Datenschutzbestimmung Mehr Infos

ⓘ Hinweise: Cookie-Nutzung | Produktauswahl, Finanzierung und Bewertungsverfahren

Geraniol

GeneraniolGeraniol ist ein Duftstoff, der vielen Parfums einen blumigen Duft verleiht. Neben seines wohlriechenden Charakters hat es noch andere bemerkenswerte Eigenschaften, doch kann Geraniol für empfindliche Menschen schädlich wirken. Um Sie näher über den Naturstoff Geraniol zu informieren haben wir im Folgenden eine ausführliche Übersicht für Sie zusammengestellt.

Chemische Definition

Per Definition ist Geraniol ein Alkohol bestehend aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Es ist ein Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Citronellol, Citral und Geranylestern entsteht. Die Summenformel von Geraniol ist C10H18O und die dazugehörige Strukturformel besteht also aus zehn Kohlenstoff, 18 Wasserstoff und einem Sauerstoff Atom. Geraniol wird außerdem als Lemonol oder Geranylalkohol bezeichnet und ist eine farblose, blumig duftende Flüssigkeit.

Wie wird Geraniol gewonnen?

Wie der Name es suggeriert kommt Geraniol am meisten im ätherischen Öl der Geranien vor. Es heißt Palmrosa-Öl und ist außerdem in großen Mengen in Rosen zu finden. Zudem enthalten zum Beispiel auch Koriander, Lorbeer, Thymian, Currykraut und Muskat den Duftstoff. Die einfachste Art Geraniol zu gewinnen ist die Hydrierung von Citral, aber auch Destillation ist möglich und ebenso kann der Stoff synthetisch gewonnen werden.

Warum enthalten Kosmetika Geraniol?

Geraniol ist ein Alkohol und lässt daher in vielen verschiedenen Stoffen lösen. Somit können Hersteller ihn in einer Vielzahl von Produkten verwenden. Es sorgt neben dem angenehmen Geruch auch für ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Da es sowohl natürlich als auch künstlich gewonnen werden kann, ist es bei Herstellern beliebt und Kunden schätzen es genauso, schließlich ist ein blumiger Duft sehr angenehm.

Geraniol

Welche Produkte enthalten Geraniol?

Geraniol wird am häufigsten als Duftstoff in Parfüms verwendet. Zudem ist es ein guter Wirkstoff zur Abwehr von Insekten und wird ebenso in der Aromatherapie eingesetzt. Im täglichen Leben findet man den Stoff in einer Vielzahl an Pflegeprodukten für Ihren Körper und sogar manchen Backwaren, Süßigkeiten oder Getränken.

Die medizinische Wirkung von Geraniol

Geraniol ist als Alkohol ein recht vielseitiger Stoff und rückte so immer wieder in den Vordergrund medizinischer Forschung. Einige Studien konnten beispielsweise zeigen, dass es das Potential hat den Zelltod von Krebszellen herbeizuführen und Tumore daran hindert schnell zu wachsen. Durch diese wichtigen Eigenschaften ist Geraniol eines der meist erforschten Duftstoffe, die es so gibt.

Ist Geraniol schädlich?

Obwohl Geraniol ein pflanzlicher Naturstoff ist, können Duftstoffe besonders sensible Haut schnell reizen und Dermatitis oder Nesselsucht auslösen. Es gilt als schwaches Kontaktallergen. Wenn Geraniol allerdings oxidiert, so können seine Autooxidationsprodukte eine sehr viel stärkere Wirkung auf Allergiker haben. Die Europäische Union hat aus diesem grund 2005 festgelegt, dass 26 Duftstoffe, zu denen Geraniol eben gehört, in der INCI-Deklaration des jeweiligen Produkts aufgeführt sein müssen. INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, also internationale Regeln, die dafür sorgen, dass Inhaltsstoffe von Kosmetika einheitlich und richtig auf dem jeweiligen Pflegeprodukt benannt werden. Auch wenn Geraniol nur ein einzelner Bestandteil von zum Beispiel Palmrosa-Öl ist, muss es einzeln genannt werden, um den Verbraucher zu schützen. Dies ist dann der Fall, wenn die Konzentration in einem Kosmetikprodukt, dass auf die Haut aufgetragen wird, also bei sogenannten „leave on“ Produkten, bei mindestens 0,001% liegt. Bei Seifen oder anderen Mitteln, die wieder abgewaschen werden, sogenanntes „rinse off“ Produktes, sind es hingegen 0,01%.

