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Hauttypen - Von fettig bis trocken alles dabei!

2. April 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil


„Ich versteh meine Haut nicht so recht… Mal spannt sie und ist trocken, dann glänzt sie wieder! Habe ich nun trockene Haut, fettige oder was ist nun Sache?“

Ein Orden für unsere Haut, bitte!

Es gibt Menschen, die immer eine strahlende reine Haut haben, beneidenswert! Ehrlich gesagt sind das aber die Wenigsten, das eine oder andere Hautproblem hat fast jeder. Ob es nun Sommersprossen, Warzen, Pigmentstörungen oder Pickel sind, unsere Haut ist der Umwelt direkt ausgesetzt und reagiert leider oft mit solchen unattraktiven Erscheinungen auf schädliche Einflüsse. Mittelchen und Rezepte gibt es dagegen zuhauf, hinter den großartigen Werbeversprechen verbirgt sich aber nur selten wirklich Hilfreiches. Was kann man also tun? Zunächst solltest Du Dich mit dem größten Deiner Organe, etwas näher beschäftigen, nämlich der Haut, die uns vor so vielen Schadstoffen schützt. Wir merken es zwar nicht, aber unsere Haut leistet eine großartige Arbeit!

Die Mischhaut – Trocken und fettig zugleich, was denn nun?!

Im Prinzip könnte man die Mischhaut auch als normalen Hauttyp einstufen, denn die meisten Menschen gehören in diese Kategorie. Mischhaut zeichnet sich durch ihre unterschiedlichen Zonen aus, es kann einerseits fettige Areale mit verstärkter Talgbildung geben, andere Regionen können von ausgeprägter Trockenheit betroffen sein. Die Verteilung der verschiedenen Hauttypen auf der Mischhaut ist individuell und kann sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Bekannt ist die sogenannte T-Zone, also Stirn, Nase und Kinn, wo die Haut meist zu erhöhter Talgproduktion neigt.

Mischhaut richtig pflegen

Die Gesichtshaut sollte generell nur schonend gereinigt und nicht überpflegt werden. Sonst verschlimmert sich das Pickelproblem und ein Teufelskreis entsteht. Je mehr Pickel auftauchen, desto mehr Produkte werden ausprobiert, was eher zu einer stärkeren Verbreitung als zur Eindämmung führt. Die ungeliebten Gesichtspunkte sprießen immer mehr.

  • Morgens
    Zur morgendlichen Reinigung reicht lauwarmes Wasser aus. Anstatt die Haut unsanft trocken zu rubbeln, sollte sie mit einem weichen Tuch vorsichtig abgetupft werden. Danach kann ein klärendes Gesichtswasser ohne Alkohol die T-Zone zusätzlich reinigen. Die übrigen Areale des Gesichts lieber aussparen, sie könnten sonst allzu sehr austrocknen.
  • Tagsüber
    Die Tagescreme muss unbedingt genügend Feuchtigkeit spenden, darf aber wegen der fettigen Stellen nicht zu reichhaltig sein. Sonst drohen noch mehr Pickel. Die T-Zone benötigt weniger Feuchtigkeit und kann sparsam gecremt werden, die übrigen Areale dürfen ruhig großzügiger bedacht werden.
  • Abends
    Am Abend bedarf die Reinigung eines Waschgels oder ähnlichen, milden Produkten, welche auf die Mischhaut abgestimmt sind. Schminke solltest Du mit speziellen Lotionen immer sehr gründlich entfernen, Reste lassen über Nacht Pickel erblühen, das kann dann eine böse Überraschung beim morgendlichen Blick in den Spiegel geben.
  • Intensivpflege
    Wenn Du eine pflegende Maske auftragen möchtest, beachte dabei die unterschiedlichen Hautregionen. Innerhalb der T-Zone ist eine Reinigungsmaske für fettige Haut geeignet, diese kann beispielsweise Heilerde enthalten und darf einen Peelingeffekt haben. Die empfindlicheren und trockeneren Seitenbereiche benötigen mehr Feuchtigkeit und sollten daher mit einer dementsprechenden Maske behandelt werden. Eine solche Spezialpflege ist der Haut aber nicht mehr als einmal die Woche zuzumuten, sie könnte ansonsten mit Irritationen reagieren.

Fettige Haut – Erst Pickel, dann längere Jugendlichkeit

Wer im ganzen Gesicht zu fettiger Haut neigt, muss den sanften Kampf gegen übermäßigen Talg antreten. Dieser Hauttyp hat am allermeisten mit Unreinheiten zu tun, die sich bis zum Dekolleté und dem oberen Rücken ausdehnen können. Es gibt aber einen Trost für alle Frauen, die ihre glänzende, unreine Haut beklagen. Sie neigt nämlich weniger zur Faltenbildung als die trockene Haut. In der Regel sieht fettige Haut also länger jugendlich aus. Darüber hinaus verschwinden die lästigen Pickel und Mitesser meist mit dem Alter, oder sie vermindern sich wenigstens. Gute Aussichten also.

