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Bringt Licht ins Dunkel: Haarentfernung mittels Photoepilation

30. Juli 2013

Romy Beier

Romy Beier ist unsere Fachfrau für Beauty und Kosmetik.

Haare entfernen mit Photoepilation


Man mag es sich kaum vorstellen, aber in der Steinzeit galt eine üppige Körperbehaarung noch als männlich und sexy. Maximal die beim Jagen störenden Augenbrauen wurden mit glühenden Kohlestückchen schlichtweg abgesengt. Doch das Bild des Schönheitsideals hat sich rasch gewandelt. Es gingen viele Methoden sich des lästigen Haars zu entledigen ins Land: vom vulkanischen Bimsstein über Rezepturen auf der Basis von Ätzkalk bis hin zu Urin von Kälbern oder Kühen, Vogel- oder Katzenkot oder Fledermausblut. Die Liste ist lang und regelrecht haarsträubend. Der heutige Markt reagiert ständig auf den zunehmenden Schönheitswahn und hat eine Antwort auf die vorzeitlichen Praktiken zur Haarentfernung entwickelt: Die Photoepilation.

Photoepilation ist dauerhafte Haarentfernung mittels Lichtimpulsen. Das klingt zugegebener Maßen ziemlich futuristisch, ist aber im Prinzip ganz einfach. Die Zellen in der Haarzwiebel werden thermisch zerstört und dann vom Körper aufgelöst. Behandelt werden können zum Beispiel die Körperregionen Oberlippe, Kinn, Bauch, Gesicht, Achseln, Unter- und Oberarme, Hände, Bikinilinie, Intimzone, Ober- und Unterschenkel, Füße, Beine, Schultern, Rücken, und Brust.

Die „belichteten“ Partien verlieren erst nach ein paar Tagen ihre Haare, wenn die Zellen zerstört sind und keinen Halt mehr geben. Zunächst wachsen dann erst einmal die Haare nach, welche schon auf ihren Aufstieg in der Ruhezone gewartet haben. Da auch das Haar einem zyklischen Wachstum unterliegt, bedarf es deshalb mehrerer Behandlungen. Je nach Stärke des Haarwachstums und der Wuchsstelle muss man sich 4 bis 8 Behandlungen zu je 20 bis 30 Minuten unterziehen. Die schmerzarme Therapie verspricht 70 bis 95% dauerhaften Haarschwund. Jedoch sollte man eine Nachbehandlung nach einem Jahr nicht ausschließen, um auch das zäheste Haar zu erwischen und ihm den Garaus zu machen.

Vor der Behandlung restliche Kosmetik entfernen

Um sich einem optisch einwandfreien Ergebnis sicher zu sein, muss man aber auch ein paar Dinge tunlichst beachten. Wer gern auf ein unfreiwilliges Permanent Make-Up verzichten möchte, der achte darauf, dass vor der Behandlung sämtliche Kosmetik von den zu behandelnden Stellen entfernt wird. Die bei der Anwendung verbrannten Farbpigmente könnten in die Haut eindringen und dort zum „Dauercamper“ werden. Weiterhin sollte man auf Sonnenbaden und Solarium während der Behandlungsreihe verzichten, da Sonnenbrand und Pigmentverschiebung die Folge sein können. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen für sämtliche Aktionen in Freizeit und Beruf.

Die Rötungen und die leichten Schwellungen, welche nur sehr selten auftreten, stellen keine große Belastung dar. Die Nebenwirkungen sind vom Hauttyp und dem Behandlungsplan abhängig, können aber durch Kühlung schnell gelindert werden und sind nach einigen Tagen verschwunden. Sollten diese unschönen Effekte auftreten, heißt es Zähne zusammenbeißen und durch! Bedenkt man aber die wenig einladenden Praktiken aus Mittelalter und Steinzeit, ist die Photoepilation nicht nur das kleinere Übel, sondern eine prima Sache, wenn man sich den lästigen Härchen dauerhaft entledigen möchte.


 

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