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Mizellen-Kosmetikprodukte

1. November 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Mizellen reinigen die Haut


Liebes Kosmetikteam, meine beste Freundin benutzt seit neuestem eine sogenannte Mizellen-Reinigungslotion und ist restlos begeistert davon. Dauernd bekniet sie mich, das doch auch endlich mal auszuprobieren. Ich verwende meine eigene Reinigungsmilch schon seit Jahren und möchte eigentlich nicht wechseln, deswegen habe ich mich bisher dagegen gesperrt. Da meine Freundin aber das Schwärmen nun gar nicht mehr aufhört, will ich doch mehr über diese wundersamen Mizellen wissen. Was ist das eigentlich genau? Wie wirkt das? Und ist es wirklich so toll, wie meine Freundin dauernd behauptet?

Die neuen Mizellen-Kosmetikprodukte kommen bei den Verbraucherinnen in der Tat sehr gut an, Deine Freundin macht da keine Ausnahme. Wunderdinge können jedoch auch diese Produkte leider nicht bewirken. Die Mizellen kommen zwar aus der Nanotechnologie und sind somit sehr innovativ, mehr als pflegen können sie aber auch nicht. Man darf also nicht zu viel davon erwarten. Ein bisschen was aber schon. Und das erfährst Du hier.

Was sind diese ominösen Mizellen eigentlich genau?

Wie gesagt kommen die Mizellen aus der Nanotechnologie. Es handelt sich dabei um kugelförmige Molekularstrukturen in Nanogröße. Durch diese minikleine Größe kann die Haut diese Strukturen besonders gut aufnehmen. Das Revolutionäre an den Mizellen-Kosmetikprodukten ist die Tatsache, dass pflegende Wirkstoffe mit diesen kleinen Kügelchen in tiefere Hautschichten transportiert werden können. Fettlösliche Vitamine gelangen dort beispielsweise sonst nicht hin. Dazu gehören unter anderem die pflegewirksamen Vitamine A und E. Bisher verpuffte deren Wirkung größtenteils in den oberen Hautschichten.

Und wie entstehen diese Mizellen?

Mizellen können zufällig entstehen und Verklumpungen bilden. Das geschieht beispielsweise, wenn Öl und Wasser vermischt werden sollen. Dazu verwendet man ein Tensid, denn von alleine mischen sich diese gegensätzlichen Flüssigkeiten bekanntermaßen nicht. Erreicht das Gemisch eine bestimmte Konzentration an Tensiden, beginnen die Moleküle innerhalb der Flüssigkeit zu reagieren und sich neu anzuordnen. Bei dieser Reaktion entstehen dann die kleinen, kugelförmigen Mizellen. Diesen Umstand hat sich die Kosmetikindustrie zunutze gemacht und Verfahren entwickelt, bei denen die Mizellen ganz gezielt erzeugt werden können. Dann verklumpen sie nicht, sondern lassen sich als Transportmittel für Pflegestoffe ins Innere der Haut verwenden. Ihren Namen haben die Mizellen übrigens vom lateinischen Wort Mica erhalten. Das bedeutet zu Deutsch Klümpchen.

Die segensreiche Struktur der Mizellen

Die Mizellen bestehen im Wesentlichen aus zwei Teilen. Sie haben, vereinfacht dargestellt, einen wasserliebenden und einen fettliebenden Anteil. Mit diesen beiden Anteilen schwimmen sie im Falle der Reinigungslotion in einer wässrigen Lösung herum. Mit Hilfe des fettliebenden Anteils können Make-up Reste und Schminke, die ja ebenfalls Fett enthalten, ganz leicht abgelöst werden. Diese werden dann als entsprechend gefärbte Hinterlassenschaft auf dem Wattepad sichtbar. Das Hautfett tasten die Mizellen glücklicherweise nicht an, so dass sie nicht zu einer Austrocknung führen können. Im Gegenteil, während Du Deine Haut mit dieser Reinigungslotion abschminkst, wird sie gleichzeitig auch noch geklärt und gepflegt. Du hast hier also praktisch gleich drei Produkte auf einmal in der Flasche: eine Reinigungslotion, ein Gesichtswasser und eine feuchtigkeitsspendende Pflegecreme.

Reinigung mit dem gewissen Etwas

Die Reinigungswirkung der Mizellen-Lotion ist herausragend. Schnell und sanft befreit die Lotion Dein Gesicht auch von den hartnäckigsten Schminkprodukten. Zurück bleibt ein sauberes Hautgefühl. Ohne viel Reiben gleitest Du mit dem getränkten Wattepad einfach über Deine Haut und nimmst dabei alles auf, was raus soll aus dem Gesicht raus soll. Ob es sich dabei nun um Foundation und Concealer handelt, oder um Augen-Make-up. Nach der sanften Reinigung fühlt sich die Haut glatt und weich an. Es bleibt kein öliger Film zurück, wie das bei manch anderem Produkt der Fall ist. Die Lotion musst Du nicht mal abspülen, denn Deine Abschminkprozedur besteht mit Hilfe der Mizellen nur noch aus einem einzigen Schritt. Die Mizellen-Kosmetikprodukte sind also auch was für Faule, die das Abschminken am Abend vor dem zu Bett gehen gerne mal ‚vergessen‘. Den Reiniger gibt es auch als Schaum und er ist für alle Hauttypen erhältlich.

Fazit der Redaktion

Die Mizellen werden die Welt der Kosmetik bestimmt nicht grundlegend verändern, aber irgendwie toll sind sie schon. Wir hatten schon Reaktionen von vielen Frauen, die überhaupt nicht mehr darauf verzichten mögen. Deine Freundin befindet sich also in allerbester Gesellschaft. Natürlich kannst Du auch gerne bei Deiner alterprobten Reinigungsmilch bleiben. Aber wir meinen, einen Versuch sind die Mizellen schon wert. Aber Vorsicht! Es könnte sein, dass Du nie wieder etwas Anderes verwenden möchtest. Wir wollen ja in der Regel objektiv bleiben, aber die vielen Zuschriften von begeisterten Anwenderinnen lassen vermuten, dass die Mizellen einen nicht mehr loslassen, wenn man sie einmal im Gesicht hatte.


 

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