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AHA Säuren

23. Juli 2013

Janina Irwin

Jany studiert derzeit Pharmazie und stellt ihr Wissen über Kosmetik und Co. zur Verfügung.


Der AHA-Effekt für die Haut

Was haben Äpfel, Wein und Zitronen gemeinsam? Allesamt enthalten sie leicht zu gewinnende Säuren. Diese Säuren verleihen zum Beispiel den Früchten in unserem Obstsalat den typischen Geschmack. Aber sie können auch unserer Haut guttun.

AHA-Säuren – Worum geht’s?

AHA steht für „Alpha Hydroxy Acids“ (deutsch: alpha-Hydroxycarbonsäuren). Diese Bezeichnung leitet sich von der spezifischen Struktur ab. So findet man findet neben der Säuregruppe, in der sogenannten „alpha“ Position (= 1. Position neben der Säuregruppe) eine Alkoholgruppe (= Hydroxylgruppe).
Viele Vertreter kommen als sogenannte Fruchtsäuren natürlich vor und haben auflösende und zellbildende Eigenschaften.

Wichtige AHA Säuren sind: Apfelsäure, Buttersäure, Glycolsäure, Isozitronensäure, Mandelsäure, Milchsäure, Tartronsäure, Weinsäure und Zitronensäure.
Sie können leicht aus Früchten und Pflanzen gewonnen werden und finden im Kosmetikbereich breite Anwendung.

Wie wirken AHA-Säuren?

Die Abstoßung alter Hautschuppen und die Bildung neuer Haut laufen normalerweise ganz automatisch ab. Manchmal funktioniert dies jedoch nicht, die Haut verhornt. Dann sind AHA-Säuren quasi eine Art Geheimwaffe. Sie können alte oder tote Hautzellen lösen und die Hautprozesse damit unterstützen. Neue Haut kann wieder zum Vorschein kommen.
Durch die abtragende oder auch schälende Wirkung werden nicht nur Verhornungen beseitigt, sondern auch kleine Narben können durch die AHA-Säure abflachen oder ganz verschwinden. Unreinheiten werden verringert und bei Akne entzündete Mitesser geöffnet. Selbst Aknenarben geht es an den Kragen. Somit entsteht ein reineres Hautbild.
Parallel zur Abtragung alter Hautzellen wird die Zellerneuerung angeregt und somit der Anteil an lebenden Zellen erhöht. Fältchen werden weniger, die Wundheilung der Haut wird verbessert. Die neue, schnell nachwachsende oberste Haut, ist feiner und glatter. Das Ergebnis ist eine jünger und frischer aussehende Haut.
Durch Wirkung auf die Pigmente werden zudem Alters- und Sonnenflecken aufgehellt. Ein weiterer positiver Effekt ist die Steigerung des Feuchtigkeitsgehalts der Haut.

AHA-Säuren werden in verschiedenen Konzentrationen eingesetzt. In Produkten für zu Hause findet man geringere Konzentrationen bis 5%, so ist ein sanfter Gebrauch möglich. Bei Kuranwendungen werden bis zu 10% eingesetzt. In Produkten, die von professionellen Kosmetikerinnen zur Anwendung kommen, findet man höhere Konzentrationen von bis zu 70% vor.

Vorsicht

Vorsicht ist bei empfindlicher Haut geboten. Hier können die AHA-Säuren der Haut Saures geben. Es kann zu Rötungen, Brennen oder gar Blasen kommen.
Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen im Gesicht, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, ist der Einsatz von AHA-Säuren nicht zu empfehlen.

Wie so oft gilt: zunächst in einem kleinen Hautbereich testen.
Bedenken muss man generell, dass die Haut nach Anwendung wegen des schälenden Effekts zunächst nicht gut vor schädlichen UV-Strahlen geschützt ist. Also vor allem im Sommer einen hohen Schutz auftragen oder die Sonne für ein paar Tage komplett meiden.

Klartext – Sinnvoll oder nicht?

Zu empfehlen ist die Pflege mit AHA-säurehaltigen Kosmetikprodukten vor allem bei folgenden Hautbildern:

  • unrein, fettig
  • sonnengestresst
  • fahl
  • großporig

Hier stellen die AHA-Säuren eine wirkungsvolle Variante zur Behandlung dar. Wird sie den Produkten in einer geringen Konzentration zugeführt, haben sie einen sanften, unterstützenden Effekt. Besonders gut sind Kuren mit AHA-Säure über 1-3 Monate.

Idealerweise enthalten die Produkte nicht nur AHA-Säuren, sondern zudem noch pflegende Stoffe wie etwa Urea und Kamille. So kann die Haut nach der Abtragung der alten Hautzellen, sanft wieder aufgebaut werden und sich regeneriert.


 

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