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Benzophenone

Benzophenone

Wenn wir den Begriff Benzophenone lesen, dann fragen wir uns sicher fast alle einmal: Was ist das? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, schauen wir uns zunächst an, welcher Definition sie unterliegen. Der Definition nach handelt es sich um eine chemisch – organische Verbindung, welche zu der Gruppe der Ketone wie auch der Aromaten gezählt wird. Die chemisch korrekte Bezeichnung ist Diphenylmethanon. Die Frage nach dem Was ist das? Lässt sich zwar auch durch die chemische Summenformel nicht so genau definieren, dennoch sollte sie der Vollständigkeit halber nicht fehlen.Bei C13 H10 O, also dem Benzophenon, handelt es sich um einen farblosen Stoff, dem ein Geruch ähnlich dem der Geranien anhaftet.

 Aus dophenone auch und gerade in der Kosmetikindustrie eine breite Verwendung. Benzophenone sind keine natürlich vorkommenden Stoffe, sie entstehen durch die Reaktion zweier anderer Stoffe miteinander. Diese sind Benzol und Tetrachlormethan. In seiner Eigenschaft als fester Stoff bildet Benzophenon sogenannte rhombische Kristalle, welche bereits bei einer Temperatur von 49 Grad Celsius ihren Schmelzpunkt erreichen. Benzophenone finden verschiedene Anwendungen, die wir uns im Folgenden einmal genau anschauen.

 

Bezophenone und ihre Einsatzgebiete

Benzophenone kommen in den unterschiedlichen Kombinationen vielfach zum Einsatz. Schauen wir uns nun einmal die wichtigsten in einer Übersicht an.

  • in der Industrie für Tinten und auch Beschichtungen im Bereich Druckindustrie
  • in der Verpackungsindustrie
  • in der Kosmetikindustrie
  • in Laboren

Wenn wir uns nun diese Übersicht anschauen, dann sind die doch sehr konträren Einsatzbereiche verwirrend. Wenn wir uns jedoch einmal die Flexibilität dieses Stoffes vor Augen halten, dann wird alles etwas verständlicher.

In der Druckindustrie zum Beispiel kommen Benzophenone als sogenannte Fotoindikatoren zur Anwendung im Bereich der UV Härtung. Hier eben für Tinten und auch für Beschichtungen.

In der Verpackungsindustrie kommen Benzophenone beispielsweise im Bereich UV Schutz zum Einsatz. Hier sorgen sie als Zusatz in den jeweiligen Verpackungen dafür, dass diese nicht vom Sonnenlicht zerstört werden.

Auch im Laborbereich finden die Benzophenone ihren Einsatz. Hier dienen sie als Indikator in Verbindung mit Natrium, wenn es um den Prozess der Trocknung organischer Lösungsmittel geht.

Als größtes Einsatzgebiet der Benzophenone können wir wohl in jedem Fall die Kosmetikindustrie ansehen. Zahlreiche Kosmetik mit Benzophenonen ist am Markt vertreten. In Cremes und Shampoos, Parfüms, aber auch in Seifen findet es Anwendung. Hier dient es dem Schutz der enthaltenen Duftstoffe und Farben.  Auch in diesem Bereich sind sie also vielfach vertreten.

Benzophenone sind also Stoffe, die wir in unserem täglichen Leben immer um uns haben und mit denen wir nahezu in den meisten Situationen unseres Lebens in Kontakt kommen. Dennoch ist es gerade im Bereich der Kosmetikindustrie so, dass nicht jeder diesen Stoff verträgt. Der eine oder andere wird auf Kosmetik ohne Benzophenone zurückgreifen müssen, da er auf diese eine Allergie entwickelt hat. Für manchen Menschen können sich Benzophenone schädlich auswirken. Schauen wir uns nun also einmal an, welche Nebenwirkungen sie hervorrufen können.

Benzophenone und ihre möglichen Nebenwirkungen 

Schauen wir uns einmal die Inhaltsstoffe der verschiedenen Kosmetika an, dann werden wir schnell feststellen, dass ganz viele Hersteller auch Benzophenone in den unterschiedlichen Zusammensetzungen im Bereich der Inhaltsstoffe aufgeführt haben.  Viele Menschen vertragen diese auch ganz gut, aber es gibt auch solche, die auf Kosmetik ohne Benzophenone zurückgreifen müssen. Warum dies so ist und was passieren kann wenn dieser Inhaltsstoff eine Allergie hervorruft, werden wir nun einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Wenn wir uns einmal den Stoff Oxybenzon anschauen, kann einmal verdeutlicht werden, was gemeint ist. Oxybenzon beispielsweise ist ein sogenanntes Derivat des Benzophenons und ist in Sonnencremes als UV Schutz zugelassen, kann jedoch Allergien hervorrufen. Aufgeführt und bezeichnet wird es hier im Bereich der Inhaltsstoffe als Benzophenon-3. Bereits im Jahre 2013 wurde von der IARC, also der Internationalen Agentur für Krebsforschung, das Benzophenon als Stoff eingestuft, der möglicherweise krebserregend sein kann. Obgleich es in diesem Zusammenhang noch keine genauen Erkenntnisse gibt, sollten Menschen, die empfindlich sind, immer genau auf die Inhaltsstoffe achten.

