Sie sind hier: Kosmetik.org » Anwendungen » Die Kunst des Brauenzupfens

Back to Top





Eine Freundin hat mir gestern beim Kaffee trinken von der Detox-Kur erzählt und bei mir großes Interesse geweckt. Sie hat Anfang des Jahres selbst eine solche Kur gemacht und war ganz begeistert. Je [...] mehr lesen »

Hallo! Ich brauch unbedingt mal wieder ´nen neuen Look für meine Nägel. Ich mag´s gerne auffällig und muss immer mal wieder was Neues ausprobieren. Ich gehe ab und an ins Nagelstudio, leg aber au [...] mehr lesen »

Hey! Ich hab da mal eine lustige Frage. Zumindest finde ich das ziemlich lustig, was mir eine Freundin da gegen meine Erkältung geraten hat. Sie meinte, dass sogenannte Ohrenkerzen helfen könnten. O [...] mehr lesen »

Hallo, liebe Schönheitsexperten! Ich hätte da mal eine Frage zu Fingernägeln. Seit es Nagelstudios gibt, muss man die ja nicht mehr selbst wachsen lassen. Ich hab mir bisher auch immer künstliche [...] mehr lesen »

Die Kunst des Brauenzupfens

15. April 2014

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Brauenzupfen leicht gemacht


Hier kommt eine kosmetisch echt heikle Frage an die Experten. Es geht nämlich um das Brauenzupfen. Also ich hab da echt meine Probleme damit. Früher hab ich gar nicht gezupft und die Brauen einfach wuchern lassen. Bis meine Freundin mich mal drauf aufmerksam gemacht hat, dass das gar nicht schön aussieht. Sie hat das auf eine sehr liebevolle Art getan, indem sie mir einen Gutschein für die Kosmetikerin geschenkt hat. Nachdem ich diesen eingelöst hatte, wusste ich, was sie meinte. Seitdem möchte ich meine Brauen eigentlich immer gezupft haben, aber auf Dauer ist die Kosmetikerin mir dafür zu teuer. Und selbst krieg ich´s einfach nicht so schön hin. Habt ihr mir vielleicht die ultimativen Tipps, damit ich zum Do-it-Yourself-Zupfen übergehen kann?

Ja ja, das mit dem Brauenzupfen ist schon eine verzwickte Sache. Mit dem perfekten Brauenschwung haben viele Frauen Probleme. Erst tut es schweineweh und dann ist das Ergebnis oft auch noch verkorkst. Da geben viele Zupferinnen auf und lassen, so wie Du früher, die Brauen einfach wuchern. Das sieht aber leider nur bei den Wenigsten richtig gut aus. Denn die Zahl derer, die von Natur aus perfekt geschwungene Augenbrauen besitzen, ist verschwindend gering. Die meisten Frauen müssen also leider nach dem Motto ‚Wer schön sein will, muss leiden‘ handeln und regelmäßig die Pinzette ansetzen. Dafür gibt es aber natürlich schon ein paar gute Tipps, die das Ergebnis optimieren und die Pein lindern.

Gibt es Alternativen zum Zupfen?

Mit dem Rasierer ist die Prozedur zwar weniger schmerzhaft, ein schönes Ergebnis kriegt man damit aber leider auch nicht hin. Bleibt nur noch das Permanent-Make-up. Das sieht aber wenig natürlich aus und entspricht somit überhaupt nicht dem aktuellen Trend. Mit Zupfen bekommt man die Brauen einfach am besten so hin, dass sie natürlich schön aussehen. In diesen sauren Apfel muss man also beißen, wenn man ein perfekt gestyltes Make-up anstrebt.

