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Baby Lotion - Was tut Ihrem Baby wirklich gut?

16. April 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Ich habe gehört, dass Babylotionen die Haut meiner Kleinen besonders sanft pflegt. Aber es gibt immer noch eine Riesen Auswahl an Babylotionen… Woraus sollte ich beim Kauf achten?“

Für unser Baby wollen wir alle nur das Beste. Was ist aber das Beste in einem großen Dschungel aus Zusatzstoffen, Parfüms und kryptischen Inhaltsstoffen? Leider unterliegen viele Eltern dem Irrtum, dass Produkte, die für die zarte und empfindliche Haut ihrer Babys entwickelt wurden, auch automatisch gut und unbedenklich seien. Das wollen uns die Kosmetikfirmen natürlich anhand von Versprechungen weiß machen. Spezielle Pflegeprodukte für Babyhaut werden von Erwachsenen gekauft und benutzt, weil sie milder sein sollen, aber stimmt das überhaupt?

Die Frage stellt sich jedoch: Warum kaufen wir überhaupt Babylotionen?

Produkte für Erwachsene sind meistens mit künstlichen Duftstoffen, Ölen und Emulgatoren versetzt, die die Haut schnell reizen können. Wer empfindliche Haut hat, hat häufig seine Probleme mit den gängigen Kosmetikprodukten und greift daher gerne mal in die Trickkiste und kauft Produkte, die speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt wurden.

Sind Babylotionen überhaupt sinnvoll für Ihre Kleinen? Diese Frage stellen sich besorgte Mütter und Väter häufig. Sie möchten ihrem Kind etwas Gutes tun, dafür muss man jedoch die Inhaltsstoffe kennen und eine Kaufentscheidung treffen. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass die Haut eines Babys besonders empfindlich ist und beim Baden oder durch das Tragen von Windeln oder reibender Kleidung besonders schnell austrocknet und rau wird. Babylotionen sollen der Haut Ihres Babys nach dem Baden nachhaltig Feuchtigkeit spenden. Diese sogenannten Öl in Wasser Lotionen bestehen aus einem Wasseranteil von 90%. Leider wird durch die Hersteller immer häufiger Duftstoffe zugesetzt, die vorrangig für die Eltern angenehm zu riechen sind und Ihrem Baby faktisch keinen Nutzen bringt, außer dass sie die empfindliche Haut Ihres Babys leicht reizen können. Besonders beliebt ist die Beigabe von ätherischen Ölen, die im allgemeinen Verständnis als natürlich und unbedenklich gelten, aber besonders für Kinderhaut leicht reizend und problematisch sind. Ja, wir können es nur immer wieder sagen: Natürliche Produkte sind NICHT automatisch gut! Abgesehen davon, dass die Haut der Kleinen gereizt wird, werden auch die Atemwege gereizt! Im Europapalament wurde in der Vergangenheit schon häufig ein Verbot von Parfüm und Duftstoffen in Kinderpflegeprodukten diskutiert – leider bisher ohne Erfolg.

Was steckt in den Babylotionen?

Wir von Kosmetik.org haben uns aus diesem Grund näher mit den Inhaltsstoffen von Babylotionen beschäftigt und diese Lotionen den herkömmlichen Lotionen für Erwachsene entgegengestellt. Die Ergebnisse sind verblüffend.

Die freudige Nachricht für Sie und Ihr Baby zuerst: Die Produkte sind in den letzten Jahren immer besser geworden und immer mehr Hersteller verzichten inzwischen auf allergieauslösende und reizende Inhaltsstoffe.

Künstliche Duftstoffe & ätherische Öle

Nur einige wenige Lotionen enthalten synthetische, also künstliche Duftstoffe, die sich sogar im Fettgewebe Ihres Babys anreichern können. Hersteller benutzen diese Inhaltsstoffe gerne, um ihren Produkten eine angenehme Duftnote zu geben, die wie bereits ewähnt leider nur für die Eltern gedacht ist. Diese Duftstoffe sind reizend und gelten als Allergieauslöser. Nur nebenbei bemerkt: Auch in Beauty- und Pflegeprodukten für Erwachsene sind Duftstoffe bedenklich.

Die Hersteller reagierten auf die Kritik und versetzten ihre Lotionen mit ätherischen Ölen, die zwar natürlichen Ursprungs sind, aber nicht minder allergieauslösend. Der Duft suggeriert Eltern Natürlichkeit und Verträglichkeit. Jeder möchte für sein Baby nur das Beste und hier liegt auch die Gefahr. Durch Unwissenheit treffen wir die falschen Kaufentscheidungen und das natürliche Produkt wird schnell zu einem Problem für Ihre Kleinen. Verschiedene Inhalts- und Duftstoffe lösen den natürlichen Säuremantel der Babyhaut auf und stören das empfindliche Gleichgewicht. Alternativen lassen sich nur sehr schwer finden, denn die Liste der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen ist für den Laien kaum verständlich. Generell gilt aber, dass botanische Namen in Latein oft auf ätherische Öle zurückzuführen sind.

Auch Konservierungsstoffe stecken drin

Einige Hersteller benutzen ebenfalls bedenkliche Konservierungsstoffe, die auf der Haut eines Babys nichts verloren haben. Konservierungsstoffe finden meistens gut getarnt ihren Weg in die Pflegeprodukte für Babys und Kleinkinder. Auf den Verpackungsrückseiten und Inhaltsstofflisten finden wir häufig Namen wie Caprylic/Capric Triglyceride, Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Guanidinderviate, Chlorhexidine Digluconate oder Propylparaben und viele mehr. Generell empfiehlt es sich vor dem Kauf immer alle Inhaltsstoffe zu recherchieren. Ihr Baby wird es Ihnen danken! Konservierungsstoffe bieten uns zwar eine längere Haltbarkeit von bis zu 12 Monaten nach Öffnen der Verpackung, aber schaden empfindlicher Kinderhaut.

PEG-Derivate

Vereinzelt werden in einige Lotionen noch PEG-Derivate benutzt, diese sollen die Wasser- und Fettanteile in den Lotionen besser verbinden, damit die Cremes und Lotionen auch im Flüssigen stabil sind und eine Lotionen ergeben. Diese PEG-Derivate können aber die Haut Ihrer Kleinen durchlässig für andere Schadstoffe machen. Daher sind Produkte, die PEG-Derivate enthalten, nicht geeignet für die Hautpflege sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen.

Und nochmal zum Mitschreiben

Beim Kauf von Babypflege oder Babylotionen ist daher darauf zu achten, dass sich keine Inhaltsstoffe aus folgenden Stoffgruppen finden lassen:

  • Konservierungsmittel
  • Emulgatoren
  • Synthetische Duftstoffe oder ätherische Öle

 

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