Allergien treten bei den meisten Betroffenen auf, wenn die Derivate der Benzophenone mit Sonnenlicht in Berührung kommen. Dies jedoch ist bei einer Sonnencreme immer der Fall und so sollte stets darauf geachtet werden, welche Inhalte angegeben sind. Im Zusammenhang mit den Benzophenonen und deren möglicherweise schädlichen Wirkung sollten wir uns auch einmal die verschiedenen Kategorien der Benzophenone in einer kleinen Übersicht anschauen.

  • Benzophenone-1 sind ein UV Absorber welche einen synthetischen Ursprung haben. Sie gelten als besonders bedenklich, finden aber vereinzelt ihren Einsatz in Shampoos und einigen Nagelpflegeprodukten
  • Benzophenone-2 gelten auch als chemische Lichtschutzfilter. Sie wirken allerdings auf hormonaktivierender Basis. Das bedeutet, sie wirken sich auf die Hormone aus und sollten daher beispielsweise nicht während einer Schwangerschaft zur Anwendung kommen. Sie gelten ebenfalls als besonders hautirritierend. Sie können durchaus auch zu phototoxischen Reaktionen führen.
  • Benzophenone-3 sind in Sonnencremes enthalten und können ebenfalls Hautirritationen hervorrufen. Auch in bestimmten Shampoos kommen sie zum Einsatz.
  • Benzophenone-4 gelten als organische UV Breitbandfilter und sind wie die anderen Benzophenone auch für die Verwendung in Kosmetika und auch in Sonnencremes zugelassen. Sie schützen diese unter anderem auch vor der Sonneneinstrahlung. Daneben finden sie jedoch auch als Härter in der Verpackungsindustrie wie auch in der Druckindustrie ihren Einsatz.

Grundlegend kann also davon ausgegangen werden, dass alle Benzophenone ein gewisses Potenzial haben, zu Allergien und Hautreizungen zu führen. Dennoch sind sie aus den verschiedenen Bereichen der Kosmetikindustrie nur schwer wegzudenken.

Forscher haben festgestellt, dass Benzophenone sich auch negativ auf die Umwelt auswirken können. So sind beispielsweise Algen und Korallen in den Meeren betroffen. Auch sie kommen Jahr für Jahr mit unzähligen Mengen an den in Sonnencremes enthaltenen Benzophenonen in Kontakt.

 

Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Benzophenone
Viele beliebte Produkte unseres täglichen Lebens enthalten Benzophenone. Angefangen von Nivea Pflegeduschen bis hin vielen Produkten von Schwarzkopf sind sie vertreten. Nicht nur dann, wenn sicher ist, dass eine Unverträglichkeit vorliegt, sondern auch dann wenn eine Schwangerschaft besteht, sollte immer auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Sicher ist ein Schutz vor UV Einstrahlung wichtig und sinnvoll, dennoch sollte in bestimmten Lebensphasen auf den Einsatz von Kosmetika mit Benzophenonen, die sich auch auf die Hormone auswirken können, verzichtet werden. Vor allem während einer Schwangerschaft sollte dieses Thema mit dem behandelnden Frauenarzt kommuniziert werden.

Benzophenone im industriellen Einsatz

Wenn wir uns nun einmal anschauen, welche weiteren Einsatzbereiche die Benzophenone außerhalb der Kosmetikbranche haben, dann bleibt auch hier die Frage nach der Unbedenklichkeit. Hierbei müssen wir uns nur einmal vor Augen halten, in welchem Zusammenhang Benzophenone sich schädlich auf unseren Körper auswirken können. Wie wir im Bereich der Kosmetik mit Benzophenonen gesehen haben, ist dies immer dann der Fall, wenn wir mit diesem Stoff direkt Kontakt haben und er durch unsere Haut hindurch auch in unseren Organismus gelangen kann. Hier können wir jedoch im Falle des Falles problemlos auf Kosmetik ohne Benzophenone zurückgreifen. Wenn wir davon ausgehen, dass sie als Härter auch in zahlreichen Verpackungen auftreten, dann werden wir wohl diesen in den meisten Fällen nicht aus dem Weg gehen können. Allerdings muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass die Benzophenone hier zum einen meist in einer anderen Zusammensetzung auftauchen, zum anderen ist es jedoch auch so, dass wir mit diesen Verpackungen in der Regel nicht in den engen Kontakt kommen, dass sie unsere Haut reizen können.

Alles in allem sind Benzophenone sicher wichtige Stoffe für bestimmte Bereiche, dennoch sollten wir unseren Umgang mit ihnen überdenken. Nicht nur für unsere eigene Gesundheit sondern auch im Hinblick auf unsere Umwelt.


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