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Tattoos und Permanent Make-up weglasern

7. Juni 2013

Stefanie Thiedig

Stefanie war einige Jahre in der Produkentwicklung von Kosmetikprodukten tätig und kennt sich daher bestens mit den Inhaltsstoffen in Produkten aus. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Kosmetikerin.

Tattoos entfernen lassen


Ich habe mir vor etwa vier Monaten ein Tattoo stechen lassen. Anfangs sah es ja noch ganz gut aus und ich war vollstens zufrieden. Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass es eigentlich gar nicht zu mir passt und es eine schwachsinnige Idee war. Daher möchte ich es wieder loswerden. Ist es möglich, ein Tattoo wieder zu entfernen? Und was für Methoden gibt es?

Ob Jugendsünde oder schlecht gemachte Lidstriche, Lippenkonturen und Augenbrauen, viele Menschen möchten das Tattoo oder Permanent Make-up früher oder später wieder loswerden. Die wirkungsvollste Methode hierfür stellt die Laserbehandlung dar.

Tattoos und Permanent Make-up

Einmal gestochen hält die Tätowierung ein Leben lang. Nicht jeder möchte sich aber so lange mit dem Motiv auf der Haut abfinden. Auch das sogenannte Permanent Make-up ist eine Tätowierung, die über viele Jahre bestehen bleibt. Sie dient unter anderem dazu, kleine „Makel“ und Unebenheiten zu kaschieren oder auszugleichen. So können Augenbrauen verdichtet, dauerhafte Lidstriche gezogen oder Lippenkonturen geschaffen werden. Die Farben werden mit einer Nadel in die obersten Hautschichten appliziert. Ist dieses Make-up allerdings nicht zufriedenstellend gemacht, mag man es verständlicherweise schnell wieder entfernen lassen.

Entfernung mit Laser

Zur Entfernung von Tätowierungen und Permanent Make-up werden verschiedene Lasertypen eingesetzt. Welcher infrage kommt, ist auch von der Tätowierung abhängig. Permanent Make-up wird in der Regel mit dem sogenannten Rubinlaser entfernt. Eine dauerhafte Tätowierung der Haut kommt durch den Einschluss der Farbpigmente in die sogenannten Makrophagen zustande. Diese Makrophagen gehören zu den Immunsystemzellen. Sie geben die Pigmente anschließend nicht mehr ab, was auch für die Dauerhaftigkeit des Motivs gewollt ist. Um also die in die Haut gestochenen Pigmente entfernen zu können, müssen die Makrophagen aufgebrochen werden. Die Energie des Lasers wird von den Farbpartikeln aufgenommen, welche unter der Erhitzung mit der Zeit verbersten. Das Problem hierbei ist, dass die Pigmente direkt wieder eingekapselt werden. Daher ist es zumeist auch nötig, die Laserbehandlung mehrfach durchzuführen. Nach und nach werden die Pigmentbruchstücke von der Immunabwehr des Körpers aufgenommen und über die Lymphe abtransportiert.

Die Nachteile der Laserbehandlung

Der Erfolg der Laserbehandlung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die teilweise dazu führen, dass das Ergebnis wenig zufriedenstellend ausfällt. Wie bereits erwähnt, sind mehrere Laserbehandlungen notwendig, um das Tattoo zu entfernen. Wie viele dies sind, kann erst im Verlauf einer Behandlung festgestellt werden. Abhängig von Dauer und Erfolg sind die Größe der Tätowierung, die Tiefe, die Farbe sowie die Reaktion der Haut. Je länger die Behandlung dauert, desto teurer wird die Entfernung der Tätowierung natürlich. Krankenkassen übernehmen die Kosten der Behandlung übrigens nicht.

Was sollte beachtet werden?

Großflächige und bunte Tätowierungen lassen sich schwerer entfernen und machen in der Regel viele Behandlungen notwendig. Das Entfernen derartiger Tattoos ist meist sehr kostenintensiv. Hier sollte man sich vorab gezielt beraten lassen und abwägen, ob eine Entfernung Sinn macht. Denn nicht immer können Tätowierungen wirklich vollständig mit dem Laser zerstört werden. Besonders an Stellen, an denen kaum Fettgewebe vorhanden ist, können Probleme auftreten.
Die Behandlung sollte in jedem Fall im Winter stattfinden, um das Zerstören von Pigmentzellen zu vermeiden. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass das Bild des eigentlichen Tattoos bestehen bleibt und aufgrund der zerstörten Pigmentzellen in Weiß zu sehen ist. Ein letzter Punkt, über den nachgedacht werden sollte, sind die Pigmentteilchen, die nach Zerstörung in den Lymphfluss übergehen. Bisher wurde nicht eindeutig geklärt, ob die Pigmente dort Schaden anrichten können oder einfach und problemlos aus dem Körper entfernt werden.

Risiken und „Nebenwirkungen“

Hautreizungen und Irritationen treten beim Lasern fast immer auf. Die Ausprägung ist abhängig davon, wie empfindlich die Haut ist. Idealerweise sollten zwischen den einzelnen Behandlungen einige Wochen liegen, damit sich die Haut regenerieren kann. Ein großes Risiko ist auch beim Entfernen von Permanent Make-up vorhanden, das einen dunklen Rotton besitzt. Sehr beliebt sind diese Farben zum Ausmalen der Lippenkontur. Leider ist die Farbe aber schwer zu entfernen und es kann passieren, dass sie sich nach der Laserbehandlung ins Braune verfärbt. Neben diesem Problem können auch Narben, Unebenheiten und weiße Stellen zurückbleiben, die letztendlich dann doch ein Leben lang bleiben.


 

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