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Die Sonnencreme für Kinder ohne Emulgatoren

25. Juni 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Der perfekte Emulgator-Freie Schutz für die Kleinen


„Hey Kosmetik.org, viele Sonnencremes werben mit ihrer Emulgator-freien Zusammensetzung für Kinder. Wozu sind Emulgatoren eigentlich in den Sonnencremes enthalten und sind sie schädlich?“

Der richtige Sonnenschutz für die zarte Kinderhaut

Gute Frage, reichen auch für Kinder die günstigen Mittel aus dem Drogeriemarkt? Oder muss man tiefer in die Tasche greifen und die Produkte ohne Emulgatoren in der Apotheke holen? Die Emulgatoren haben zwar ihren Sinn, stehen aber auch im Verdacht, Nebenwirkungen mit sich zu bringen. Kosmetik.org hat mal hinter die Kulissen geschaut und nun kommen die Antworten!

Unbedingt schon vor der Reise dran denken

Die nächste Urlaubssaison ist nicht weit, und weil wir in unseren Breiten selten beständig schönes Sommerwetter haben, fahren die meisten Familien mit ihren Kindern in den Süden. Nicht nur, weil es dort schön warm und sonnig ist, die Kinder freuen sich auch in jedem Alter auf das Spielen am Strand und das Plantschen im Wasser. Aber denkst Du bei dieser idyllischen Vorstellung auch an Sonnenschutzmittel? Das solltest Du, denn besonders in der südlichen Sonne,  deren intensive Strahlenkraft wir ja nicht gewohnt sind, haben sich die Kinder am Strand schnell einen Sonnenbrand eingefangen. Das ist schon bei Erwachsenen schlimm genug, bei Kindern ist das ein No-go!  Denn  die Haut vergisst keinen Sonnenbrand, jeder einzelne ist ein Mosaiksteinchen auf dem Weg zum späteren Hautkrebs. Davor musst Du Deine Kinder unbedingt schützen, denn ihre Haut ist enorm empfindlich und verbrennt ohne Sonnenschutzmittel allzu leicht. Doch kann man jede Sonnenmilch für Kinderhaut nehmen, oder sollte man eine bestimmte Sorte kaufen?

Der chemische Cocktail mit Emulgatoren

Bisher hast Du ein Sonnenschutzmittel verwendet, das gerade im Supermarkt oder im Drogeriemarkt im Angebot war? Das ist verständlich, weil es einfach praktisch, aber nicht unbedingt richtig ist. Sonnenschutzmittel sind chemische Substanzen, die trotz ihrer guten Absicht auch durchaus Inhaltsstoffe enthalten können, die man nicht verträgt oder die zusammen mit den Sonnenstrahlen eine Allergie auslösen können. Diese wird auch Mallorca-Akne genannt und trifft vorwiegend Frauen im mittleren Lebensalter oder Menschen, die sowieso zu Pickeln neigen. Die Reaktion kann durch Parfüm oder andere chemische Stoffe in der Creme hervorgerufen werden, deshalb gibt es auch unparfümierte Sonnenmilch. Der Begriff Mallorca-Akne ist eine harmlose Beschreibung für richtig fiese Beschwerden, die man im Urlaub überhaupt nicht haben möchte. Juckende und nässende Quaddeln, Bläschen und Pickel sind die reizenden Tatsachen.

Diese Inhaltsstoffe stehen auf der roten Liste

Auch die Emulgatoren stehen in der Liste der Stoffe, welche Allergien hervorrufen können. Diese sind in der Sonnenmilch enthalten, um dafür zu sorgen, dass sie ihre Konsistenz behält und die fett- und wasserlöslichen Inhaltsstoffe miteinander verbunden werden und bleiben. Dabei muss man zwischen Emulgatoren und PEG-Emulgatoren unterscheiden. Die sogenannten PEG-Emulgatoren sind in den günstigeren Produkten enthalten und sollen noch reizendere Wirkungen haben als die teureren Produkte. In den After-Sun Lotions sind ebenfalls Emulgatoren enthalten, zusätzlich sind noch feuchtigkeitsspendende und regenerierende Gels auf dem Markt, die zusätzlich für Hautreaktionen sorgen können. Wer alles miteinander benutzt, riskiert einen unberechenbaren, chemischen Cocktail. Es ist also am allerbesten, wenn Du Deinen Kindern eine spezielle Kinderlotion kaufst, die keine Emulgatoren, keine PEG-Emulgatoren und auch kein Parfüm enthält. Das gilt übrigens nicht nur für Sonnenmilch, denn Emulgatoren sind normalerweise in allen Pflegeprodukten enthalten, in denen fetthaltige und Wasseranteile vereint werden müssen. Bei den Sonnenschutzprodukten kommt die Strahlung der Sonne aber als verstärkender Faktor hinzu.

