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UV-Filter

UV-FilterIm nachfolgenden Artikel sind UV-Filter Gegenstand der Betrachtung. Sie fragen sich womöglich: UV-Filter, was ist das? Gibt es eine Definition?

Kosmetik mit UV-Filter sorgt für Sonnenschutz, indem es schädliche UV-Strahlung davon abhält, unsere Haut anzugreifen. Die Auswahl an Produkten mit UV-Filtern ist groß. Deshalb ist es schwer, den Überblick zu behalten. Die unterschiedlichen UV-Filter weisen meist komplizierte chemische Namen auf und sind nicht alle gleichermaßen verträglich. Im Folgenden erfahren Sie, welcher Sonnenschutz für Sie geeignet und nicht schädlich ist. Darüber hinaus erhalten Sie detaillierte Informationen zum Thema UV-Filter. 

Weshalb sind chemische UV-Filter nicht unproblematisch?

Benzophenon und Ethylhexyl Methoxycinnamate hemmen zwar erfolgreich Sonnenbrand, jedoch hat die Reaktion, die auf der Haut abläuft, ernsthafte Nebenwirkungen. Es können neue Molekülverbindungen entstehen, die eine Allergie hervorrufen und die hauteigenen Enzyme attackieren. Fakt ist, dass chemische UV-Filter nicht an der Oberfläche der Haut bleiben, sondern in unseren Körper eindringen und dort Schaden anrichten. Eine neue Erkenntnis ist das nicht, zumal eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Jahr 2013 ausdrücklich darauf hingewiesen hat. Bereits im Jahr 2001 hat das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich eine Studie vorgelegt, die besagt, dass synthetische Lichtschutzfilter vergleichbar wie das weibliche Hormon Östrogen wirken. Das kann zu Fettleibigkeit, Fruchtbarkeitsstörungen und schlimmstenfalls zu Brustkrebs führen. Öko-Test hat schon 1998 zum ersten Mal Lichtschutzfilter in Muttermilch nachgewiesen. Dennoch halten zahlreiche Beauty-Hersteller die Kritik für unberechtigt und berufen sich auf die Kosmetikverordnung, welche sowohl Ethylhexyl Methoxycinnamate als auch Benzophenon genehmigt – zumindest, wenn vorgegebene Grenzwerte nicht überschritten werden. Dass darüber hinaus die Umwelt in Mitleidenschaft gerät, belegt eine Studie der Universität Ancona: Bereits zehn Mikroliter Sonnenmilch auf einen Liter Meerwasser bewirken, dass Korallen binnen weniger Tage ihre strahlend rote Farbe verlieren. Gewässer in Deutschland und viele Fische sind gegenwärtig ebenfalls durch chemische UV-Filter belastet, so dass Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenon schon lange in unsere Nahrung gelangt sind.

 

Beratung beim Kauf von Produkten mit UV-Filtern

Es ist wichtig, bei seriösen Händlern zu kaufen, welche die Inhaltsstoffe detailliert angeben. Dies gilt im Einzelhandel ebenso wie im Internet. Nicht alle UV-Filter sind gleichermaßen qualitativ. Auch in puncto Gesundheit und Umweltfreundlichkeit gibt es immense Unterschiede. Einige Produkte mit UV-Filtern sind regelrechte Allergieauslöser. Es existieren UV-Filter, die unter UV-Strahlen zerfallen und somit nicht photostabil sind. Dadurch lässt die Schutzwirkung nach, und die Zerfallsprodukte greifen die Haut an. Zahlreiche chemische Sonnenschutzfilter können Allergien auslösen, die in der Folge häufig als Sonnenallergie verwechselt werden. Besonders bedenklich ist es, wenn UV-Filter in die Blutbahn gelangen. In dem Fall besteht das Risiko, dass sie die Stoffwechselprozesse des Körpers beeinträchtigen. Darum ist es auch bei UV-Filtern von enormer Bedeutung, die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe zu nehmen