Die perfekte Form

Da Du ja bereits zum Zupfen bei der Kosmetikerin warst, solltest Du die perfekte Form für Deine Brauen kennen. Andere Frauen finden die optimale Länge mit dem Bleistift-Test heraus. Den hält man dafür senkrecht neben die Nase und zwar auf der Höhe des Augeninnenrandes. Härchen, die nun zwischen dem Bleistift und der Nase hervorschauen, müssen weggezupft werden. Dann wird der Stift vom Nasenflügel an den Augenaußenwinkel gelegt. Wo der Stift die Brauen kreuzt, sollte der Bogen aufhören. Alle Härchen, die überstehen, müssen also auch weg. Beim Bogen kann man sich am natürlichen Brauenwachstum orientieren. Die Devise sollte immer heißten ‚Weniger ist mehr‘. Denn wenn man zu wenig gezupft hat, kann man zum Schluss immer noch nachbessern. Wie breit Du Deine Brauenkurve stehen lässt, ist Geschmackssache. Extrem dünne Linien sind aber wegen der Sache mit der Natürlichkeit total out. Wer langsam beginnt, kann sich mit der Zeit an seine Ideallinie herantasten. Wichtig ist, dass der Bogen nach außen hin schmal ausläuft. Um die Stelle zu finden, an der Dein Brauenbogen seine Kurve bekommen sollte, kannst Du wieder einen dünnen Stift benutzen. Den legst Du am Nasenflügel an und führst ihn über Deine Pupille bis zur Braue. Dort wo der Stift den Bogen kreuzt, gehört die Kurve hin. Bevor Du nun mit dem Zupfen beginnst, solltest Du Deine Augenbrauen mit einem kleinen Bürstchen in Form kämmen. Dann hast Du schon mal eine Orientierung. Die spätere Linie mit einem Augenbrauenstift vorzeichnen, damit ein symmetrisches Ergebnis herauskommt.

Und nun geht´s ans Zupfen

Am besten legst Du direkt nach dem Duschen Hand an Deine Brauen. Denn wegen der Wärme haben sich dann die Haarwurzlen geweitet und die Härchen lassen sich leichter ausrupfen. Außerdem ist nach der Dusche kein Fett auf Haut und Haar, so dass die Brauen sich besser fassen lassen. Allerdings nur mit einer wirklich guten Pinzette. Lass Dich am besten in einem Fachgeschäft beraten und spare nicht an dieser Investition. Gezupft wird am oberen Brauenrand und nicht darunter. So kommt das Endergebnis am natürlichsten heraus. Achtung: Niemals unmittelbar vor dem Ausgehen zupfen! Denn nach der Prozedur sind die behandelten Hautstellten gerötet und vielleicht sogar leicht geschwollen. Wenn Du also abends ausgehen willst, solltest Du Deine Zupfprozedur auf den Vormittag legen.

Noch mehr Tipps

Wenn´s allzu sehr weh tut, vergiss die Dusche und kühle die Brauen vor der Behandlung lieber mit einem Eiswürfel. Das betäubt den Schmerz ein wenig. Für sehr empfindliche Frauen ist diese Methode zu empfehlen. Um die Härchen besser fassen zu können, solltest Du die Haut unter Spannung halten, also mit Zeigefinger und Daumen auseinander ziehen. Gezupft wird immer in Wuchsrichtung, so geht´s leichter. Die hellen und ganz feinen Härchen solltest Du lassen, wo sie sind. Denn das Zupfen würde den Wuchs hier nur noch verdichten. Außerdem fallen diese Härchen sowieso nicht weiter auf.

Und wenn´s schief geht?

Na, das kann natürlich immer mal passieren. Ist aber kein Beinbruch, denn eine Korrektur mit dem Brauenstift ist möglich. Dafür solltest Du aber niemals malen, sondern immer nur leicht stricheln. Das wirkt natürlicher. Der Stift muss unbedingt die gleiche Farbe haben wie Deine Brauen, sonst fällt die Korrektur auf. Besonders dann, wenn Du mit einer dunkleren Nuance nachhilfst.

Fazit der Redaktion

Brauen zupfen selbst gemacht – Das wird Dir mit unseren Tipps bestimmt gelingen. Schick uns doch mal ein Foto!


 

Kommentare