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Das Deo - Auf welche Inhaltsstoffe ist zu achten?

12. April 2012

Franziska Alscher

Pharmazeutin

Franziska ist unser pharmazeutischer Allrounder mit dem Auge für's Detail. Kein Thema bleibt ungeklärt!


„Woran erkenne ich ein gutes Deo? Welche Deos bringen wirklich was? Welche Inhaltsstoffe bringen den gewünschten Erfolg?“

„36 Grad und es wird noch heißer…“

„Bitte nicht“, wirst Du denken, sobald im Sommer dieser Titel wieder stündlich im Radio läuft. Wenn andere lauthals den allseits bekannten Song mitgrölen, schaust Du im Minutentakt unter die Achseln. Ist der erste, kleine Schweißfleck schon erkennbar? Beziehungsweise  hat sich der Radius des Schweißfleckes schon vergrößert? Aufatmen kannst Du nur, wenn Dein frisch gewaschenes Shirt noch unversehrt  ist. Und dies auch im Laufe des Tages hoffentlich bleibt! Jedoch ist auch klar, dass durch das permanente Angstgefühl, das Schweißfleckrisiko steigt. Daher lautet die Message: Der Fleck muss weg – und ein zuverlässiges Deo muss her!

Doch was erwarte ich von einem Deo?

Ein Deodorant ist ein Körperpflegemittel, welches in den Achselhöhlen aufgetragen wird. Und in der Langform des Wortes Deo steckt das lateinische Wort für Geruch: ODOR – und genau diesem, als unangenehm und lästig empfundenen Geruch wollen wir verschleiern. Das geschieht, in dem wir gegen die den Geruch verursachenden Bakterien ankämpfen. Da wird gerollt, geschmiert und gesprüht was das Zeug hält. Denn in den Drogerien und Apotheken sind Deos nicht nur als Spray erhältlich, sondern auch als Deoroller, Deostick, Puder oder Kristalle erhältlich. Welches jedoch sind die wichtigsten Anforderungen, die wir nicht nur im Hochsommer an ein Deo stellen: Zum Einen natürlich die Verminderung unangenehmer Gerüche. Zum Anderen aber auch die Reduzierung geruchsbildender Bakterien. Die Schweißbildung selbst wird dadurch jedoch nicht verhindert.

DEO – was steckt hinter diesen drei Buchstaben?

Nicht erst seit gestern legen wir gesteigerten Wert auf Körperhygiene und Körperpflege. Bereits die alten Ägypter und die Chinesen bedienten sich an den positiven Eigenschaften des Alaunschiefers. Dieser beinhaltet Ammoniumaluminiumsalze, welche neben der bakteriziden – also bakterienabtötenden – Eigenschaft auch den Körpergeruch verbesserte. Vor etwa 150 Jahren wurde die Funktion der Schweißdrüsen aufgeklärt und man erkannte, dass das feucht-warme Milieu der Achselhöhlen ein ausgezeichneter Nährboden für Bakterien ist. Und so wurde mit diversen Inhaltstoffen versucht, nicht nur den Bakterien den Garaus zu machen, sondern auch dem schlechten Mief den Kampf anzusagen. Die im Folgenden aufgeführten Inhaltsstoffe wurden umfassend von Wissenschaftlern auf Wirksamkeit, Verträglichkeit und Unbedenklichkeit getestet. In Kombination miteinander stellen sie ein sicheres und wirkungsvolles Mittel zur Bekämpfung von Schweiß, Bakterien und Körpergeruch dar.

Darauf ist zu achten!

1. Parfum & Hautpflegemittel

Parfums und Durftstoffe wie Linalool, Limonene oder Citronellol werden in den Deodorants vor allem eingesetzt, um den Körpergeruch zu maskieren und dem Anwender ein unbeschreibliches Frischegefühl zu verleihen. Dies kennen wir ja selbst nur all zu gut. Nach einem anstrengenden Tag, der uns so richtig ins Schwitzen gebracht hat, fühlen wir uns nach ein paar Deo-Sprühstößen unter den Achseln gleich viel besser – und frischer. Außerdem enthalten alle Deos auch pflegende Öle, die die Haut beruhigen und glätten, in dem sie Feuchtigkeitsverluste verhindern. Eben jene Öle sind in Roll-ons und Deosticks außerdem für die Gleitfähigkeit beim Auftragen verantwortlich.

Wirkstoffe von Antitranspiranten und Deodorants sind oft in Alkohol (Ethanol, Isopropanol) gelöst.  Dieser verdunstet nicht nur schnell nach dem Auftragen, sondern hat außerdem eine spürbar kühlende Wirkung. Da sich die Haut nach dem Schwitzen manchmal fettig anfühlt, ist Kieselerde ein natürliches Mineral, welches häufig in  Deodorants verwendet wird. Es saugt die fetthaltigen Schweißrückstände auf und verhindert somit ein mögliches klebriges Gefühl in den Achselhöhlen.