UV-Filter

Sonnenschutz: Was beim Kauf beachtet werden sollte

Die Hersteller von Sonnenschutz-Artikeln verbinden oft mehrere UV-Filter in einem Produkt. Des Weiteren verstecken sich die UV-Filter hinter komplexen und schwer verständlichen Bezeichnungen. Es empfiehlt sich also ein genauer Blick. Es ist zwar beschwerlich, aber die genaue Anschauung der UV-Filter ist lohnenswert. In den USA sind die UV-Filter gesondert auf der Verpackung aufgelistet. Das würde es auch in Deutschland einfacher machen. Es ist wichtig, dass die UV-Filterkombinationen sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Die UVB-Strahlen der Sonne lösen Sonnenbrand aus, während UVA-Strahlen zur Alterung der Haut beitragen. Der Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich lediglich auf die UVB-Strahlung. Deshalb ist es von Bedeutung, dass zusätzlich das UVA-Siegel auf der Verpackung dargestellt ist. Nur so kann der Verbraucher sicher sein, dass der Artikel vor allen Strahlen schützt.

Ein empfehlenswerter UV-Filter sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Er sollte nicht durch die Haut dringen.
  • Er sollte keine Allergien hervorrufen.
  • Er sollte photostabil sein, also nicht im Sonnenlicht zerfallen.
  • Er sollte keine Nebenwirkungen auf den Stoffwechsel des Körpers aufweisen.

Mineralisch oder chemisch? Die zwei Arten von UV-Filtern

Um die eigene Haut vor UV-Strahlung zu schützen, gibt es zwei unterschiedliche Arten von UV-Filtern. Chemische Produkte wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um, während mineralische UV-Filter das Sonnenlicht auf der Haut zurückstrahlen. Mineralische Filter sind Partikel aus Zink oder Titanium Dioxiden. Sie sind grundsätzlich schonend und besitzen den Vorteil, dass man auf Chemie in der Sonnencreme verzichten kann. Alle Naturkosmetik-Sonnencremes arbeiten mit mineralischem Filter.

 

Mineralische Filter sind verträglich und sicher

Wir empfehlen mineralische Filter wie Titaniumdioxid oder Zinkoxid. Die genannten Substanzen besitzen den Vorteil, dass sie nicht zerfallen und keine allergischen Reaktionen hervorrufen. Allerdings sind diese Filter in der Anwendung nicht so angenehm wie die chemischen Substanzen. Die kleinen Partikel hinterlassen einen weißen Schleier auf der Haut und lassen sich schwer entfernen. Abhilfe schaffen mineralische Partikel in Nanogröße. Diese sind winzig klein und daher angenehmer in der Verwendung. In letzter Zeit ist jedoch eine Diskussion um diese kleinen Partikel entstanden. Es wird vermutet, dass die Partikel so kleinformatig sind, dass sie in den Körper eindringen. Dort gefährden sie den Organismus des Anwenders. Ob und wie Nanopartikel in die Haut eindringen, ist nach aktueller Studienlage nicht vollständig geklärt. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte Nanopartikel meiden. Das gilt unseres Erachtens insbesondere für spezielle Kinder- und Baby-Sonnencremes. Im Übrigen ist es so, dass alle Partikel in Nanogröße bei den Inhaltsstoffen mit dem Wort “nano” gekennzeichnet sein müssen. Während mineralische Filter stets verträglich sind, muss man bei chemischen UV-Filtern aufpassen. Da diese oft ernsthafte Nebenwirkungen aufweisen, erfahren Sie im kommenden Absatz, welche Filter bedenkenlos verwendet werden können.

UV-Filter

Diese chemischen UV-Filter sind unbedenklich

Auch bei den chemischen UV-Filtern gibt es inzwischen eine ganze Palette, die verträglich gegen UV-Strahlung schützen. Wir sehen den Königsweg eindeutig in mineralischen Filtern, jedoch kann auch auf chemische UV-Filter gesetzt werden, sofern diese unbedenklich sind. Deshalb möchten wir auch die chemischen Filter auflisten, deren allergisches Potenzial gering ist und denen in wissenschaftlichen Studien keine hormonelle Wirkung nachgewiesen wurde. Alle nachfolgenden Filter sind photostabil.

