babys testen. Fassen Sie mit einer Hand an den Nacken. Der Nacken sollte immer schön warm sein. Wenn er sich feucht und schwitzig anfühlt, ist Ihrem Baby zu warm und Sie sollten ihm Kleidung entfernen. Das Gesicht und die Hände des Babys dürfen sich bei diesen Temperaturen ruhig etwas kühl anfühlen. Kontrollieren Sie aber dennoch häufiger, ob das Baby sich nicht vielleicht doch dort verkühlt. Babys und Kleinkinder sollten bei Minusgraden immer eine Mütze tragen, damit nicht zu viel Körperwärme über die große Oberfläche des Kopfes abgegeben wird. Schließen Sie das Verdeck des Kinderwagens und wärmen Sie die Liegefläche Ihres Babys mit einer Wärmflasche vor, wenn es sehr kalt ist.

Strapazierte Babyhaut

Die Haut eines Babys ist bis zu fünfmal dünner als die Haut eines Erwachsenen und benötigt aus diesem Grund eine besonders intensive Pflege in den Wintermonaten. Was bereits bei Erwachsenen während des Winters zu Hautproblemen führt, gilt noch stärker für das Baby: Kalte Luft, Regen und Kälte und trockene Heizungsluft trockenen die Haut schnell aus. Cremen Sie deshalb vor jedem Spaziergang im Freien Gesicht und Hände Ihres Babys mit einer Creme mit hohem Fettanteil ein. Einige Anbieter produzieren spezielle Wind-und-Wetter-Cremes für Kleinkinder, die sehr zu empfehlen sind. Achten Sie aber unbedingt auf die Inhaltsstoffe, um die empfindliche Haut des Babys nicht noch mehr zu reizen. Eine gute Creme enthält keine Parfüms oder künstliche Duftstoffe und keine PEG-Derivate.

Und der Sonnenschutz nicht zu vergessen!

Je nach Aufenthaltsdauer im Freien und nach Wetterlage ist es ratsam auch im Winter einen Sonnenschutz für Ihr Baby zu verwenden. Leider wird die Intensität der UV-Strahlung im Winter häufig unterschätzt und Eltern wundern sich, wenn Ihr Baby plötzlich im Winter einen Sonnenbrand bekommt. Empfehlenswert ist eine Creme mit einem LSF von 15 für kurze Aufenthalte im Freien. In Drogeriemärkten werde spezielle Kälteschutzcremes mit UV-Schutz angeboten.


 

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