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Isopropylparaben

isopropylparabenIm Folgenden ist Isopropylparaben Thema und wird von allen Seiten beleuchtet. Bei Isopropylparaben handelt es sich um ein Konservierungsmittel, welches insbesondere für die Hemmung der Entstehung von Mikroorganismen in kosmetischen Mitteln entwickelt wurde. Der Wirkstoff synthetischen Ursprungs ist in Kosmetik einem Verbot unterlegen, das innerhalb der gesamten EU gilt. Grund hierfür ist die hormonelle Wirkung von Isopropylparaben, die laut zahlreichen Medizinern die Gesundheit des Verbrauchers gefährdet

Hormonell wirksame Parabene in kosmetischen Mitteln

Ob Gesichtscreme oder Duschgel – in zahlreichen täglich verwendeten Produkten befinden sich Inhaltsstoffe, die potenziell schädlich sind. Konservierungsstoffe wie Isopropylparaben machen Produkte haltbarer. Gefährliche Nebenwirkungen sind bei Inhaltsstoffen wie diesem möglich. Doch was bewirken hormonell wirksame Parabene?

Die Inhaltsstoffe wirken im Körper wie natürliche Hormone und greifen in hormonelle Abläufe ein oder bringen diese durcheinander. Sie werden mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht, welche in den vergangenen Jahren weltweit verstärkt auftreten (bestimmte Krebsarten, Fruchtbarkeitsstörungen). Insbesondere Föten, Kleinkinder und Pubertierende sind von hormonell wirksamen Chemikalien gefährdet.

In einem Kosmetik-Test der Umweltorganisation Global 2000 wurden bei über 500 im österreichischen Handel erhältlichen Produkten die Inhaltsstoffe überprüft. Das Ergebnis: Etwa elf Prozent der untersuchten Zahnpasten, 40 Prozent der Rasierwasser und 21 Prozent der Bodylotions enthielten hormonell wirksame Chemikalien. Es ist davon auszugehen, dass die Werte in Deutschland und der Schweiz ähnlich sind – in allen drei Ländern werden ähnliche Kosmetika verkauft.

Parabene sind endokrin aktive Stoffe, was bedeutet, dass sie im Körper wie Hormone wirken – oft gleichermaßen wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Sie werden in Kosmetikprodukten meist als Konservierungsmittel eingesetzt. Am häufigsten kommt Methylparaben zum Einsatz, was im Gegensatz zu Isopropylparaben innerhalb der EU in kosmetischen Mitteln legal ist.

Bei Zahnpasten und Bodylotions machen die Parabene Ethylparaben, Methylparaben, Butylparaben und Propylparaben den größten Teil der hormonell wirksamen Inhaltsstoffe aus. Bei Aftershaves werden zumeist die UV-Filter und UV-Absorber Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenone-3 verwendet.

Seit Juli 2015 sind gewisse Konservierungsmittel in kosmetischen Produkten seitens der EU eingeschränkt worden oder wurden gänzlich verboten.

Methylchloroisothiazolinon und Methylisothiazolinon (MCI/MI) dürfen in kosmetischen Produkten, welche sich nicht abspülen lassen (beispielsweise Lotionen, Cremes) nicht mehr eingesetzt werden. In Duschgels und Shampoos sind nur noch sehr geringe Mengen erlaubt. Butylparaben und Propylparaben sind in Produkten für Kinder unter drei Jahren im Windel-Bereich verboten. Wiederum für andere Produkte gelten neue Maximalgrenzen. Schon zu Jahresbeginn 2015 hat die EU-Kommission die Verwendung von fünf Parabenen in Kosmetika verboten. Dabei geht es neben Isopropylparaben um Isobutylparaben, Phenylparaben, Benzylparaben und Pentylparaben. Grund ist, dass nicht ausreichend Daten für eine Neubewertung vorhanden waren. Produkte, welche nach dem 30.10.2014 auf den Markt gebracht wurden, müssen frei von den zuvor aufgezählten Wirkstoffen sein.


 

isopropylparaben

Gesunde Kosmetik selbst herstellen

Komplette Transparenz in puncto Inhaltsstoffe erhalten Sie, wenn Sie Ihre Kosmetik selber herstellen. Frisch zubereitete Kosmetika benötigen keine synthetischen Duftstoffe, Farb- und Konservierungsstoffe und Emulgatoren. Sie sind darüber hinaus frei von Palmöl, Mikroplastik, und es sind keine Tierversuche nötig. Die Herstellung ist deutlich weniger aufwendig, als man annehmen könnte. Des Weiteren entscheiden Sie selbst, mit welchen Substanzen Sie Ihre Haut pflegen wollen.

„Ohne Parabene“ bedeutet nicht gleich unschädlich.

Einige Hersteller annoncieren Ihre Produkte mit dem Begriff „Ohne Parabene“. In dem Fall sind zwar tatsächlich keine Parabene enthalten, dafür werden häufig andere, ebenfalls bedenkliche Konservierungsmittel genutzt. In zertifizierten Naturkosmetik-Produkten hingegen sind keine schädlichen Konservierungsmittel enthalten.

Zertifizierte Naturkosmetik erkennen

Wer kosmetische Mittel nicht selbst herstellen und stattdessen auf Naturkosmetik setzen möchte, sollte beim Erwerb auf Qualitätssiegel für Natur- bzw. Biokosmetik achten. BDIH steht für zertifizierte Naturkosmetik und enthält ausschließlich Rohstoffe aus biologischem Anbau. Das Siegel NaTrue wird in drei Qualitätsstufen (Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil und Biokosmetik) vergeben. Ecocert vergibt zwei Siegel, eines für Naturkosmetik und eines für Biokosmetik. Mit diesen Qualitätssiegeln zertifizierte Kosmetika sind frei von Parabenen, Paraffinen, synthetischen Konservierungsmitteln, PEGs, synthetischen Farb- und Duftstoffen und anderen Produkten aus Erdöl.

Ähnliche Wirkstoffe wie Isopropylparaben

  • Methylparaben: Die Substanz wird in diversen Kosmetika als Konservierungsmittel eingesetzt. Methylparaben hemmt den Keimbefall von Kosmetik-Produkten sowie Arzneimitteln. Methylparaben ist enorm wirksam, jedoch wird der Inhaltsstoff von zahlreichen Gesundheitsinstitutionen für schädlich befunden. Die Website Hautschutzengel (www.hautschutzengel.de) stuft Methylparaben als bedenklich ein. Im Gegensatz zu Isobutylparaben ist Methylparaben als Kosmetik-Inhaltsstoff legal. Vorsicht ist dennoch geboten, denn das Risiko einer Allergie besteht.
  • Isobutylparaben: Der Wirkstoff wird von Gesundheitsexperten als äußerst problematisch bewertet, weshalb die Substanz in der gesamten EU in Kosmetik-Produkten verboten ist. Isobutylparaben kann Kosmetika vor mikrobiellem Verderb bewahren.
  • Butylparaben: Die Substanz wirkt konservierend und maskierend. Sie entfernt Grundgeschmack- und geruch von kosmetischen Mitteln. Überdies hemmt der Wirkstoff die Entstehung von Mikroorganismen. Butylparaben ist hormonell wirksam, weswegen er seitens zahlreicher Ärzten als schädlich bewertet wird. Dennoch ist Butylparaben in Kosmetika EU-weit legal.
  • Propylparaben: Die Substanz wirkt konservierend, parfümierend und hemmt die Entwicklung von Mikroorganismen in kosmetischen Produkten. Propylparaben ist hormonell wirksam, was in puncto Gesundheit problematisch ist. So wurde zum Beispiel in einer wissenschaftlichen Studie bei Tieren eine Verringerung der Spermienqualität dokumentiert. Trotzdem ist Propylparaben in kosmetischen Produkten legal.

 

Isopropylparaben? Was ist das und was sollte der Verbraucher wissen? Ein Fazit

Isopropylparaben ist ein Konservierungsstoff, der vor allem für die Hemmung der Entstehung von Mikroorganismen in Kosmetik-Produkten entwickelt wurde. Der Wirkstoff ist hormonell aktiv, was Ärzte und Gesundheitsinstitutionen für äußerst bedenklich halten. Kosmetik mit Isopropylparaben ist innerhalb der EU verboten. Das bedeutet allerdings nicht, dass Kosmetik ohne Isopropylparaben, die jedoch andere Parabene beinhaltet, in puncto Gesundheit unbedenklich ist. Isopropylparaben ist den Parabenen Methylparaben, Butylparaben, Isobutylparaben und Propylparaben chemisch sehr ähnlich. Kosmetikhersteller unterliegen der Pflicht, Parabene auf der Liste bzw. Übersicht der Inhaltsstoffe aufzuführen, so dass der Verbraucher gut informiert ist. Wenn der Kunde offene Fragen bezüglich der Definition von Parabenen oder anderen Inhaltsstoffen von Kosmetik-Produkten hat, kann er den jeweiligen Händler befragen. Alternativ geben Apotheker, Ärzte und die Verbraucherzentrale detailliert Auskunft. Auch im Internet können sich Konsumenten von kosmetischen Mitteln umfangreich und präzise informieren. Die Plattform Codecheck (https://www.codecheck.info/) hält umfangreiche Fachinformationen über sämtliche Kosmetik-Inhaltsstoffe bereit. Auch Hautschutzengel (https://www.hautschutzengel.de/) informiert detailliert über kosmetische Mittel und deren Inhaltsstoffe. Möchte man als Verbraucher auf Parabene gänzlich verzichten, stehen einem zahlreiche Alternativen zur Auswahl. Zum Beispiel gibt es die Option, auf Naturkosmetik zu setzen, welche keine Parabene beinhaltet. Dennoch ist es von enormer Bedeutung, die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe zu nehmen. Es sollte darüber hinaus beachtet werden, dass auch Naturkosmetik Allergien hervorrufen kann. Es existieren auf dem Markt zahlreiche Anbieter, die vollständig auf Parabene verzichten. Alle Kosmetika, die ein Qualitätssiegel von ECOCERT, NaTrue, Demeter, BDIH oder CosmeBio aufweisen, beinhalten keine Parabene. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, seine Kosmetik selbst herzustellen. Hierfür hält das Internet enorm viele Anleitungen bereit. So hat man als Verbraucher die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe seiner Kosmetik.

 


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