Die Reinigung ist das A und O bei fettiger Haut

  • Tägliche Reinigung
    Besonders wichtig für die fettige Haut ist die gründliche Reinigung und die damit verbundene Entfernung des überschüssigen Talgs. Geschieht dies nicht, kann das Hautfett die Poren verstopfen, was zwangsläufig zu Pickeln führt. Ein mildes Waschgel, das auf die Probleme der fettigen Haut abgestimmt ist, sollte gut aufgeschäumt auf dem Gesicht verteilt werden. Dabei musst Du heikle Stellen, wie beispielsweise die Nasenflügel, besonders beachten, denn in den kleinen Winkeln fühlen sich Mitesser wie im Paradies, wenn dort Talgreste übrig bleiben. Eine schonende Reinigung morgens und abends zeigt wahr Wunder.
  • Die besondere Reinigung
    Ferner muss individuellen Problemzonen angemessene Aufmerksamkeit geschenkt werden, das kann etwa die Stirn sein, oder auch das Kinn. Ein desinfizierendes, aber alkoholfreies Gesichtswasser schließt die Reinigung ab. Der fettigen Haut tut ein mildes Peeling gut, das man ein bis zwei Mal die Woche anwenden darf. Um den reinigenden Effekt noch zu erhöhen, kann man die Haut mit einem Kamillendampfbad vorbereiten. Das Peeling darf keinesfalls zu brutal eingerubbelt werden, sanft kreisende Bewegungen reichen völlig aus. Auch wenn Du Dir Deine verhassten Pickel am liebsten aus dem Gesicht schrubben würdest, mit schonender Behandlung erreichst Du wesentlich mehr. Ein kühlendes, fettfreies Gel tut nach dem Peeling wohl und pflegt die Haut optimal.
  • Vorsicht beim Schminken!
    Beim Schminken ist Hygiene oberstes Gebot, gib pickelauslösenden Bakterien möglichst keine Chance.
    Statt Puderschwämmchen kannst Du zum Beispiel Wattepads benutzen, natürlich bei jeder Anwendung ein neues. Pinsel müssen regelmäßig ausgewaschen werden. Nehmen Mitesser trotz aller Sorgfalt überhand, kann ein regelmäßiger Besuch bei der Kosmetikerin die unschönen schwarzen Pünktchen in Schach halten.

 

Die trockene Haut – unproblematisch aber schneller alternd

Trockene Haut ist der unproblematischste Hauttyp, Pickel sind da ein Fremdwort. Aber auch die glücklichen Menschen, die mit trockener Haut ohne Unreinheiten und Glanz gesegnet sind, müssen einen Nachteil in Kauf nehmen. Denn dieser Hauttyp altert schneller als die fettige Haut, Trockenheitsfältchen sind kaum zu vermeiden.

Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und noch mehr Feuchtigkeit

Bei der Pflege ist die Versorgung mit Feuchtigkeit das oberste Gebot, die Reinigung sollte so sanft wie möglich vonstatten gehen, Wasser oder eine milde Reinigungsmilch sind die Produkte der Wahl. Weniger ist hier besser als zu viel. Eine besonders reichhaltige Nachtcreme und eine Feuchtigkeitsmaske einmal in der Woche ergänzen das Pflegeprogramm. Das schlimmste Problem der trockenen Haut ist die Neigung zu Schuppigkeit, das durch sorgfältige Pflege mit ausreichend Feuchtigkeitszufuhr in den Griff zu bekommen ist.

Fazit der Redaktion

Die Bestimmung des Hauttyps ist immer so eine Sache, und ohne, dass wir Deine Haut gesehen haben, ist es natürlich noch schwieriger Dir eine genaue Auskunft zu geben. Wir hoffen Dir mit diesem Beitrag einen Überblick verschafft zu haben. Vielleicht hast Du eine Mischhaut, wenn einige Stellen im Gesicht trocken sind und Bereiche in der sogenannten T-Zone fettig sind.  Aufschluss kann Dir dabei lediglich fachkundiges Personal liefern. Wir finden es immer ratsam bei solch schwierigen Fällen eine Kosmetikerin zu Rate zu ziehen. Denn erst wenn man weiß, um was für einen Hauttyp es sich handelt, kann man seine Pflege perfekt auf die Bedürfnisse abstimmen!


 

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