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Die besten Sonnenschutzmittel für Kinder & Co. im Test

2. Mai 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


„Liebes Kosmetik.org Team, ich bin quasi neu im Bereich Mutter-Sein und bin mir bei vielen Dingen unsicher. Wie sieht es zum Beispiel mit dem Sonnenschutz für die Kleinen aus? Kann man sich auf die teuren Produkte verlassen oder ist selbst da Vorsicht geboten?“

Eigentlich ist es gar nicht so schwer!

Alle Eltern kennen die gut gemeinten Tipps für Sonnenschutzmittel und für den Aufenthalt von Babys und Kleinkindern in der Sonne. Wir wissen alle ganz genau, was wir nicht sollen und was nicht in den Sonnenschutzprodukten für unsere geliebten Kindern drin sein soll, aber wir wissen nicht, welche Produkte empfehlenswert sind und warum manche Produkte dies eben nicht sind.

Die Anwendung ist definitiv wichtiger als der Preis

Gute Sonnenschutzmittel für Babys gibt es in allen Preisklassen. Ob ein Mittel als empfehlenswert gilt oder nicht, hängt von dessen Schutzeigenschaften und dessen Verträglichkeit ab. Sonnenschutzmittel können aber unwirksam oder schlecht wirksam sein, wenn man sie falsch anwendet. Besonders Eltern neigen leider noch nach wie vor dazu ihren Babys und Kleinkindern zu wenig Sonnencreme aufzutragen. Es reicht nicht nur eine Sonnencreme zu benutzen, die keine bedenklichen Inhaltsstoffe hat, sondern man muss diese auch richtig anwenden und regelmäßig die Haut des Babys nachcremen.

Und regelmäßig heißt wirklich nach JEDEM Baden auch wenn das Kind quengelt und schreit. Denn durch das Spielen im Wasser verliert man eine Menge des Sonnenschutzes. Selbst Produkte, die sich mit der Bezeichnung „wasserfest“ rühmen, sind nicht das Non-Plus-Ultra, denn als „wasserfest“ darf sich jedes Produkt betiteln, das nach 2 mal 20 Minuten Baden immer noch die Hälfte des Sonnenschutzes auf der Haut vorweist. Doch das schützt natürlich immer noch nicht ausreichend! Deswegen cremen, cremen und noch einmal cremen.

Was sollte sicherlich NICHT drin sein?

Viele Produkte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Einer dieser Inhaltsstoffe sind Emulgatoren, die das Vermischen der wässrigen und öligen Bestandteile einer Creme verbessern sollen. Sie können aber besonders unter Sonneneinstrahlung zu Hautreaktionen und Hautreizungen führen. So genannte Parfümbestandteile dienen in erster Linie dem besseren Verkauf, schaden aber der empfindlichen Kinderhaut. Parfüminhaltsstoffe lösen nicht nur Hautreizungen aus, sondern gelten auch als allergieauslösend und schädlich für Babys und Kleinkinder. Sonnenschutzmittel für Kinder sollten zudem keine Konservierungsstoffe und Farbstoffe enthalten, die ebenfalls zu Hautreizungen und Allergien führen können.

Besonders bei zarter Babyhaut ist Vorsicht geboten!

Die Haut des Babys befindet sich noch in der Entwicklung. Ihnen fehlt die schützende dickere Hautschicht, die später den Eigenschutz in der Sonne darstellt. Dieser körpereigene Schutz entwickelt sich erst im Laufe des Lebens und ist bei Babys faktisch noch nicht vorhanden. Daher reichen oft schon wenige Minuten in der Sonne und das Babys erleidet einen Sonnenbrand ersten oder schlimmstenfalls zweiten Grades. Aus diesem Grund ist ein Aufenthalt in der Sonne für Säuglinge unter einem Jahr nicht zu empfehlen. Da natürliches Licht dennoch die sehr wichtige Funktion übernimmt die Vitamin D Bildung im Körper anzuregen, sollte man trotzdem mit seinem Baby einige Minuten täglich an der frischen Luft verbringen. Diese Zeit sollte das Baby aber an den Hautbereichen, die in direkten Kontakt mit dem Sonnenlicht und der schädlichen UV-Strahlung treten, durch eine Sonnenmilch oder einen Sunblocker mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens LSF 25 geschützt sein. Dies gilt auch, wenn der Himmel bewölkt ist. Neben einer guten Sonnencreme können Sie Ihr Baby auch mit einem Sonnensegel, einem Sonnenhut und schützender Kleidung gegen die UV-Strahlung schützen.

Und was sind nun die besten Sonnenschutzmittel?

Das Sonnenschutzmittel Sundance Kids Sonnenmilch des Drogeriemarktes DM ist besonders empfehlenswert, denn es bietet bei einer leichten Anwendung einen sicheren Schutz und enthält wenig bedenkliche Inhaltsstoffe. Es enthält weder Konservierungsstoffe, noch Farbstoffe, noch Parfüm. Lediglich der Einsatz von Emulgatoren ist zu kritisieren, denn sie machen die Haut durchlässiger für Fremd- und Schadstoffe aller Art.

Ihr Platz bietet mit Alando Sun Kids Sonnenspray ein gutes Produkt in Sprühform an. Leider sind hier ebenfalls Emulgatoren und auch Konservierungsstoffe enthalten, die als allergieauslösend gelten, doch im Vergleich zu anderen Sonnenschutzmitteln schneidet es immer noch sehr gut ab.

Selbst Produkte von Discountern wie Lidl und Aldi schnitten sehr gut ab. So das Cien Sun Sonnenspray für Kinder von Lidl und die Ombia Sun Sonnenmilch von Aldi (Süd) zeigen sich als gute Sonnenschutzmittel.

Enttäuschend sind die teureren Produkte wie zum Beispiel das Garnier Obre Solaire delial Sonnenspray. Die meisten teuren Produkte enthalten häufig Parfüm, und sind damit leider weniger zu empfehlen.

Und noch ein Tipp am Rande

Wenn es um die Frage des Lichtschutzfaktors geht, sei gesagt: Ab Lichtschutzfaktor 30 ist alles in Ordnung. Empfindliche und helle Kinderhaut kann ruhig mit 50 oder sogar 50+ eingecremt werden, aber normalerweise reicht 30 vollkommen aus!

Zwischen 11 und 15 Uhr ist Siesta angesagt und da sollten Sie Ihre Kleinen auch schon von der Sonne fernhalten!


 

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