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Propylparaben 

PropylparabenIm Folgenden wird der Konservierungsstoff Propylparaben detailliert thematisiert und von allen Seiten beleuchtet. Die in vielen Kosmetika enthaltene Substanz gilt als äußerst effektiv, jedoch werden zunehmend kritische Stimmen bezüglich der gesundheitlichen Verträglichkeit laut. 

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 Propylparaben – was ist das genau?

Propylparaben ist ein häufiger Inhaltsstoff von Kosmetik. Er wirkt konservierend und parfümierend, schützt also kosmetische Erzeugnisse vor mikrobiellem Verderb und verbessert den Geruch. Propylparaben befindet sich unter anderem in Lotionen, Cremes, Gesichts- und Rasierwassern, Deos, Haarstylingprodukten, Shampoos, Seifen, Zahnpasten, Mundwassern und Sonnenschutzmitteln. Darüber hinaus findet man die Substanz in Arzneimitteln, Backwaren, Limonaden, Marmeladen, Fleischkonserven, Ketchup, Säften und Molkereiprodukten. Bei Konservierungsmitteln wie Propylparaben handelt es sich um antimikrobielle Biozide, die zur Ausschaltung von Mikroorganismen dienen. Sie werden eingesetzt, wenn physikalische Konservierungsmethoden alleine nicht ausreichen.

Wie schädlich, gefährlich oder gar krebserregend ist Propylparaben?

Begründet durch ihre hormonaktive Wirkung werden Parabene häufig mit der Entstehung von Schwankungen im Hormonhaushalt in Verbindung gebracht. Jedoch haben Studien dies noch nicht zweifelsfrei bewiesen. Allergische Reaktionen können entstehen, jedoch ist dies äußerst selten. Sehr stark gerieten Parabene im Jahr 2004 in die Kritik, als eine wissenschaftliche Studie sie mit dem Auftreten von Brustkrebs in Verbindung brachte. Wissenschaftler hatten im Tumorgewebe Spuren von Parabenen ausfindig gemacht. Diese Studie ist jedoch äußerst umstritten. Beispielsweise war die untersuchte Gruppe mit 20 Probanden äußerst klein und es gab darüber hinaus keine gesonderte Kontrollgruppe, was für gewöhnlich der Standard in pharmazeutischen Kontrollen ist. Der aktuelle Stand der Wissenschaft ist somit, dass zwischen Parabenen und Brustkrebs keine direkte Verbindung besteht. Ebenfalls soll für Kinder im Regelfall kein erhöhtes Risiko bestehen. Eine Ausnahme stellen Säuglinge bis zum Alter von sechs Monaten dar, da sie häufiger im Bereich der Windel Hautreizungen aufweisen. Die Haut lässt Parabene dort einfacher durchdringen als im Regelfall. Um ein Risiko komplett auszuschließen, sollte bei wunden Säuglingen auf Parabene beinhaltende Salben verzichtet werden.

Was rät das Bundesinstitut für Risikobewertung?

Das BfR rät, Produkte mit Propylparaben nur zu konsumieren, wenn die Konzentration 0,19 % nicht übersteigt

 Kosmetik mit Propylparaben nutzen oder auf Kosmetik ohne Propylparaben setzen?

Der Wirkstoff ist gesetzlich nicht verboten, sodass es im Ermessen des Verbrauchers liegt, ob er Kosmetika mit Propylparaben konsumiert. Es ist empfehlenswert, auf den Rat des Bundesinstituts für Risikobewertung – kurz BfR – zu hören und auf eine maximale Propylparaben-Konzentration von 0,19 % zu achten. 

Alternativen zu Kosmetika, die Propylparaben oder ähnliche Wirkstoffe enthalten

Es ist durchaus möglich, auf Propylparaben und vergleichbare Parabene zu verzichten. Beispielsweise kann auf Naturkosmetik oder -pflege umgestiegen werden. Diese beinhaltet in aller Regel keine Parabene. Trotzdem sollten die Inhaltsstoffe auf der Produktverpackung geprüft werden. Es sollte darüber hinaus beachtet werden, dass auch Inhaltsstoffe von Naturkosmetik eine Allergie auslösen können. Es existieren eine Reihe von Marken, welche bewusst auf Parabene verzichten. Dazu gehören zum Beispiel alle Kosmetika, die ein Siegel von NaTrue, ECOCERT, BDIH, Demeter oder CosmeBio tragen. Beachten Sie in jedem Fall, dass „ohne Parabene“ nicht automatisch „ohne Konservierungsstoffe“ heißt. Zahlreiche Hersteller nutzen andere Mittel, damit ihre Produkte haltbar bleiben. Dabei werden auch Substanzen eingesetzt, deren potenzielles Risiko deutlich höher ist als das von Parabenen – zum Beispiel Formaldehyd.

