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Graue Haare - Gleich färben oder dazu stehen?

16. Januar 2014

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Graue Haare färben oder stehen lassen?


Hallo Leute, ich habe eine Frage, die sicherlich viele andere Frauen auch interessieren dürfte. Denn graue Haare kriegt schließlich jeder. Ich bin eigentlich noch gar nicht sooo alt, aber schon ziemlich grau um die Schläfen. Meine Freundinnen, die noch viel weniger ergraut sind, färben alle schon. Ich hab´s bisher nicht getan, bin jetzt aber am Überlegen. Wenn ich Frauen mit ganz grauen Haaren und flotten Frisuren sehe, gefällt mir das eigentlich sehr gut. Die haben wenigstens den Mut, dazu zu stehen und sehen dabei auch noch gut aus. Andererseits könnte es ja doch nicht schaden, das eine oder andere Jahr jünger auszusehen. Was meint Ihr als Schönheitsexperten zu diesem Thema?

Ein interessantes Thema, zu dem wir tatsächlich viele Fragen erhalten. Ab einem gewissen Alter ist jede Frau, und natürlich auch jeder Mann, davon betroffen. Während bei den Männern die grauen Schläfen aber oft als attraktiv angesehen werden, sind graue Strähnen bei den meisten Frauen verpönt. Sobald sich ein leichter Silberhauch auf dem Haupthaar zeigt, greifen sie umgehend zum Farbtopf.

Ist die Jugend jetzt endgültig vorbei?

Das Auftreten grauer Strähnchen schockiert so manche Frau noch mehr als die ersten Fältchen. Denn Haare sind, besonders wenn sie lang getragen werden, ein Zeichen blühender Weiblichkeit. Keine Frage, dass man mit grauen Haaren älter aussieht. Denn der Silberschein auf dem Haar ist nun mal eine Alterserscheinung. Mit einer tollen Frisur in Grau kann eine Frau dennoch genauso weiblich wirken wie mit schwarzen oder blonden Haaren. Wer möglichst jugendlich wirken möchte, sollte aber lieber färben. Denn wenn sich graue Strähnchen zeigen, sieht jeder, dass die Jugend vorbei ist. Jedenfalls in den meisten Fällen. Denn manche Menschen bekommen schon in ihren Zwanzigern erste graue Haare.

Die Frisur als Teil der Persönlichkeit

Viele Frauen sehen die Haare als Teil ihrer Persönlichkeit an. Selbstverständlich trägt Deine Frisur sehr viel zu Deiner Wirkung auf andere bei. Aber auch die Persönlichkeit verändert sich ja mit dem Älter werden. Warum dann nicht auch die Haarpracht? Die meisten Frauen sehen das allerdings anders, denn eine aktuelle Studie hat ergeben, dass 70 Prozent aller Frauen der Meinung sind, dass graue Haare sofort gefärbt gehören. Wer sehr früh mit dem Färben anfängt, nämlich gleich, wenn sich die ersten kleinen Strähnchen zeigen, erhält sich sein jüngeres Aussehen von Anfang an. Von Natur aus dunkelhaarige sind hier natürlich klar im Nachteil, weil man bei ihnen auch den schwächsten Grauschimmer sofort sieht. Blonde Frauen können das Ergrauen hingegen viel länger vertuschen. Kleine Strähnchen in Grau fallen bei ihnen einfach nicht so schnell auf.

Warum wird man überhaupt grau?

Die Farbe der Haare wird im menschlichen Körper durch den Stoff Melanin bestimmt, das wir selbst bilden können. Dafür sorgt wiederum der Botenstoff Tyrosin. Leider lässt die Bildung von Tyrosin mit dem Alter immer mehr nach. Wann dieser Prozess einsetzt, ist genetisch bedingt. Wenn er allerdings einmal in Gang gekommen ist, kann man ihn nicht mehr stoppen. Ab dann wird der Mangel an Melanin bei den neu nachwachsenden Haaren sichtbar. Sie verfügen nicht mehr über die natürlich Pigmentierung und kommen daher erst in Grau, später dann in Weiß, zum Vorschein.

Zurück zur natürlichen Haarfarbe

Statt Haarfärbemitteln gibt es auf dem Markt auch Mittel zur Renaturierung, also zur Rückgewinnung des natürlichen Farbtons. Diese Produkte setzen beim schon erwähnten Melanin an. Vorstufen dieses Stoffs werden in Kombination mit anderen Substanzen zu einem Mittel verarbeitet, das in der Lage sein soll, die natürliche Farbe ins Haar zurückzuholen. Dafür muss man das Produkt allerdings regelmäßig anwenden. Leider klappt´s nicht bei allen Farbtönen, vor allem blonde und rothaarige Frauen erzielen meist keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Wenn Du auf Natürlichkeit setzen willst, kannst Du´s ja einfach mal selbst ausprobieren.

Reichen Strähnchen aus?

Gegen die ersten grauen Haare kann man mit Strähnchen gut vorgehen. Besonders bei blonden Haaren, wo die Grauen ohnehin nicht so krass sichtbar werden, kann man sich damit lange behelfen. Wenn Du es mit Strähnchen probieren möchtest, solltest Du allerdings lieber zum Friseur gehen, als selbst Hand anzulegen. Denn nur der erfahrene Profi kriegt wirklich optimale Ergebnisse hin, die Deinen Grauschimmer tatsächlich perfekt kaschieren.

Eine leichte Tönung tut´s nicht mehr

Die natürliche Haarfarbe kann mit einer leichten Tönung ganz einfach verändert werden, bei grauen Haaren müssen allerdings schon schärfere Mittel ran. Am Anfang kannst Du es noch mit Intensivtönungen probieren, die Haare mit einem Grauanteil von bis zu 30 Prozent übertünchen können. Irgendwann ist es aber auch damit vorbei und eine richtige Coloration muss her. Natürlich kannst Du die prinzipiell selbst machen, wenn aber nach nicht allzu langer Zeit der graue Ansatz wieder zum Vorschein kommt, ist der Friseur aller Wahrscheinlichkeit nach geschickter im Nachbehandeln. Ab dann musst Du wohl oder übel so etwa alle sechs Wochen bei ihm vorbei schauen.

Fazit der Redaktion

Wir sagen: Hut ab, dass Du bisher aufs Färben verzichtet hast. Denn dazu gehört wirklich Mut, wenn alle anderen um Dich herum zum Farbtopf greifen. Wenn Du auch weiterhin diesen Mut aufbringst, erspart Dir das viel Mühe, Zeit und Geld für endlose Friseurbesuche. Es ist natürlich aber auch absolut legitim, wenn Du Dich zum Färben entscheidest, weil Du einfach ein paar Jahre gewinnen möchtest. Denn ein bisschen jünger sieht man ohne graue Haare schon aus. Und zum Friseur gehst Du ja wahrscheinlich auch jetzt schon regelmäßig.


 

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