Aqua


Die Basis für das Leben… fast aller Kosmetika

Wirkstoff Aqua – Worum geht’s?

Was ist eigentlich Aqua? Wenn man die Inhaltsstoffe von Kosmetika durchgeht, findet man es fast überall, dieses Aqua. Meist ist es sogar in sehr großen Mengen darin vorhanden, was man daran sieht, dass es immer weiter oben steht als andere Inhaltsstoffe. Man könnte sagen Aqua sei einfach nur Wasser, ganz normales Wasser…

So ganz Unrecht hätte man damit nicht. Zwar gibt es Unterschiede bezüglich der Aufarbeitung des Wassers, doch letztendlich bleibt die Grundsubstanz die Gleiche – H2O. Wasser besteht aus zwei Wasserstoffatomen, die mit einem Sauerstoffatom verbunden sind.

Grundsätzlich unterscheidet man im pharmazeutischen Bereich drei Arten von verwendetem Wasser:

  • Aqua purificata (gereinigtes Wasser)
  • Aqua ad injectabilia (Wasser zur Herstellung von Injektionslösungen)
  • Aqua valde purificata (hoch gereinigtes Wasser)

Unterscheiden kann man diese am Gehalt von Fremdstoffen. Im kosmetischen Bereich bzw. in der Medizin und Pharmazie wird meist destilliertes Wasser verwendet, was den Anforderungen für Aqua purificata und auch Aqua ad injectabilia entspricht. Dabei wird das Wasser verdampft und in einem Extragefäß wieder aufgefangen – quasi als würdet Ihr Nudelwasser kochen, naja, nur eben auf wesentlich professionellere Ebene… und ohne Nudeln. Neben der Reinigung von Fremdstoffen werden durch das Abkochen auch viele Mikroorganismen abgetötet, was u.a. die Haltbarkeit von Lösungen und Cremes verlängert.

Aqua: Als Wirkstoff der Normalo, als Rohstoff der King!

Bevor wir die Wirkung von Aqua in Kosmetikprodukten mit Eurer Haut erläutern, noch schnell ein paar kurze Facts, was das Wasser an sich für unseren Körper alles tut und wie ihr schon mit der Aufnahme von Wasser Euer Wohlbefinden bedeutend steigern könnt.

Der menschliche Körper eines erwachsenen Menschen besitzt einen Wasseranteil von 50-70% des Körpergewichts. Beim Neugeborenen sind es sogar etwa 75%. In allererster Linie dient Wasser als Transport- und Lösemittel. Viele durch die Nahrung oder Medikamente aufgenommenen Substanzen werden durch die Verdauungssäfte herausgelöst und durch Blut und Lymphe zu den entsprechenden Wirkorten im Körper transportiert. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Stoffwechselendprodukte zu den Ausscheidungsorganen befördert werden. Weiterhin dient Wasser als Baustoff für alle Zellen und Körperflüssigkeiten unseres Körpers. Der minimale Wasserbedarf eines Erwachsenen beträgt in unseren Breiten 1,5 L/Tag. Wer zu wenig trinkt, bekommt dies zwar zu spüren, kann die Symptome allerdings nicht immer darauf zurückführen, dass der Körper dehydriert ist: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, trockene Haut, spröde Lippen, und natürlich irgendwann – wenn es an sich schon zu spät ist – Durst. Ihr seht also, bevor die Wichtigkeit von H2O in Cremes zur Geltung kommt, ist es maßgeblich, den Körper von Innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Nun aber zu Aqua in Eurem alltäglichen Creme-Töpfchen…

Wie wirkt Aqua?

Zunächst ist wie gesagt Aqua in sehr vielen Kosmetika enthalten, denn für jede Mischung von Wirkstoffen ist erstmal eine Basis notwendig, die nicht fröhlich mit allem reagiert, was ihr in die Quere kommt und eine gewisse Haltbarkeit des Produktes gewährleistet.

Da die Haut täglich aber vielen Belastungen ausgesetzt ist, ist es sehr wichtig sie ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen, sonst wird sie trocken, spannt und reißt eventuell sogar auf. Damit dies nicht passiert, sollte die Haut regelmäßig mit einer Feuchtigkeitscreme eingerieben werden.

Weiterhin ist wie oben schon erwähnt Wasser ein sehr gutes Lösungsmittel, wodurch es dafür sorgt, dass wichtige Pflegesubstanzen mit in die Haut aufgenommen werden.

Vorsicht, Nebenwirkungen!

Aqua hat keine Nebenwirkungen. Lediglich in kalten Jahreszeiten, wenn die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, solltet Ihr auf Gesichtscremes und Lippenbalsam mit Aqua verzichten, da die Partikel bei eisigen Temperaturen gefrieren und somit die Haut zusätzlich (wenn auch in geringen Maßen) beschädigen können. Dann lieber auf Salben zurückgreifen, in denen ist nämlich überhaupt kein Wasser vorhanden. So kann die Haut zwar nicht mehr so gut atmen, ist aber besser gegen äußere Einflüsse geschützt, da die Fettschicht eine Art Schutzfilm bildet. Und davon braucht unsere Haut mehr als genug in der kalten, frostigen Jahreszeit!

Klartext: Sinnvoll oder nicht?

Hallo? Es ist Wasser! Was soll daran NICHT sinnvoll sein? Aber gut, zugegeben, wie wichtig der Rohstoff für unseren Körper ist haben wir ja weiter oben ausführlich erläutert und vermutlich haben Euch viele unserer Aussagen auch nicht überrascht. Aber genauso, wie Wasser im Alltag allgegenwärtig, selbstverständlich, ja eigentlich für uns „normal“ ist – ebenso unspektakulär verhält sich die Substanz auch als Aqua in Kosmetikprodukten: Es wird als Basis genutzt und bewirkt keine Wunder. Ihr könnt also bedenkenlos Artikel mit diesem Wirkstoff kaufen, das ausschlagende Kriterium für die Bekämpfung bestimmter Hautprobleme wird Aqua aber wohl nicht.