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Medikamente gegen Cellulite?

18. Juni 2013

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Helfen Medikamente gegen Cellulite?


Rund 80% aller Frauen haben mit der ungewünschten Dellenbildung an Po, Beinen, Bauch und Armen zu kämpfen. Nur die wenigsten möchten sich mit der lästigen Orangenhaut abfinden und die Beulen kampflos akzeptieren. Besonders im Frühjahr kommen daher immer wieder neue „Wundermittel“ auf den Markt, die eine schnelle Besserung des Erscheinungsbilds versprechen. Neben diversen Cremes, Massagegeräten und Cellulitehosen werden auch immer wieder Tabletten und Kapseln angepriesen, die ungeliebte Cellulite bekämpfen sollen. Doch was bringen diese Produkte eigentlich?

Gibt es wirklich Medikamente, die gegen Cellulite helfen?

Ein Medikament dient definitionsgemäß der Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten. Da Cellulite jedoch keine Krankheit ist, sondern lediglich ein kosmetisches Problem darstellt, werden auch keine Cellulite-Medikamente angeboten. Es gibt allerdings zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, die frei verkäuflich und für jeden zugänglich sind  ̶  auch ohne Rezept vom Arzt.

Welche Nahrungsergänzungsmittel es gibt

Es werden zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die auf verschiedenen Theorien aufbauen. Welche dies sind und was die Präparate bewirken können, erfahrt ihr in den folgenden Punkten:

Säure-Basen-Mittel

Die erste Gruppe dient der sogenannten Entsäuerung des Körpers zum Wiederherstellen des ausgeglichenen Säure-Basen-Haushaltes. Die Theorie dahinter besagt, dass Cellulite infolge einer Übersäuerung des Körpers entsteht. Dies soll durch die Ansammlung sogenannter Stoffwechselschlacken begünstigt werden. Stoffwechselschlacken bilden sich – sofern man dieser Theorie glaubt – durch die erhöhte Zufuhr Säure bildender Lebensmittel wie Zucker und Alkohol sowie tierischer Produkte. Präparate, die der Entsäuerung und der Ansammlung von Stoffwechselschlacken entgegenwirken sollen, sind in Form von Tabletten, Kapseln und Pulvern erhältlich. Auch diverse Tees werden angeboten. Das Problem bei dieser Theorie: Sie ist bis heute nicht wissenschaftlich belegt. Viele Mediziner und Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Körper nicht übersäuern kann und halten somit auch die Ansammlung von Stoffwechselschlacken für unrealistisch. Das Positive ist jedoch, dass viele Menschen, die überzeugt von der Theorie sind, ihre Ernährung grundlegend umstellen. Süßigkeiten, Knabbersachen und sehr fette Lebensmittel werden ebenso wie Alkohol vom Speiseplan gestrichen. Dies bewirkt in den meisten Fällen eine Gewichtsabnahme sowie ein besseres Körpergefühl. Allein durch die Gewichtsabnahme kann die Cellulite in ihrer Ausprägung verringert werden.

Bindegewebsaufbau

Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Cellulite durch gut genährte Fettdepots und Bindegewebsschwäche entstehen kann. Häufig treten beide Symptome gleichzeitig auf. Jedoch haben auch normalgewichtige Frauen mit Cellulite zu kämpfen, was unter anderem auf eine Bindegewebsschwäche zurückzuführen ist. Es macht also durchaus Sinn, die Bindegewebsfasern zu kräftigen und somit zu verhindern, dass sich Fett zwischen den Bindegewebsschichten hindurchdrücken kann. Neben Vitamin C und E wird überwiegend Kieselerde zur Bekämpfung der lästigen Dellen angeboten. Diese Präparate sollen gleichzeitig für feste Fingernägel und gesundes, volles Haar sorgen. Kieselsäure (Siliciumdioxid) ist Bestandteil des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Stützapparates und kann das Bindegewebe tatsächlich stabilisieren und so für straffere, glattere Haut sorgen. Kolloidal vorliegende Kieselsäure soll vom Körper besser aufgenommen werden als die typische Kieselerde, die in Drogerien und Supermärkten in Kapseln gekauft werden kann. Hier kann vor allem der Silicea Balsam von Hübner empfohlen werden.

Die Pille und Cellulite

Es gibt jedoch tatsächlich ein Medikament, das Einfluss auf die Entstehung von Cellulite haben kann: die Pille. Sie bewirkt jedoch keine Besserung, sondern führt in vielen Fällen zu einer Verschlechterung der Orangenhaut. Viele Pillenpräparate enthalten das Geschlechtshormon Östrogen. Dieses Hormon wird auch in der Schwangerschaft gebildet und soll den Körper auf die diese vorbereiten. Es sorgt dafür, dass das Bindegewebe weicher wird und an Spannkraft verliert. In der Schwangerschaft ist dieser Effekt durchaus erwünscht, nicht aber in anderen Lebenssituationen. Wer feststellt, dass sich aufgrund der Pilleneinnahme Cellulite bildet, kann auf eine östrogenfreie Variante umsteigen.

Fazit

Einige Nahrungsergänzungsmittel können bei der Behandlung von Cellulite durchaus nützlich sein. Ein Großteil der Präparate fällt jedoch in die Kategorie „Geldmacherei“. Die wirkungsvollste Methode der lästigen Orangenhaut den Kampf anzusagen, ist immer noch der langsame Abbau der Fettpolster, verbunden mit einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung und Sport. Unterstützend können Massagen sinnvoll sein sowie die Einnahme von Kieselsäure in kolloidaler Form.


 

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