2. Salze

Diese sind NICHT in Deodorants, sondern nur in Antitranspiranten enthalten. Sie reduzieren den Transpirationsfluss der Haut, haben also unmittelbar einen Einfluss auf die Regulation der Schweißsekretion, welcher Deodorants nicht nachgeseagt wird.

3. Treibgase

Da Deodorants in Sprayform in einer dünnen Schicht auf die Haut gesprüht werden, enthalten diese Produkte eine Mischung aus Niederdruck-, Mitteldruck- und Hochdruck-Treibgasen (Butane, Isobutante, Propane) zur Erzeugung eines Sprühnebels. Dahinter steckt ausreichend Druck, sodass dieser feine Nebel zwar die Haut erreichen kann, jedoch wird dies aber nicht als unangenehm empfunden. Sondern vielmehr als eine erfrischende, belebende Wohltat!

4. Vorsicht – Pseudopfleger!

In manchen Deos verstecken sich in der Liste der Inhaltsstoffe billige Stoffe, die bei der Aufarbeitung aus Erdölen entwickelt wurden. Einer dieser Übeltäter nennt sich Dimethicon und setzt die natürliche Aufgabe der Haut herab. Hinter diesem Begriff hat sich ein Polymer auf Siliziumbasis, ein so genanntes Silikon, versteckt. Es wird nicht nur in der Kosmetikindustrie verwendet, sondern auch zur Gleitbeschichtung der sich im Handel befindlichen Kondome! Also: Finger weg von künstlichen Silikonen! Bevorzugt lieber Deos mit natürlichen Pflegestoffen wie Avocadoöl oder auch Mandelöl.

5. Ein Mal verlängerte Haltbarkeit, bitte!

Diese Inhaltsstoffe verbessern die Haltbarkeit der Pflegeprodukte. Jedoch gilt Vorsicht bei der Anwendung von Deos, die Parabene enthalten: Sie verfügen über bakterien- und pilzabtötende Eigenschaften, die in der Verwendung als Deodorant nur wünschenswert sind. Jedoch können sie die Entstehung von Krebs auslösen. Dadurch, dass Parabene eine chemisch ähnliche Struktur wie die körpereigenen, weiblichen Geschlechtshormone, die so genannten Östrogene, haben, standen sie in Verdacht, die Zellteilung von Brustzellen zu fördern. Und so aktiv zur Entstehung von Krebs beizutragen. Ebenso besitzen Parabene ein allergenes Potential, doch auch wenn dies nur gering ausgeprägt ist, so bleibt zu sagen: Lieber Produkte ohne Parabene verwenden!

6. Und nicht zu vergessen: Emulgatoren

Polyethylenglykole (auch PEG-Derivate genannt) sind Emulgatoren. Also chemische Verbindungen, die es ermöglichen, dass sich wässrige und ölige Komponenten miteinander mischen lassen. Wer schon mal ein Essig-Öl -Dressing zubreitet hat, weiß, dass dies gar nicht so einfach ist. Da kann man so lange und so schnell rühren wie man möchte: die kleinen Öltröpfchen lagern sich ungehindert zu größeren Tröpfchen zusammen und ehe man sich versieht, hat man wieder zwei separate Phasen. Die oben genannten Emulgatoren tragen aber nicht nur zur besseren Durchmischung der einzelnen Bestandteile bei, sie machen außerdem die Haut durchlässiger und dadurch können Schadstoffe die Haut ganz einfach passieren. Und auch gegen Bakterien. Die können so nämlich leichter die Haut passieren und in den menschlichen Körper einwandern. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten Produkte nutzen, die ohne chemische Emulgatoren hergestellt werden.

Fazit der Redaktion

Vor allem Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut sollten ihr gewähltes Deodorant nochmal genau unter die Lupe nehmen und sich die Liste der Inhaltsstoffe genau anschauen. Wie in den einzelnen Abschnitten beschrieben, können Silikone, Parabene oder Emulgatoren die Haut reizen oder Allergien hervorrufen. Wichtig ist ja neben den wohlriechenden und pflegenden Komponenten auch eine ausgezeichnete Verträglichkeit des Deodorants. Denn nur so kannst Du es uneingeschränkt jeden Tag anwenden und Dich bis zu 24 Stunden auf den Rundum-Schutz verlassen. Achselmief adieu!

Nun stellt sich noch die Frage, welche Deos wirklich etwas bringen… Nun, wie bereits erwähnt, sollte die Haut nicht empfindlich auf die bereits erwähnten Inhaltsstoffe reagieren. Wir persönlich empfehlen Ultra Dry von Garnier mineral, wobei es sich hierbei um kein Deodorant, sondern ANTITRANSPIRANT handelt. Das bedeutet darin sind noch Salze enthalten, die die Schweißbildung zusätzlich herunterkurbeln. Deodorants haben eben eine größtenteils pflegende Wirkung und arbeiten nicht aktiv gegen die Schweißbildung. Beachten sollte man, dass die oben erwähnte Inhaltsstoffe wie Dimethicone und Emulgatoren ebenfalls enthalten sind, deswegen sollte man persönlich erst einmal probieren!


 

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