Hinsichtlich der Umwelt ist Geraniol nicht schädlich, weil es laut den OECD Richtlinien also schnell biologisch abbaubar, also readily biodegradable gilt.

Wie zeigt sich eine Duftstoffallergie?

Wenn Sie gegen bestimmte Duftstoffe wie Geraniol allergisch sind, merken Sie dies meist zunächst an einem Juckreiz auf der Haut. Durch direkten Hautkontakt kann es zu einer sogenannten Sensibilisierung kommen, was bedeutet, dass Ihr Körper den fremden Duftstoff als gefährlich einstuft und deswegen das Immunsystem alarmiert. Das wiederum reagiert mit Juckreiz, Schwellungen und Rötungen, entweder direkt oder verzögert. Wenn der Duftstoff zum Beispiel durch Raumsprays in die Atemwege aufgenommen wird, kann eine Allergie Unwohlsein und Atemprobleme hervorrufen. Das sind die unangenehmen Nebenwirkungen des angenehmen Dufts. Falls diese Symptome auftreten, sollten Sie auf Geraniol und andere Duftstoffe in Ihren Kosmetika verzichten.

Geraniol in der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist Geraniol ein natürlicher Bestandteil ätherischer Öle. Solche ätherischen Öle werden in einer Schwangerschaft zum Beispiel für eine Aromatherapie verwendet, die Schmerzen und Beschwerden lindern soll. Außerdem kann es durch seine leicht pestizide Wirkung gegen Mücken und andere Insekten verwendet werde. Viele Mütter greifen zu Produkten mit Geraniol gegen Milben, Läuse und gegen Flöhe im Haushalt. Dies gilt als nicht schädlich, solange der Kontakt nicht zu extensiv wird, zum Beispiel durch Einnahme des Naturstoffs in größeren Mengen. In der Schwangerschaft ist die Wirkung allerdings nicht eindeutig, manche Ratgeber führen Geraniol als einen Stoff auf, den es zu vermeiden gilt – besonders wenn die Schwangere geruchsempfindlich oder sogar allergisch ist. Es ist daher empfehlenswert einen Arzt oder eine Hebamme zu konsultieren, bevor Geraniol in der Schwangerschaft verwendet wird.

Geraniol

Wie erkennen Sie Kosmetik mit Geraniol?

Geraniol muss auf Ihren Pflegeprodukten gekennzeichnet sein, wenn es in genügend großer Menge enthalten ist. Die Liste der Inhaltsstoffe finden Sie meist auf der Rückseite des Kosmetikartikels. Beachten Sie hierbei, dass Geraniol auch als Lemonol oder Geranylalkohol bekannt ist. Wenn es nicht eindeutig deklariert ist, dann kann Ihr Pflegeprodukt zwar trotzdem Geraniol enthalten, dieses ist aber in einer so geringen Menge vorhanden, dass es keine Allergien auslösen kann und somit irrelevant ist. Wenn die im Produkt enthaltenen Duftstoffe nicht deklarierungspflichtig sind, also nicht als Allergie erregend oder reizarm gelten, werden sie in der Mischung als Parfum, Aroma oder Fragrance beschrieben.

Was für Alternativen zu Geraniol gibt es?

Für Allergiker, Menschen mit empfindlicher Haut oder einfach um auf Nummer sicher zu gehen, gibt es mittlerweile immer mehr Kosmetik ohne Geraniol, andere Alkohole oder sonstige reizende Bestandteile. Im Gegensatz zu synthetisch hergestellten Inhaltsstoffen, wie Parabenen oder Silikonen, sind können Duftstoffe als pflanzliche Inhaltsstoffe in Naturkosmetik enthalten sein. Daher muss man leider etwas genauer hinschauen. Reizfreie Naturkosmetik bietet zahlreiche Alternativen zu Bodylotions, Deodorants, Duschgels, Seifen, Gesichtscremes und sogar Gesichtsmasken, Handcremes, Shampoos, Lippenpflege und vielem mehr. Sie müssen sich von einer Unverträglichkeit also nicht einschränken lassen. Eine große Hilfe ist es sich über bestimmte Kosmetika zu informieren bevor Sie sie kaufen, um großartiges Suchen im Drogeriemarkt zu vermeiden. Doch es soll betont sein, dass Naturkosmetik nicht gleich reizfrei ist.


Unser Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die von uns zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss.