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Der Unterschied zwischen dem Deo & Antitranspirant

14. März 2012

Paula Kissel

Pharmazeutin

Paula ist unsere Verstärkung auf der Pharmazeuten-Front! Was im Körper abläuft, kann sie Euch genau erklären. Aber natürlich ohne pharmazeutisches Bla Bla!Google Profil


„Schwitzen ist absolut nervig! Was soll ich nutzen? Deo oder Antitranspirant? Und was ist überhaupt der Unterschied?“

Die Sonne brennt und es sind gefühlte 40°C draußen. Wenn man dann nicht das Glück hat Eis-schleckend am Strand zu liegen, dann kann man schon die Minuten abzählen bis sich die Schweißflecken unter den Achseln bilden. Unangenehmes Gefühl! Doch was soll man machen? Schwitzen ist schließlich ganz natürlich. Doch zumindest die Kosmetikfirmen versprechen Besserung mi Deodoranten und Antitranspiranten, was steckt dahinter und was ist der Unterschied?

Kurz und knapp schon mal vorab: Antitranspiranten – wie der Name schon sagt – stoppen die Transpiration und somit auch das Schwitzen – zumindest an den Stellen, wo sie aufgetragen werden. Deos sind eigentlich nur dazu da, um den lästigen Geruch loszuwerden. Letztlich haben beide das gleiche Ziel: Man soll nicht stinken! Die Art wie sie jedoch ihren desodorierenden Pflichten nachkommen ist unterschiedlich.

Warum riecht Schweiß schlecht?

Es funktioniert folgendermaßen: Man schwitzt und die Bakterien vermehren sich im feuchten und für sie absolut kuscheligen Milieu. Während die Bakterien wachsen, ernähren sie sich von dem Schweiß (hauptsächlich von den Fettsäuren) und ihre Abfallprodukte sind das Zeug, was dann im Endeffekt schlecht riecht.

Was bewirken Deos?

Deos haben einen ganz speziellen Inhaltsstoff (Triclosan ist der meist gebrauchte). Dieser Inhaltsstoff hemmt die Vermehrung jener Bakterien, die sich über den Schweiß hermachen und für die lästigen Gerüche sorgen. Er ist der Bakterienkiller unter den Deo-Inhaltsstoffen.

Wie funktionieren Antitranspiranten?

Sie verhindern tatsächlich das Schwitzen an sich und das durch ihr enthaltenen Salz. Meist wird ACH (Aluminium Chlorohydrat) oder AZAG (Aluminium Zirkonium Tetrachlorohydrex GLY) genutzt. Das läuft folgendermaßen ab: Die Salze bilden mit Hilfe des Schweißes auf der Haut eine dünne Gelschicht vor den Ausgängen der Poren, aus denen der Schweiß abgesondert wird. Damit Verstopfen sie quasi und können keinen oder definitiv weniger Schweiß an die Umgebung abgeben.

Ist es schädlich die Poren zu schliessen?

Man schließt ja nicht komplett alle Poren, die der Körper besitzt, sondern nur einen kleinen minimalen Anteil. Deswegen sollte man sich nicht allzu große Gedanken darüber machen. Man behindert nicht gleich die körpereigene Klimaanlage, wenn man Antitranspiranten benutzt. Trotz der Verwendung von Antitranspiranten wird man natürlich nicht komplett alle Poren unter den Achseln damit verschließen können und ein paar Bakterien werden ihren Weg trotzdem zur Nahrungsstelle finden, um zu wachsen. Deswegen stoppt ein Antitranspirant nicht zu 100% die Schweißproduktion, jedoch wird sie deutlich verringert.

Was sollte man den jetzt im Endeffekt benutzen?

Also, hier haben wir zwei verschiedene Herangehensweisen um das Problem des Schwitzens zu lösen. Welches man benutzt hängt wirklich von einem persönlich ab.  Sind die Achselhöhlen beispielsweise gereizt oder sehr sensibel aufgrund von Rasuren? Dann ist es wohl besser ein Deo zu benutzen, weil frisch rasierte Haut oft durch Antitranspiranten noch mehr gereizt wird. Schwitzt man jedoch extrem – also hat man vermehrten Schweißausbruch und heftige Schweißflecken – dann sollte man wahrscheinlich ein Antitranspirant benutzten, um dem exzessiven Schwitzen entgegen zu wirken. Es gibt auch sogenannte Mischungen, man nennt sie Intensiv-Deos. Sie sind eine Mischung zwischen Antitranspirant und Deo und enthalten einen wesentlich geringeren Anteil an Salzen, was zur Folge hat, dass sie wesentlich hautverträglicher sind als normale Antitranspiranten.

 


 

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