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Schön im Alter – Schminktipps für Seniorinnen

19. November 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Schminken im Alter


Liebe Leute, ich möchte mich bei Euch mal im Namen meiner Oma erkundigen. Sie ist eine sehr rüstige Dame in den besten Jahren und sieht auch noch ziemlich flott aus. Ihre Kleidung ist für eine Frau ihres Alters echt modern. Jetzt hab ich sie letztens mal gefragt, warum sie sich eigentlich nicht schminkt. Sie würde das eigentlich gerne tun, befürchtet aber, dass es in ihrem Alter angemalt und lächerlich wirken könnte. Nun habe ich mir überlegt, dass es doch bestimmt spezielle Schminktechniken für flotte ältere Frauen gibt, die angemessen sind. Gebt ihr mir bitte ein paar Tipps für meine Oma?!

Du hast natürlich Recht damit, dass man sich auch im Alter  noch angemessen schminken kann. Aber Deine Oma hat auch nicht ganz Unrecht. Denn wenn man sich auf der Straße mal umschaut, sieht man schon die eine oder andere in die Jahre gekommene Frau im Schminktopflook. Früher war deren Make-up wahrscheinlich noch angemessen und sah gut aus, aber ab einem gewissen Alter sollte man sich lieber nach dem Motto ‚Weniger ist mehr‘ schminken. Dann kann man sicher auch noch ein paar Jährchen rausholen und wesentlich jünger geschätzt werden als ungeschminkt.

Weniger ist mehr

Der angesagte Nude Look ist genau das Richtige für ältere Damen. Das sieht natürlich und niemals angemalt aus. Denn was bei einer jüngeren Frau noch stylish wirken kann, ist für eine Seniorin oft schon übertrieben. Man sollte beim Schminken also eher dezent vorgehen, wenn man eine gewisse Altersgrenze überschritten hat. Dann möchte man ja nicht mehr wie ein Vamp aussehen, sondern einfach einen gepflegten Eindruck machen. Und vielleicht das eine oder andere Jährchen jünger wirken.

Falten sind die Spuren des Glücks

Das besagt eine Weisheit des alten Konfuzius. Er mag ja vom Prinzip her Recht haben, aber schöner werden die Falten dadurch halt auch nicht. Natürlich kann man die Spuren des Glücks nicht mehr wegschminken, wenn sie einmal da sind. Aber ein paar Tipps um jünger und frischer auszusehen gibt es für die glücklichen Frauen schon.

  • So schminkt man seine Augen wach

Ältere Frauen beklagen oft, dass sie müde wirken, obwohl sie es eigentlich gar nicht sind. Dem kann man schminktechnisch ein bisschen abhelfen. Ein weißer Kajalstrich auf dem Unterlid kaschiert beispielsweise Rötungen und bringt Frische in den Gesichtsausdruck. Sanfte Lidschattenfarben, wie beispielsweise ein braunrosa Ton, intensivieren den Blick. Augenringe kaschiert man am besten mit einem Concealer, der einen Ton heller ist als der natürliche Teint. Ein Highlighter in zartem Rosé unter der Augenbraue lässt das Auge größer und wacher erscheinen. Einen spärlich gewordenen Wimpernkranz peppt man optisch mit grauem Kajal auf. Der wird in einer dünnen Linie an den Wimpernrändern und zwischen den Wimpern aufgetragen. Wimperntusche darf natürlich auch nicht fehlen.

  • Wangenrot lässt das Gesicht erstrahlen

Dezentes Rouge lässt das Gesicht tatsächlich strahlender wirken. Hier muss man aber besonders aufpassen. Denn allzu viel davon wirkt leicht maskenhaft. Auch zu dunkles Rouge verleiht dem Make-up einen manchmal clownesken Eindruck. Das gilt übrigens auch für jüngere Frauen. Warme Töne schmeicheln hingegen der Gesichtskontur. Eine pastellige Farbe wie Rosé ist natürlich besser geeignet als Knallpink. Auch mit dezentem Apricot auf den Wangen bringt man ein in die Jahre gekommenes Gesicht wieder zum Strahlen. Das Rouge wird von der Mitte der Wangenknochen ausgehend bis nach oben zu den Schläfen aufgetragen. Auch ein dezent aufgetragener Bronzepuder kann als Rouge verwendet werden.

  • Farbe auf die Lippen!

Die Lippen sind eine besonders heikle Zone bei Frauen im fortgeschrittenen Alter. Denn auch um den Mund herum haben sich Spuren des Glücks angesammelt, in die der Lippenstift nur zu gerne fließen möchte. Und das sieht dann natürlich überhaupt nicht mehr gepflegt aus. Deshalb sollte man ein wenig Vorarbeit leisten, ehe man die Lippenfarbe aufträgt. Zunächst die Lippenkonturen mit einem Concealer abtupfen und leicht einklopfen. Um den Mund etwas größer erscheinen zu lassen, kann man die Oberlippe anschließend mit einem weißen Stift konturieren. Dann die Lippen sorgfältig mit einem Konturenstift  in der Farbe des Lippenstifts ummalen. Wenn man die Lippen damit ganz ausmalt, hält der Lippenstift hinterher länger. Der wird, natürlich ebenfalls im dezenten Farbton, am besten mit einem Pinsel aufgetragen.

  • Ebenmäßiger Teint mit der richtigen Grundierung

Der Farbton der Grundierung muss exakt auf den natürlichen Teint abgestimmt werden. Zu dunkle Töne machen älter. Rosa- oder Apricottöne hingegen bringen Frische ins Gesicht. Damit wirkt selbst fahle oder bleiche Haut wieder lebendig. Flüssige Grundierungen eignen sich für die ältere Haut am besten. Umso besser, wenn auch noch ein wenig Feuchtigkeitspflege dabei ist. Am gleichmäßigsten trägt man die Foundation mit einem Schwämmchen auf. Ein leicht aufgetragener Transparentpuder vervollständigt das Make-up. Um die Augen herum sollte man allerdings nicht zu stark pudern. Wegen der Spuren des Glücks.

Fazit der Redaktion

Auch ein reifes Gesicht kann durch ein gekonntes Make-up in seiner Persönlichkeit betont werden. Die Vorzüge hebt man hervor, während die kleinen Unzulänglichkeiten kaschiert werden. Ermutige Deine Oma ruhig, unsere Schminktipps mal auszuprobieren. Und mach doch ein Vorher-Nachher-Foto von ihr. Das wird sie bestimmt von der Wirkung überzeugen. Wenn Du Lust hast, schick uns das Foto. Wir sind schon neugierig!


 

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