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Kollagen

4. Dezember 2013

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Was sind Kollagen?


Kollagen war früher unter der INCI-Bezeichnung Collagen sehr häufig in Cremes, insbesondere Anti Age Kosmetik, zu finden. Damals ein wahrer Trend-Wirkstoff, der in kaum einem Produkt fehlen durfte. Mit dem BSE-Skandal ebbte der Hype ums Kollagen jedoch ebenso rasch ab, wie er gekommen war – denn Kollagen ist ein Protein, das sowohl im tierischen als auch im menschlichen Körper vorkommt. Zur Gewinnung des kosmetischen Wirkstoffs werden also tierische Ausgangsprodukte verwendet. In jüngster Zeit findet man diesen wieder vermehrt in Cremes.

Worum es geht

Die menschliche Lederhaut besteht aus dichtem Bindegewebe. Hier sorgen unter anderem Kollagen und Elastin für die Festigkeit. Kollagen ist das Protein, welches im menschlichen Körper mit Abstand am häufigsten vorkommt – nämlich mit etwa 60 Prozent. Es ist sowohl in der Haut als auch in Sehnen und Knorpeln eingelagert. Hierdurch erkennt man sofort, welchen Effekt Kollagen auf die menschliche Haut hat. Es sorgt dafür, dass sie glatt und straff bleibt. Aus diesem Grund boomte Kollagen vor einigen Jahren eben auch als Kosmetikwirkstoff. Damals wurde der Wirkstoff überwiegend aus der Plazenta von Rindern gewonnen. Mit dem BSE-Skandal verabschiedete sich demnach auch das Kollagen aus den Cremes. Heutzutage gewinnt man den Wirkstoff unter anderem aus Fischresten oder aus der Haut von Schweinen. Genaugenommen sind diese Alternativen zum Rinderkollagen kaum nötig. Denn heute weiß man, dass Kollagenmoleküle zu groß sind, um die Haut zu durchdringen. Aus diesem Grund wird Kollagen nun auch weniger als „von innen aufpolsternder“ Anti Age-Wirkstoff genutzt, sondern als Feuchtigkeitsspender.

Was bewirkt Kollagen

Wie bereits erwähnt, können die Kollagenmoleküle nicht in die Haut eindringen. Kollagen wirkt als Zusatz in Cremes eher als Feuchtigkeitsspender und ist dabei mit Hyaluronsäure zu vergleichen. Denn auch Kollagen bildet einen leichten Film, durch den die Haut sofort glatter und frischer aussieht. So kann man eher von einem schnellen Kurzzeiteffekt sprechen, denn dauerhaft verbleibt dieser Film natürlich nicht auf der Haut. Die früher beworbene Faltenglättung und Straffung ist jedoch nicht möglich – zumindest nicht mittels einer Creme. Denn stattdessen werden auch spezielle Injektionsmethoden angeboten. Dabei wird Kollagen unter die Haut injiziert und tiefe Falten können optisch geglättet bzw. unterpolstert werden.

Nebenwirkungen – für wen ist es nichts?

Kollagen verursacht so gut wie keine allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeiten. Der einzige Grund, wieso man unter Umständen auf Cremes und andere Kosmetika mit Kollagen verzichten könnte, ist der, dass Kollagen immer von tierischen Ausgangsprodukten stammt. Es wird unter anderem von Schwein und Fisch aber auch von Quallen und anderen Tieren gewonnen.

Klartext – sinnvoll oder nicht?

Natürlich ruhen Forschung und Industrie nicht und versuchen seit Langem den Wirkstoff zu verbessern. Es soll dafür gesorgt werden, dass Kollagen auch als Kosmetikwirkstoff in die Haut eindringen kann. Ob durch eine Zerkleinerung des Makromoleküls oder durch das Anbinden des Wirkstoffs an Hyaluronsäure, so richtig gelungen ist das Experiment bisher nicht. Dennoch wird in Zukunft sicher eine Möglichkeit gefunden werden, Kollagen für die Kosmetik noch besser zu nutzen. Aber auch als „einfacher“ Feuchtigkeitsspender und Filmbildner ist er effektvoll und zudem ein Wirkstoff, der kaum für Allergien und Unverträglichkeiten verantwortlich ist. Lediglich für Veganer und Vegetarier ist Kollagen in der Creme sicher nicht der passende Feuchtigkeitsspender.


 

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