Vergleichbare Wirkstoffe wie Propylparaben

  • Methylparaben:  Methylparaben wird als Konservierungsstoff in diversen Kosmetikprodukten eingesetzt. Methylparaben verhindert, dass Kosmetika oder Arzneimittel von Keimen befallen werden. Methylparaben wirkt zuverlässig, jedoch wurden in der Vergangenheit Stimmen von Ärzten laut, die Methylparaben für schädlich halten. Die Webplattform Hautschutzengel stuft Methylparaben als bedenklich ein.
  • Isobutylparaben: Die Substanz wird von Ärzten als sehr bedenklich eingestuft. Deshalb ist der Wirkstoff in der gesamten EU verboten. Isobutylparaben bewahrt Kosmetik-Produkte vor mikrobiellem Verderb.
  • Isopropylparaben: Der Wirkstoff wird seitens Codecheck als sehr bedenklich eingestuft. Diese Ansicht vertreten auch sämtliche Gesundheitsinstitutionen, weshalb die Substanz innerhalb der EU verboten ist. Isopropylparaben wirkt konservierend, hemmt also insbesondere die Entstehung von Mikroorganismen in diversen Kosmetika. 
  • Butylparaben: Der Inhaltsstoff wirkt konservierend und maskierend. Er reduziert bzw. beseitigt den Grundgeschmack- oder geruch eines Kosmetik-Produkts. Darüber hinaus hemmt Butylparaben die Entstehung von Mikroorganismen. Der Inhaltsstoff ist hormonell wirksam und wird von Ärzten daher als bedenklich angesehen.

Wie erkennt der Verbraucher, ob ein Produkt Propylparaben oder vergleichbare Parabene beinhaltet?

Parabene müssen in Deutschland auf der Liste bzw. Übersicht der Inhaltsstoffe angegeben werden. Bei Unklarheiten kann der Händler um Auskunft gebeten werden. Auch Ärzte, Apotheker sowie die Verbraucherzentrale informieren bereitwillig. Des Weiteren hält das Internet zahlreiche Informationen bereit. So bietet beispielsweise die Plattform Codecheck (https://www.codecheck.info/) umfangreiche Fachinformationen über sämtliche Kosmetik-Inhaltsstoffe. Auch die Website Hautschutzengel (https://www.hautschutzengel.de/) klärt detailliert über Kosmetika und deren Inhaltsstoffe auf. 

Propylparaben – wo enthalten? Und wie lautet die genaue Definition?

  • Wo enthalten?

Propylparaben darf für die Konservierung von Kosmetika eingesetzt werden. Oft kommt dieser Konservierungsstoff in Kosmetika mit einer wässrigen Basis zum Einsatz. Feuchtigkeit spendende Hautcremes, Shampoos, Duschgels und Lotionen können diesen Konservierungsstoff enthalten. Da Parabene eine vergleichbare Struktur wie das Hormon Östrogen aufweisen und bereits in Brusttumoren nachgewiesen wurden, raten zahlreiche Ärzte vom Gebrauch von Kosmetikprodukten mit Parabenen ab. Neben Kosmetika können auch Tabakwaren und Arzneimittel Propylparaben enthalten.

  • Definition

Propylparaben (Propyl-p-hydroxybenzoat) gehört zu den sogenannten Parabenen. Dabei handelt es sich um Ester der para-Hydroxybenzoesäure. Parabene sind chemische Verbindungen aus der Gruppe der Hydroxybenzoesäuren und substituierten Phenole. 

Propylparaben Propylparaben – ein Fazit

Propylparaben ist ein Konservierungsstoff, der in zahlreichen Kosmetika verwendet wird. Als Beispiele seien an dieser Stelle Lotionen, Deos, Shampoos, Hautcremes und Duschgels genannt. In seiner Funktion gilt der Wirkstoff als äußerst effektiv. Propylparaben besitzt eine chemische Ähnlichkeit mit den Wirkstoffen Methylparaben, Butylparaben, Isobutylparaben und Isopropylparaben. Propylparaben wird von vielen Ärzten kritisch betrachtet, da es hormonaktiv wirkt. Die Auswirkungen dieser hormonaktiven Wirkung sind noch nicht eindeutig geklärt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung – kurz BfR – rät ausdrücklich, auf eine maximale Propylparaben-Konzentration von 0,19 % zu achten. Propylparaben in Kosmetika ist seitens der Gesetzgebung nicht verboten, sodass es im Ermessen des Verbrauchers liegt, ob er Parabenen vertraut oder sie doch lieber meidet. Äußerst intensiv gerieten Parabene im Jahr 2004 in die Kritik, als eine wissenschaftliche Studie eine Verbindung zwischen Parabenen und dem Auftreten von Brustkrebs festgestellt haben wollte. Wissenschaftler hatten im Tumorgewebe Spuren von Parabenen gefunden. Diese Studie wird von zahlreichen Ärzten und Gesundheitsinstitutionen jedoch kritisch beäugt, da viele Standards für wissenschaftliche Studien nicht eingehalten wurden. Parabene unterliegen in Deutschland der Pflicht, auf der Liste der Inhaltsstoffe ausgewiesen werden. Bei offenen Fragen kann der Verkäufer um Informationen gebeten werden. Auch Ärzte, Apotheker sowie die Verbraucherzentrale können dem Verbraucher offene Fragen beantworten. 

Wer auf Propylparaben und ähnliche Wirkstoffe verzichten will, dem stehen zahlreiche Alternativen zur Verfügung. So kann zum Beispiel auf Naturkosmetik oder -pflege übergewechselt werden. Diese beinhaltet zumeist keine Parabene. Dennoch sollten die Inhaltsstoffe sorgfältig geprüft werden. Es sollte des Weiteren beachtet werden, dass auch Inhaltsstoffe von Naturkosmetik allergische Reaktionen hervorrufen können. Es gibt viele Marken, die bewusst auf Parabene verzichten. Dazu gehören beispielsweise alle Kosmetik-Produkte, welche ein Siegel von ECOCERT, NaTrue, Demeter, BDIH oder CosmeBio aufweisen können.


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