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Linalool

LinaloolObgleich wohl kaum jemand genau weiß, was es mit dem Stoff Linalool auf sich hat, ist er uns doch Tag für Tag viel näher als wir uns vorstellen. Linalool – was ist das? Diese Frage werden sich nun die meisten stellen. Schauen wir also einfach mal, was es mit diesem Stoff auf sich hat. Als Bestandteil ätherischer Öle kommt Linalool in zahlreichen Kräutern unseres täglichen Gebrauchs vor. So zum Beispiel auch in Zimt, Hopfen, Muskat, Koriander. Doch auch in Basilikum, Oregano, schwarzem Pfeffer und auch Safran ist Linalool enthalten. Weiterführen können wir diese Liste mit Bohnenkraut, Zimt und Majoran. Daneben gibt es noch weitere Kräuter, die wir hier an dieser Stelle anführen könnten. 

 

Nachdem wir nun wissen, wo Linalool als natürlicher Inhaltsstoff vorkommt, schauen wir uns einmal die genaue Definition an. In der chemischen Erklärung klingen dieser natürliche Stoff und sein blumiger Duft nicht mehr so ganz romantisch. hiernach handelt es sich bei Linalool um einen tertiären, einwertigen Alkohol, der zur Gruppe der acyclischen Monoterpene gerechnet wird. Demnach definiert sich Linalool als eine farblose Flüssigkeit, die sich durch einen blumigen Duft, der von einer besonderen Frische begleitet wird, auszeichnet. Der Vollständigkeit halber wird hier noch einmal ein Blick auf die Strukturformel von Linalool geworfen, die da lautet: C10H18O.

Die Gewinnung und Herstellung von Linalool ist in vielen Bereichen ein wichtiger Faktor. Obgleich Jahr für Jahr nahezu 20.000 Tonnen Linalool industriell hergestellt werden, so ist dies jedoch im Vergleich zu dem, was natürlich gewonnen wird, nur ein kleiner Bruchteil. Doch ganz gleich, ob natürliche Gewinnung oder industrielle Herstellung, Linalool findet als vielseitiger Inhaltsstoff eine breite Anwendungsmöglichkeit. Diese Bereiche schauen wir uns nun im Folgenden einmal genauer an. 

 

Übersicht über die Anwendungen von Linalool

Seine Anwendung findet Linalool sowohl als Geruchsstoff wie auch als Geschmacksstoff. Dabei findet es den überwiegenden Anteil seiner Verwendung in der Kosmetikindustrie, wo Linalool unter anderem in folgenden Produkten vorkommen kann:

  • Rasierwasser
  • Shampoos und Duschbäder
  • ätherische Öle, die im Bereich der Aromatherapie eingesetzt werden
  • Gesichtsreinigung 
  • Cremes und Salben
  • Massageölen 
  • Duftsäckchen

Wir sehen also, dass der Bereich der Kosmetik mit Linalool sehr breit gefächert ist. Sicher finden sich auch im Bereich der Kosmetik ohne Linalool zahlreiche Produkte, dennoch ist es so, dass der Großteil der Kosmetik mit Linalool am Markt vertreten ist, da Linalool zu den Stoffen gehört, deren Wirkung nicht oder nur selten schädlich ist und die in den seltensten Fällen eine Allergie hervorrufen. 

Daneben findet Linalool jedoch auch im Bereich der Naturmedizin seinen Einsatz. Hier dient dieser Stoff in erster Linie als natürliche Einschlafhilfe. Doch auch seine entzündungshemmende Wirkung und seine antibakteriellen Eigenschaften wissen die Naturmediziner sehr zu schätzen. In seiner eigenschaft als Entzündungshemmer wird Linalool besonders gerne zur Behandlung von Narben und von diversen Hautproblemen eingesetzt. Doch auch in der Behandlung der heimtückischen Krankheit Multiple Sklerose wird Linalool gerne genutzt. Daneben finden wir noch ein Einsatzgebiet dieses Naturstoffes, das wir so auf den ersten Blick wahrscheinlich nicht vermuten würden. Linalool wird auch in verschiedenen Waschmitteln wie auch in Reinigungsmitteln als Duftstoff eingesetzt. 

