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Was hilft wirklich gegen Haarspliss?

4. November 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

So gehört Haarspliss der Vergangenheit an


Liebes Kosmetik-Team, ich habe ein echt haariges Problem und brauche wirklich dringend Eure Hilfe. Ihr seid meine letzte Hoffnung, bevor die Friseurschere zum Einsatz kommt. Also ich hab ziemlich lange Haare und würde die eigentlich auch gerne behalten. Mein Problem ist vermehrter Spliss, je länger die Haare werden, desto mehr Spalten sich auch die Spitzen. Manche sind nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals gespalten. Was kann  man da tun? Ist in diesem Zustand überhaupt noch was zu machen außer Schnipp-Schnapp? Ich wäre Euch echt dankbar für einen guten Tipp. Und falls ich doch zum letzten Mittel greifen muss, dann sagt mir doch bitte, wie ich dieses strubbelige Endstadium beim nächsten Mal verhindern kann. Danke!

Das, was Du Endstadium nennst, ist leider bei sehr langen Haaren gar kein unüblicher Zustand. Wenn Du Dir überlegst, dass Deine Haare etwa zwei bis drei Zentimeter im Monat wachsen, müssen die Spitzen schon ziemlich alt sein. Die haben also auch bereits so einiges mitgemacht. Waschen, Föhnen, Stylen, Färben, Locken oder Glätten, all diesen Belastungen sind Haare nun mal ausgesetzt – zumindest bei den meisten Frauen.

Warum spalten sich die Haarenden?

Neben den oben aufgeführten Strapazen führen bestimmte Alltagsbelastungen besonders häufig zu gespaltenen Haarspitzen. Die mechanische Reibung an Kleidungsstücken ist vor allem bei schulterlangen Haaren ein Problem. Auch durch falsche Kämme oder Bürsten mit scharfen Kanten kann die Haarstruktur geschädigt werden. Hier solltest Du auf hochwertige Produkte achten. Wind und Sonne sind weitere Stressfaktoren fürs Haar. Auch mit Haargummis kannst Du Deine Haare schädigen. Benutze niemals Haushaltsgummis, sondern nur dicke und beschichtete Exemplare, die speziell für die Haare hergestellt wurden. Allzu viel Chemie im Haar kann ebenso  Spliss hervorrufen. Ständiges Blondieren oder regelmäßige Dauerwellen sind purer Stress für die Haarstruktur.

Das hilft wirklich!

Wunder gegen Spliss darfst Du nicht erwarten. Gespaltene Spitzen schließen sich nicht wieder und müssen radikal abgeschnippelt werden. Wenn Du Dir Deine Haare aber nun bis zur gesunden Substanz schneiden lässt, gibt es einiges, was Du zur Verhütung erneuter Spaltung tun kannst. Also wage einmal den radikalen Schritt und schau dann positiv in die Zukunft. Denn da wartet eine lange und gesunde Haarpracht auf Dich.

  • Die Haarwäsche

Verwende niemals zu heißes, sondern lieber lauwarmes Wasser zum Haare waschen. Nach dem Schwimmen im Meer oder im gechlorten Schwimmbad solltest Du immer mit klarem Wasser nachspülen. Auch die Haarpflegeprodukte müssen unbedingt immer sorgfältig ausgespült werden. Wasch Dir Deine Haare nicht zu oft, denn auch das ist eine unnötige Beanspruchung. Für die Pflege von splissgefährdetem Haar eignen sich am besten milde Produkte, die genügend Feuchtigkeit spenden. Eine regelmäßige Haarkur solltest Du auf jeden Fall anwenden.

  • Das Trocknen

Die schonendste Methode zum Haare trocknen ist natürlich das Lufttrocknen. Wenn Du dennoch einen Föhn benutzen möchtest, stelle ihn nicht zu heiß ein. Auch auf unterer Stufe lassen sich Deine Haare stylen, es dauert nur etwas länger. Diese Geduld solltest Du aber für Deine Haargesundheit aufbringen. Ein Föhn ohne Temperaturregulierung sollte für Dich nicht in Frage kommen.

  • Das Styling

Du darfst Deine Haare nur sanft kämmen oder bürsten, keinesfalls solltest Du dabei reißen oder ziehen. Vor allem bei nassem Haar musst Du vorsichtig sein. Auch beim Abtrocknen mit dem Handtuch bitte nicht zu stark rubbeln. Torturen wie den Lockenstab, das Glätteisen oder das Toupieren solltest Du Deinem Haar nur im Ausnahmefall antun. Auch für das Styling gibt es milde Produkte, die zusätzliche Feuchtigkeit spenden.

Do it Yourself!

Für die Pflege Deiner strapazierten Haare stehen Dir nicht ausschließlich die Produkte aus dem Drogeriemarkt zur Verfügung. Du kannst Dir auch selbst pflegende Pasten anrühren, die garantiert chemiefrei sind und Deine Haare schonend  pflegen. Hier zwei Beispiele für pflegende Ölkuren:

  • Zwei Esslöffel Olivenöl mit einem Teelöffel Honig und einem Ei cremig rühren. Diese Masse gleichmäßig ins Haar einmassieren und etwa eine halbe Stunde einwirken lassen. Danach sehr gut ausspülen.
  • Klettenwurzelöl aus der Apotheke abends vor dem Schlafen gehen in den Haaren verteilen und über Nacht einwirken lassen. Am Morgen danach die Haare zweimal gründlich waschen, um das Öl wieder zu entfernen.

Generell kannst Du den pflegenden Effekt von Haarkuren dadurch intensivieren, dass Du Dir ein warmes, feuchtes Handtuch zum Einwirken um den Kopf bindest. Darüber kannst Du auch noch Alufolie wickeln, das hält die Wärme noch länger im Haar und vermeidet feuchte Flecken, wenn Du Dich irgendwo anlehnst.

Fazit der Redaktion

Haarspliss ist ein weit verbreitetes Problem bei Frauen mit langen Haaren. Leider bekommt man eine gespaltene Spitze nicht wieder zusammen. Die muss also ab. Und zwar am besten regelmäßig. Das wirksamste Mittel gegen Spliss ist das turnusmäßige Nachschneiden, alle sechs Wochen oder zumindest alle drei Monate. Beherzigst Du diesen Ratschlag in Zukunft und wendest außerdem die oben genannten Pflegetipps an, kannst Du Dich bald über eine gesunde, wallende Mähne freuen.


 

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