Übersicht über chemische, jedoch unbedenkliche UV-Filter:

  • Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S)
  • Drometrizole Trisiloxane (Meroxyl XL)
  • Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic Acid (Mexoryl SX)
  • Ethylhexyl Triazone (Uvinul T 150)
  • Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzone)
  • Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Uvinul A Plus)
  • Diethylhexyl Butamido Triazone (Iscotrizinol)
  • Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (Enzulisol)

Was verursachen chemische UV-Filter und wo werden sie angewandt?

Benzophenone und Ethylhexyl Methoxycinnamate resorbieren UV-Strahlen dadurch, dass sie mit unserer Haut reagieren und das Licht in Infrarotstrahlen und Wärme umformen. Jedoch benötigt dieser Hergang eine Anlaufzeit von etwa 30 Minuten, weshalb man gängige Sonnenschutzprodukte bereits etwa 30 Minuten vor einem Sonnenbad auftragen sollte. Doch nicht nur in üblichen Sonnencremes, -sprays und -lotionen werden UV-Filter zum Einsatz gebracht. Auch in Tagescremes und Lippenstiften sind die strittigen Inhaltsstoffe zu finden, um die Bildung lichtbedingter Falten hinauszuzögern. In Flüssigseifen, Parfüms, Shampoos und Duschgels, die in durchsichtigen Glas- oder Kunststoff-Verpackungen angeboten werden, bewirken chemische UV-Filter, dass Duft- und Farbstoffe trotz Licht-Kontakt widerstandsfähig bleiben. Benzophenon wird überdies als Hilfsmittel bei der UV-Härtung von Industrie-Lacken und Beschichtungen verwendet und bewahrt Druckfarben vor dem Verblassen.

Welche Produkte mit UV-Filtern gibt es zu kaufen?

UV-Filter sind insbesondere in Sonnencremes, aber auch in diversen anderen Körperpflegeprodukten wie zum Beispiel Make-ups oder Gesichtscremes enthalten. Abhängig vom Sonnenschutzfaktor werden die UV-Filter als separater Wirkstoff oder als Mischung verschiedener Stoffe eingesetzt.

Nachfolgend eine Liste von Produkten, die UV-Filter beinhalten können:

  • Abdeckprodukte
  • Augenpflegeprodukte
  • Augen-Make-up
  • Eyeliner
  • Duftprodukte
  • Haarfestiger (Pflege)
  • Haarfestiger (Styling)
  • Haarstyling-Produkte
  • Eyeliner
  • Gesichtspflegeprodukte
  • Hautpflegeprodukte
  • Handpflegeprodukte
  • Körperfarben
  • Lidschatten
  • Körperpflegeprodukte
  • Lippen-Make-up
  • Lippenpflege
  • Lippenstifte
  • Nagel-Bleichmittel
  • Make-up
  • Nagelhaut-Pflege bzw. -Entferner
  • Nagelhärter
  • Nagellacke
  • Nagelpflegeprodukte
  • Parfüms und Duftwässer
  • Shampoos
  • Sonnenschutz-Produkte
  • Sonnenschutzprodukte für das Haar

 