Linalool

Linalool und seine Nebenwirkungen 

Nachdem wir nun wissen, dass Linalool im Grunde genommen zwar ein Stoff ist, der seit 2005 zum Schutz der Duftstoffallergiker kennzeichnungspflichtig ist, so gehört er doch zu den allergenen Stoffen, die im Vergleich zu ihren Verwandten nur selten und wenn dann wenig allergische Reaktionen hervorrufen. Schauen wir uns nun einmal an, welche Nebenwirkungen im Einzelnen auftreten können. Trotz der Kennzeichnungspflicht gilt Linalool als absolut bedenkenlos. Es ist ein reiner Naturstoff, der als nicht komedogen gilt und somit im Großen und Ganzen keine schädigende Wirkung für unsere Haut mit sich bringt. Aufgrund dieser Tatsache ist es auch nicht möglich, dass hier bei der Anwendung von Linalool auf bestimmte Symptome geachtet werden muss. 

Sicher gibt es in einzelnen Ausnahmefällen immer noch Verbraucher, die auf diesen Stoff reagieren und deren Haut unter Reizungserscheinungen leidet, dennoch gibt es auch solche Fälle. Diese sind jedoch nicht nur selten sondern nehmen im Grunde genommen auch immer einen sehr leichten Verlauf. Für all jene empfiehlt es sich, hier in diesem Fall auf Kosmetik ohne Linalool zurückzugreifen. Im Umgang mit diesem Stoff muss jedoch immer darauf geachtet werden, dass es sich hier um einen besonders leicht entflammbaren Stoff handelt. Bei der Handhabung sollte offenes Feuer vermieden werden. 

Wer jedoch auf Linalool reagiert sind Duftstoffallergiker, die eine besondere Überempfindlichkeit haben. Bedingt durch die Tatsache jedoch, dass Linalool auch in Reinigern und Waschmitteln vorkommt, ist es hier nicht immer leichter, eine Allergie zu lokalisieren. Besondere Schwierigkeiten bereiten diesen Allergikern jedoch auch die diversen Raumerfrischer, die vor allem in öffentlichen Gebäuden zu finden sind. Hier können die einzelnen Geruchspartikel über die Atemwege aufgenommen werden und können hier zu Problemen führen. Dies ist jedoch eher selten der Fall, obgleich die Zahl der Duftstoffallergiker stetig ansteigt.  

 

Was es sonst noch über Linalool zu wissen gibt

Linalool ist als reiner und zu hundertprozentiger pflanzlicher Stoff deklariert. Somit gilt er auch als vollkommen vegetarisch und vegan. Dies hat natürlich den Vorteil, dass derartige Kosmetik auch von vegan lebenden Menschen bedenkenlos eingesetzt werden kann. Auch sie lassen sich von diesem Stoff, dem ein besonders blumiger Duft anhaftet, verzaubern. Durch seine zahlreichen positiven Eigenschaften findet Linalool zahlreiche Verwendungen. Antibakteriell und rein natürlich wirkend kommt es in zahlreichen Kosmetikprodukten vor, die auch Veganer und Vegetarier nutzen können. Dieser Stoff ruft in der Regel keine Allergie hervor und bringt auch in Bezug auf Nebenwirkungen so gut wie keinerlei Symptome mit sich. Dies macht Linalool auch zu einem besonders beliebten Zusatz in der Naturkosmetik. Dieser Stoff ist entgegen der Meinung vieler Menschen weder giftig noch krebserregend. Wer Kosmetik ohne Linalool kaufen möchte, weil er eine bekannte Überempfindlichkeit hat, der sollte gut auf die jeweiligen Inhaltsstoffe des Produktes achten. 

Eine für viele Menschen, auch für betroffene Allergiker überraschende Tatsache ist die, dass Linalool auch in Wollwachs vorkommt. Als solche wird die Unterwollfettschicht der Schafe bezeichnet. Auch sie enthält Anteile von Linalool und kann somit auch zu Reaktionen bei entsprechend überempfindlichen Allergikern führen.  Auch Wollwachs wird in verschiedenen kosmetischen Produkten eingesetzt. Ob Creme oder Seife oder Lippenstifte oder Badezusätze. Auch hier findet sich also Linalool als Bestandteil, auch wenn in der Kennzeichnung Linalool nicht extra aufgeführt ist. Wer also zu Reaktionen neigt, der sollte nicht nur auf Linalool in den Inhaltsstoffen achten sondern eben auch auf den Zusatz von Wollwachs.


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