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Die Top 10 Inhaltsstoffe für Hautirritationen - Bloß meiden!

8. März 2012

Kristina Koniker

Pharmazeutin

Pharmazeutin? Ja, aber mit dem Blick für's Wesentliche und ohne großes kosmetisches Fachgesimpel. Sie behält den Überblick auf Kosmetik.org!


Unsere Haut ist schon genug damit beschäftigt unseren Körper vor Schadstoffen zu schützen, da braucht man nicht noch zusätzliche Inhaltsstoffe, die einem versuchen zu schaden. Vor allem als Frau kleistert man sich das Gesicht im wahrsten Sinne des Wortes mit Substanzen zu, von denen man sich nicht sicher sein kann, was sie mit der Haut machen. Bei der Herstellung von kosmetischen Produkten werden circa 6000 (!) unterschiedliche Substanzen genutzt und 2500 Duftstoffe. Und von dieser Fülle an Substanzen wurde nur ein Bruchteil auf ihre Verträglichkeit geprüft.  Also wenn Ihr merkt, dass eure Haut juckt, schuppt und sich rötet, dann sollte die Inhaltsstoff-Liste der Kosmetika gecheckt werden, die Ihr zur Zeit nutzt. Es könnte nämlich sein, dass einige Substanzen enthalten sind, auf die Eure Haut allergisch reagiert.

Eine Studie der Mayo Klinik hat eine Liste der Top 10 Inhaltsstoffe für Hautirritationen veröffentlicht. Diese Liste enthält größtenteils Metalle, Antibiotika, Konservierungsstoffe und Duftstoffe. In dieser Studie wurden Freiwilligen Pflaster auf die Haut für Stunden und Tage geklebt, die mit genau diesen Substanzen kontaminiert waren. Anschließend schaute man sich das Ausmaß der Hautirritation an und kam dann zu solch einem Ranking. Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut sollten einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoff-Liste ihrer Cremes werfen. Wenn die folgenden Substanzen darin enthalten sind, sollte man gleich die Finger von diesen Pflegeprodukten lassen.

Und hier sind die Top 10

  1. Nickel
    Zum Beispiel zu finden als Nickelsulfat Hexahydrat. Diese Substanz findet man weniger in Pflegeprodukten, jedoch in Schmuck und auf der eigenen Kleidung.
  2. Gold
    Genau das Gleiche wie auf Platz 1. Auch weniger in Pflegeprodukten zu finden, aber eben in Schmuck und anderen Accessoires. Ein neuer Trend scheint Badeöl mit Gold zu sein, um das Badewasser optisch zu verschönern. Also hierbei Vorsicht bei einer Überempfindlichkeit.
  3. Kobaltchlorid
    Kobaltchlorid wird in vielen medizinischen Produkten, Haarfärbemitteln und Antitranspiranten genutzt, meist als Färbemittel.
  4. Neomycinsulfat
    Neomycinsulfat ist ein Antibiotikum, das in vielen First Aid Creams genutzt wird. Das sind Salben oder Cremes, die bei entzündlichen Hauterkrankungen genutzt werden, um zusätzliche Superinfektionen zu vermeiden. Es wird nicht in der Kosmetik genutzt.
  5. Bacitracin
    Ein anderes Antibiotikum
  6. Thiomersal
    Thiomersal ist ein Konservierungsstoff, das in vielen Cremes genutzt wird, um die Haltbarkeit zu verlängern.
  7. Perubalsam
    Perubalsam ist ein natürlicher Inhaltsstoff und wird in Parfums, Körperpflegeprodukten, Zahnpasta, Deo usw. genutzt. Wer sagt noch mal Naturprodukte sind besser?
  8. Alle anderen Duftstoffe
    Wie zum Beispiel Vanillin, Eichenmoosöl. Es gibt sehr viele Allergene Duftstoffe, weswegen die Unternehmen in den USA die Inhaltsstoffe auf ihren Produkten deklarieren müssen.
  9. Formaldehyd
    Formaldehyd ist ein häufig genutztes Konservierungsmittel
  10. Quaternium-15
    Und last but not least: Quaternium-15! Es its ebenfalls ein Konservierungsstoff, das allergische Hautreaktionen hervorrufen kann.

Hautirritationen – Nein, danke!

An dem Ranking sieht man, dass die Kosmetikbranche sicherlich mit allen Mitteln versucht ihre Produkte so lange haltbar und wohl duftend wie möglich zu gestalten. Jedoch darf das Wohl des Menschen nicht außer Acht gelassen werden. Was nützt einem die tollste Creme, wenn man danach an Juckreiz und Rötungen leidet? Herzlich wenig!

Hypoallergen – Nur ein Trugschluss?

Viele Kosmetikprodukte werden neuerdings mit dem Begriff „hypoallergen“ ausgezeichnet, um dem Kunden zu vermitteln, dass es sich hierbei um ein besonders hautschonendes Produkt handelt. Doch aufgrund unklarer Regelungen diesbezüglich, kann man sich dabei ganz schnell täuschen und gerät dann doch an Substanzen, die eine allergische Reaktion hervorrufen können.

 


 

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