UV-Filter, die dringend gemieden werden sollten

  • 4-Methylbenzylidencampher (INCI: 4-Methylbenzylidencampher, Abkürzung: 4-MBC). 4-MBC ist ein chemischer Stoff, der Verwendung in Sonnenschutzmitteln findet, da er vor UV-B-Strahlung sowie Infrarotstrahlung schützt. Es handelt sich um ein weißes Pulver. Einer Studie des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich zufolge beschleunigt die chemische Verbindung die Entstehung von Krebs.
  • Homosalat: (INCI: Homomenthyl Salicylate). Homosalat gilt als enorm stabil. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass dieser UV-Filter vom Körper aufgenommen wird und auch auf Hormone Einfluss nimmt. Des Weiteren kann er allergische Hautreaktionen hervorrufen.
  • Oxybenzon (INCI: Benzophenone -3). Kaum ein anderer UV-Filter ist so nachteilhaft wie Oxybenzon. Die Substanz ist hormonell wirksam, bewirkt die Entstehung freier Radikale, wird vom Körper leicht aufgenommen und hat ein hohes Hautreizungsrisiko. Der Stoff ist instabil und darüber hinaus äußerst umweltschädlich.
  • Octinoxat (INCI: Ethylhexyl Methoxycinnamate oder Octyl Methoxycinnamat). Unverständlicherweise gehört er zu den am häufigsten eingesetzten UV-Filtern, es ist jedoch dringend von dieser Substanz abzuraten. Ethylhexyl methoxycinnamate wird leicht vom Körper aufgenommen und besitzt eine östrogene Wirkung. Studien haben erwiesen, dass es bei Sonneneinwirkung zur Entstehung von freien Radikalen kommt und dass die Substanz umweltschädlich ist. Dabei kann Ethylhexyl methoxycinnamate unter Licht-Einfluss inaktiver werden. Alles in allem also Eigenschaften, die nicht für eine Verwendung sprechen. Octinoxat besitzt allerdings ein geringes Hautreizungsrisiko.
  • Padimate O (INCI: Octyldimethyl PABA / Ethylhexyl Dimethyl PABA). Padimate O ist ein Derivat des weitverbreiteten PABA (Para-Aminobenzoic Acid). PABA war eines der ersten UV-Filter-Stoffe. Mittlerweile wird der Stoff in der Regel nicht mehr eingesetzt. Es hat sich eindeutig entpuppt, dass er allergische Reaktionen auslöst, freie Radikale hervorbringt und tief in die Haut einfällt. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass der UV-Filter sogar Krebs hervorrufen kann. PABA darf dennoch eingesetzt werden. Finden Sie diesen Wirkstoff unter den Inhaltsstoffen eines Produkts, sollten Sie die Ware zurück ins Regal stellen.
  • Amiloxat (INCI: Isoamyl p-Methoxycinnamate).

Über diesen UV-Absorber ist die wissenschaftliche Faktenlage bislang gering. Wie man am Namen erkennen kann, ist er eng verwandt mit dem schädlichen Octinoxat, das deutlich öfter in Sonnencremes eingesetzt wird. Es gibt jedoch zahlreiche Publikationen, die Amiloxat gesundheitsschädliche Wirkungen attestieren.

Weiterer Hinweis

Eine Anmerkung zur Aufnahme von UV-Filtern über die Haut in den Organismus: Die Wahrscheinlichkeit ist bei gesunder und widerstandsfähiger Haut selbstverständlich niedriger als beispielsweise bei der verletzlichen Haut von Kindern oder hautkranken Menschen. Es ist trotz allem wichtig, sich mit Sonnencreme zu schützen. Und es ist vorteilhaft, auf ein unbedenkliches Produkt zurückzugreifen. Eines ist jedoch wichtig: Sonnenstrahlen schädigen die Haut. Es ist also in jedem Fall besser, sich mit einem schlechteren Produkt einzucremen, als überhaupt nicht. Kosmetik ohne UV-Filter sollte nur an Tagen angewandt werden, an denen die Sonne kaum scheint.

Fazit

Sonnencremes wurden vor einiger Zeit überwiegend im Sommerurlaub oder an warmen Wochenenden im Freien angewandt, so dass die Konsumenten letzten Endes nur selten mit Filtersubstanzen in Kontakt kamen. Heute jedoch stecken UV-Filter in etwa 90 Prozent aller Tagescremes. Dazu kommt, dass die Mehrheit der Menschen zusätzlich weitere Kosmetik wie Duschgels, Parfüms und Lippenstiftenutzt, in denen UV-Filter ebenfalls meist enthalten sind – ganz zu schweigen von anderen chemischen Beauty-Inhalten, etwa Parabenen, welche einen vergleichbaren hormonellen Effekt aufweisen. Essen die Menschen dann auch noch durch UV-Filter belasteten Fisch, ist das Maß eindeutig voll. Dabei sind Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenon nicht nur gefährlich, sondern auch abkömmlich. Wer sich vor Sonnenlicht schützen möchte, kann das auch mit Naturkosmetik tun, welche mineralische Pigmente wie Zinkoxid und Titandioxid beinhaltet. Diese Stoffe bleiben an der Oberfläche der Haut, reflektieren das Licht und sind direkt wirksam. Man kann also festhalten, dass Naturkosmetik in puncto Sonnenschutz klar im Vorteil ist. Sie ist wirksam, aber verträglich und umweltschonend


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