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Die Kinnkorrektur - Zu klein, zu groß, zu breit, zu schmal

26. April 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Liebes Kosmetik.org Team, ich finde, dass mein Kinn für eine junge Frau recht männlich aussieht und bin schon seit längerer Zeit am Hin- und Herüberlegen. Kinnkorrektur, ja oder nein?“

Es ist als würde der Kopf mit dem Oberkörper verwachsen

Mal ehrlich, jeder kennt das Problem mit dem Doppelkinn. Täglich kontrollieren wir im Spiegel ob unser kleines Doppelkinn auch nur einen Gramm zugenommen hat. Ist es über Nacht gewachsen? Wenn wir bemerken, dass es größer geworden ist, scheint unsere kleine Welt zu zerbrechen. Wir machen unser Selbstwertgefühl sehr stark an Jugendlichkeit fest. In unsere Gesellschaft sind Erfolg und Jugendlichkeit unglaublich eng miteinander verbunden. Ein Doppelkinn gefährdet nicht nur unser Aussehen, unsere Jugendlichkeit, sondern auch unseren Erfolg. Am meisten gefährdet es aber unsere Selbstwahrnehmung. Wir wollen und können nicht akzeptieren, dass wir uns gehen lassen, dicker oder älter werden. Unser Panikknopf wird betätigt, wenn wir im Spiegel eine Zunahme des Kinns bemerken. Schade, denn ein Doppelkinn kann immer auch süß und sexy sein. Wenn Menschen dennoch zu sehr unter ihrem Kinn leiden, ein sehr stark ausgeprägtes Doppelkinn haben oder altersbedingt ein paar Gramm im Kinnbereich zugelegt haben, gibt es die Option einer Kinnkorrektur. Diese Kinnkorrektur ist im Grunde ein Lifting im Kinnbereich, das von Patienten meistens genutzt wird, um gegen die erkennbaren Zeichen der Alterung vorzugehen.

Huch… wo ist das Kinn hin?

Menschen mit einem fliehenden (einem zurückgesetzten Kinn) haben meist eine ungünstige Proportion des Gesichts. Auch hier kann die plastische Chirurgie helfen. Zum Aufbau des Kinnes können körpereigene Substanzen verwendet werden. Dieser Kinnaufbau mit Eigenfett muss aber alle paar Monate wiederholt werden, was auf Dauer zu einer sehr kostenintensiven kosmetischen Maßnahme wird. Eine andere Lösung ist die Verwendung von speziellen Kinnimplantaten, die unter Vollnarkose von einem plastischen Chirurgen über einen kleinen Schnitt unterhalb des Kinns eingesetzt werden.

Was macht der Chirurg?

Mit dem behandelnden Chirurgen wird zunächst das gewünschte Ergebnis besprochen. Patienten zahlen die Kosten hier privat, denn die Krankenkasse zahlt nicht für rein kosmetische Eingriffe, die keine medizinische Notwendigkeit haben. Eine Operation kostet den Privatzahler in der Regel in Deutschland zwischen 1200 und 3900 Euro. Operiert wird unter Vollnarkose. Der Chirurg trennt das Gewebe unterhalb des Kinnknochens auf. Die Naht verläuft später entlang des Kinns und kann bei guter Heilung fast vollständig abheilen. Der Chirurg entfernt die überschüssige Haut im Kinnbereich mit einem Skalpell und vernäht die übrige Haut straff. Das bewirkt nicht nur den Effekt, dass das überschüssige Fett entfernt wurde, sondern die Haut sitzt recht straff.

Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Die Kosten für eine solche OP belaufen sich wie schon erwähnt auf circa. 2500 Euro im Schnitt. Die Risiken plastischer Eingriffe sind im Allgemeinen nicht zu unterschätzen. Die Kinnkorrektur birgt das Risiko von Blutungen, starken Blutergüßen und schlechter Wundheilung. Wenn die Wunden sich entzünden, dann kann der Heilungsprozess nur langsam stattfinden und es kommt im Kinnbereich zu einer starken Narbenbildung, die später schnell ins Auge fällt. Ein solcher Eingriff sollte gut überlegt sein und nur von Fachärzten durchgeführt werden. Hier lohnt es sich im Vorfeld viele Informationen zu sammeln.

Ob man eine Kinnkorrektur durchführen sollte, kann man natürlich für niemand anderen entscheiden, doch es stellt sich immer die Frage: Wie schwer sind die Beklemmungen? Hat es einen Einfluss auf das eigene Verhalten? Wir sind grundsätzlich gegen Schönheits-Operationen, da jeder Mensch etwas Einzigartiges und Schönes an sich hat. Man sollte abwägen, ob man die Risiken, die bei solch einer OP mit einfließen auch auf sich nehmen würde oder doch mit seinem natürlichen Kinn klar kommt.


 

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