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Pflanzenöle in der Kosmetik - Wofür sind sie gut?

7. März 2012

Nic. Lep.

Pharmazeut

Nic. kommt aus einer ganzen Familie von Pharmazeuten. Neben der industriellen Herstellung und Entwicklung hat er auch schon die klassische Arbeit in der Apotheke kennengelernt.Google Profil


Wenn man sich einmal die Packungsbeilage der eigenen Creme oder jeglicher Pflegeprodukte anschaut, dann wird man überhäuft mit irgendwelchen Fachwörtern, aus denen man nicht wirklich schlau wird! Dabei sollte man doch wissen, was in dem Produkt drinsteckt, das man sich täglich ins Gesicht oder auf die Haut schmiert. Zumindest sollte man wissen wofür man sich überhaupt die Mühe macht.

Wenn es um die Pflege der Haut geht, dann darf ein Inhaltsstoff auf gar keinen Fall fehlen. Die Rede ist hier von den so genannten Pflanzenölen! Pflanzenöle sind Öle, die aus bestimmten ölliefernden Pflanzen stammen z.B. aus den guten alten Oliven oder auch aus Nachtkerzen. Meist werden die Öle aus den Samen oder den Früchten der Pflanzen gewonnen. Sie machen bei den meisten Kosmetika den wichtigsten pflegenden Anteil aus und sind somit quasi der Grundbestandteil jeder pflegenden Lotion oder Creme.

Als Hauptinhaltsstoffe der Pflanzenöle sind Fettsäuren, fettlösliche Vitamine, Phospholipide und Squalen zu nennen. Allerdings gibt es auch noch viele andere – je nach Pflanze – unterschiedliche Inhaltsstoffe. Wobei wir ja nun keine Diplomarbeit zum Thema Pflanzenöle schreiben wollen und uns deswegen auf die wichtigsten Bestandteile konzentrieren.

Die Fettsäuren im Pflanzenöl

Fettsäuren sind langkettige Kohlenwasserstoffsäuren. Wenn innerhalb der langen Kohlenwasserstoffkette zwischen den Kohlenstoffatomen („C“) Doppelbindungen vorkommen, spricht man von ungesättigten Fettsäuren. Sind keine Doppelbindungen vorhanden, dann handelt es sich um gesättigte Fettsäuren.

Die Pflanzenöle sind fette Öle und somit Ester von Fettsäuren mit Glycerol (Fettsäuretriglyceride), d.h. die Fettsäuren sind an Glycerol gebunden. Glycerol besitzt drei Stellen, an denen jeweils eine Fettsäure binden kann. Je nachdem, ob eine, zwei oder alle drei Stellen von Fettsäuren besetzt sind, spricht man von Mono-, Di- oder Triglyceriden. Es liegen allerdings in den Ölen auch einige freie Fettsäuren vor. Wofür sind die Fettsäuren nun gut? Das ist ganz einfach: Die Fettsäuren haben wichtige Funktionen im Körper. So bilden sie z.B. Bestandteile von Zellmembranen und helfen bei der Regeneration der Haut.

Hier nun eine Auflistung der wichtigsten Fettsäuren unter Angabe der Kettenlänge (die Zahl hinter dem C gibt an, aus wie vielen Kohlenstoffatomen die Kette besteht), der Anzahl der Doppelbindungen (DB) innerhalb der Kette und der wichtigsten kosmetischen Eigenschaft:

  • Laurinsäure (C12 – keine DB) → antimikrobiell, kühlend
  • Myristinsäure (C14 – keine DB) → antimikrobiell
  • Palmitinsäure (C16 – keine DB) → rückfettend
  • Stearinsäure (C18 – keine DB) → bildet einen rückfettenden Film
  • Ölsäure (C18 – 1 DB) → langsam einziehend, feuchtigkeitsspendend
  • Linolsäure (C18 – 2 DB) → entzündungshemmend, stellt die Barrierefunktion der Haut wieder her
  • α-Linolensäure (eine Omega 3-Fettsäure) (C18 – 3 DB) → wirkt regenerieren auf Zellen
  • γ-Linolensäure (C18 – 3 DB) → entzündungshemmend

Und nicht zu vergessen sind die Vitamine

Die am häufigsten in Pflanzenölen vorkommenden fettlöslichen Vitamine sind Vitamin A (bzw. Vorstufen wie Carotinoide oder Transretinolsäure) und Vitamin E (umfasst Tocopherole und Tocotrienole).

Das gute alte Vitamin A hat man im Grunde überall schon einmal gehört. Das ist auch gut so, denn hierbei handelt es sich um ein sehr wichtiges Vitamin! Vitamin A und seine Vorstufen regen nämlich die Zellteilung an und wirken aktivierend und regenerierend auf die Hautzellen.

Tocopherole und Tocotrienole sind wichtige Antioxidantien. Sie wirken zellprotektiv an den Hautzellen, das heißt sie beschützen die Zellen vor Radikalen, die diese zerstören wollen. Außerdem bewahren sie durch ihre antioxidative Eigenschaft das Pflanzenöl vor dem Verderben, was sehr praktisch ist, da die Creme dann eine längere Haltbarkeit hat.

Lecithin macht Wasser und Öl in eins!

Das bekannteste Phospholipid, welches in Pflanzenölen vorkommt ist Lecithin. Genaugenommen ist es ein Überbegriff für Stoffe, die aus Phosphorsäure, Glycerol, Fettsäuren und Cholin bestehen, die sogenannten Phosphatidylcholine. Eine wichtige Eigenschaft dieser Stoffe ist, dass sie natürliche Emulgatoren darstellen. Emulgatoren sind Stoffe, die es erlauben, dass sich ein Gemisch aus einer wässrigen und einer fettigen Komponente nicht entmischt. Außerdem sind die Phospholipide im Körper wichtige Bestandteile von Zellmembranen.

Ein weiterer Bestandteil von vielen Pflanzenölen ist Squalen. Es bildet im Körper die Vorstufe des Cholesterols, was wichtig ist für den Aufbau von Zellen. Außerdem hat Squalen antioxidative und hautbeschützende Eigenschaften.

 


 

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