Und nun aufgepasst, hier sind die Facts:

Sich nicht einzucremen, ist noch nicht einmal in unseren Breiten empfehlenswert, geschweige denn in der südlichen Sonne. Es reicht auch nicht, eine einfache Bodylotion zu nehmen, die nur die üblichen pflegenden Inhaltsstoffe hat. In der Sonnenmilch sind spezielle Substanzen – UV-Filtersysteme und ein Strahlenschutzkomplex, der sofort nach dem Auftragen wirksam wird. Emulgatorfreie  Produkte gibt es beispielsweise von der Marke Ladival, die es in der Apotheke zu kaufen gibt.

Ein paar Worte zum richtigen Lichtschutz

Je empfindlicher die Haut ist, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor gewählt werden, der die Eigenschutzzeit der Haut entsprechend verlängert. Diese Zeit kannst Du herausfinden, wenn Du weißt, wielange Deine Haut Sonne ohne Sonnenmilch verträgt, ehe sie beginnt, sich zu röten. Dieser Eigenschutz ist der Wert in Minuten, der mit dem Sonnenschutzfaktor multipliziert wird. Du solltest dafür aber keine Selbstversuche anstellen, wähle lieber gleich den entsprechend höheren Faktor. Man kann prinzipiell davon ausgehen, dass hellhäutige Menschen mit blonden Haaren und blauen Augen einen relativ kurzen Wert haben. Je dunkler die Haut, die Haare (natürlich ungefärbte!) und die Augen sind, desto länger verträgt man die Sonne. Aber auch da gibt es eine Ausnahme: Menschen mit schwarzen Haaren und einer ganz hellen Haut sind nämlich ganz besonders empfindlich gegenüber Sonnenstrahlen. Außerdem empfehlen Hautärzte, vorsichtshalber nur ein Drittel der errechneten Schutzzeit in der Sonne zu bleiben, weil die Haut auch ohne Rötung geschädigt werden kann.

Trommelwirbel: Und der Kosmetik.org Sieger ist…

Für Kinder gilt das natürlich alles gar nicht, denn sie sind generell ganz empfindliche Kandidaten und sollten in der Sonne immer mit dem höchstmöglichen Schutz ausgestattet werden. Es gibt spezielle Sonnenprodukte für Kinder in den verschiedenen Altersstufen. Emulgatorfreie Cremes, wie die von Ladival, schützen die Kinderhaut mit hochwertigen Kombinationen von organischen und mineralischen Filtern, anstatt der problematischen synthetischen Filter. Die Ladival-Produkte sind klinisch getestet und werden sogar für Kinder mit Neurodermitis empfohlen. Diese Sonnenmilchprodukte enthalten keine Konservierungsstoffe, kein Parfum und auch keine Farbstoffe. Vor allem aber enthalten sie keine Silikonöle, keine PEG-Emulgatoren und kein Mineralöl. Das sind alles heikle Stoffe, die bei empfindlichen Menschen und Kindern Hautreaktionen auslösen können, aber in handelsüblichen Sonnenschutzprodukten enthalten sind. Die Inhaltsstoffe in den speziellen Kinder Sonnencremes aus der Apotheke sind hingegen auf die empfindliche Kinderhaut abgestimmt und sollten ein UVA/UVB-Filtersystem besitzen. Sie sind extra wasserfest und sollten dermatologisch getestet sein. Es gibt sie in den Lichtschutzfaktoren (LSF) 50+, 30, 25 und 20. Auch für besonders empfindliche Erwachsenenhaut werden ausschließlich solche sicheren Produkte empfohlen.

Fazit der Redaktion

Beim Thema Sonnenschutz für Kinder sollte man nicht ans Sparen denken. Denn die Sommersaison ist kurz, kann aber fatale Folgen für die empfindliche Kinderhaut haben. Bis hinein ins Erwachsenenalter. Denn die menschliche Haut vergisst keinen Sonnenbrand. Der adäquate Schutz der Kinderhaut ist auch eine wirksame Prophylaxe Maßnahme gegen den gefürchteten Hautkrebs. Jede Mutter möchte immer das Bestmögliche für ihre Kinder tun. Das ist nicht immer so leicht. Beim Sonnenschutz dürfen keine Kompromisse eingegangen werden, hier kann die Mama sich ohne langes Überlegen richtig entscheiden. Das heißt: Cremen, cremen, cremen. Am besten mit so wenig verdächtigen Stoffen wie möglich.


 

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