Macadamianussöl


Das Pflanzenöl für eine weiche & geschmeidige Haut

Wirkstoff Macadamianussöl – Worum geht’s?

Jeder kennt diese haselnussähnlichen, sehr feinen und wohlschmeckenden Nüsse. Sie gelten als die teuersten Nüsse der Erde und nicht nur deshalb, weil die Nachfrage nach ihnen ständig steigt. Nein, auch weil deren Anbau sehr schwierig ist. Daher ist die Bezeichnung „Königin der Nüsse“ alles andere als an den Haaren herbeigezogen. Die Macadamianuss, die ursprünglich aus Australien stammt und schon den Ureinwohnern Australiens – den Aboriginies – als eiweiß- und fettreiche Nahrungsquelle diente, reifen auf den Bäumen und werden vom Boden geerntet. Auf Grund ihres Urpsrunges wird diese Nuss auch gern als „australische Haselnuss“ oder „Queenslandnuss“ bezeichnet. Jedoch wurde die Nuss nach ihrem Entdecker Dr. John McAdam bezeichnet, der diesen Baum vor etwa 150 Jahren entdeckte. Der Baum, der selbst bis zu 15 Meter hoch wird, trägt jedoch erst nach sieben bis acht Jahren kastanienähnliche Steinfrüchte, die etwa zwei bis drei Zentimeter groß sind. Die Schale der Nüsse ist braun, hart und stark verholzt, jedoch beinhaltet sie bis zu 75% eines hellgelben Öls. Dieses ist durch seinen feinen, zartnussigen Duft und seinen durchaus delikaten Geschmack bekannt. Dadurch, dass die Schale der Nüsse aber so hart ist, müssen sie maschinell geöffnet werden und können lediglich mit der Hand nach dem Herabfallen gesammelt werden.

Und was gibt die Nuss inhaltlich so her?

Charakteristisch und zugleich außergewöhnlich ist das Macadamianussöl deshalb, weil es einen hohen Gehalt an Palmitoleinsäure aufweist. Diese einfach-ungesättigte Fettsäure besteht aus 16 C-Atomen und ist vor allem in tierischen Fetten enthalten. Nennenswerten Anteil dieser Fettsäure hat darüber hinaus ebenso das Avocadoöl. Diese einfach-ungesättigte Fettsäure ist aber dafür verantwortlich, dass das Einziehvermögen eines Öls gefördert und eine bessere Spreitung ermöglicht wird. Daher wird dieses wertvolle Öl sehr gern für Aroma-Massagen verwendet. Es lässt sich nicht nur angenehm verteilen, sondern lässt durch den hohen Gehalt an Ölsäure ätherische Öle sehr gut in die Haut penetrieren. Darüber hinaus gilt es als tierischer Ersatz für das Nerz- bzw. Minköl, welches ebenfalls einen sehr hohen Gehalt an Palmitoleinsäure aufweist.

Wie wirkt Macadamianussöl?

Dieses Öl eignet sich hervorragend für Menschen mit trockener, spröder und sensibler Haut. Die Zusammensetzung der Fettsäuren ähnelt nämlich der des menschlichen Hauttalges. Das fette Öl der Macadamianuss wirkt nämlich ausgesprochen hautglättend, weich machend und außerdem regenerierend. Doch Macadamianussöl findet seinen Einsatz nicht nur in Hautpflegeprodukten, sondern auch in Haarpflegeprodukten. Das Öl eignet sich nämlich perfekt für die Pflege von sprödem und trockenem Haar. Nach dem Duschen oder Baden kannst Du das Öl sparsam in das noch feuchte Haar einmassieren. Fertig ist die hervorragende Spezialpflege! Da das Macadamianussöl selbst keine nennenswerten Mengen an Linolsäure enthält, wird es gern mit linolsäurebetonten Ölen wie Traubenkern- oder Arganöl kombiniert und zu Oleogelen verarbeitet.

Vorsicht, Nebenwirkungen!

Kann ein fettes Öl Nebenwirkungen aufweisen, fragst Du Dich?! Gelegentlich schon, jedoch ist dieses Öl völlig unbedenklich. Der einzige Nachteil: Das Öl ist relativ oxidationsempfindlich aufgrund seiner Anzahl an Doppelbindungen. Daher solltest Du das Öl möglichst in einer dunklen, gut gefüllten Flasche aufbewahren, die ordentlich verschlossen ist. Außerdem bevorzugen fette Öle vor allem kühlere Lagertemperaturen. Hältst Du all‘ diese Ratschläge ein, ist Dein Macadamianussöl bis zu 12 Monaten haltbar.

Klartext: Sinnvoll oder nicht?

Ganz klar: SINNVOLL! Denn abseits von seinem Einsatz als Speiseöl, wird dieses exquisite Pflanzenöl wie oben schon erwähnt eben besonders gern als Haut- und Pflegeöl eingesetzt. Denn dadurch, dass das Öl langsam in die Haut einzieht, schafft es ein gutes und samtiges Hautgefühl. Es ist also ideal als Grundlage für aromatische Massageöle geeignet. Und wer lässt sich denn nicht gern ausgiebig vom Partner oder einer Masseusin verwöhnen?!

 

Quellenverzeichnis:

Bräutigam, Brigitte: Lexikon der kosmetischen Rohstoffe. Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2012, S. 40

Käser, Heike: Naturkosmetische Rohstoffe. Freya Verlag, Zürich, 2011, S. 74 ff