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Die Po-Vergrößerung mit Eigenfett für mehr weibliche Kurven

22. Juni 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Po-Vergrößerung


„Hallo liebes Team von Kosmetik.org, ich habe von einer Po-Vergrößerung mit Eigenfett gelesen und bin mir unsicher was ich davon halten soll. Was genau wird da gemacht und ist das sinnvoll? Ich habe einen schrecklich flachen Po und würde das gerne ändern.“

Her mit den Rundungen!

Ein rundes Gesäß steht in unserer Gesellschaft für Sinnlichkeit und Weiblichkeit. Dabei haben wir besondere Ansprüche an die Form unseres besten Stückes. Knackig, apfelförmig und straff sollte er sein. Doch, was können wir ändern, wenn uns die Genetik in die Quere kommt und wir von Mama leider einen birnenförmigen oder besonders flachen Po geerbt haben? Jede zweite Frau gibt an, mit ihrem Po unzufrieden zu sein. Was kann man tun, wenn die üblichen Mittel wie Sport und Ernährung ausgeschöpft sind und sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt? Seit einiger Zeit kann man weltweit  in den Schönheitskliniken einen neuen Trend beobachten: Die Po-Vergrößerung mit Eigenfett.

Fettverwertung – Vom Bauch gleich in den Po

Um körpereigenes Fett zu gewinnen, muss dieses an anderer Stelle abgesaugt werden. Dazu bespricht der Chirurg im Vorfeld an welchen Stellen das Fett abgesaugt werden soll. Bei der Auswahl der entsprechenden Zonen ist der Patient grundsätzlich in seiner Entscheidung frei, denn es gibt bei der Qualität von Körperfett für die Weiterverwendung als Füllmasse keine Qualitätsunterschiede oder empfohlenen Bereiche. Nach diesem Gespräch wird der Patient vermessen und die Stellen an denen Fett abgesaugt werden soll markiert. Die Behandlung erfolgt in Dämmerschlafanästhesie. Dabei bleiben die Patienten ansprechbar, bekommen aber den Eingriff schmerztechnisch und bewusstseinstechnisch nicht wirklich mit. Die Fettabsaugung unterscheidet sich nicht von einer herkömmlichen Fettabsaugung, außer dass das Fett für das Einspritzen in das Gesäß speziell aufgearbeitet werden muss. Diese Lösung wird nun mittels einer stumpfen Kanüle in die aufzufüllenden Gewebepartien des Gesäßes injiziert. Die Stellen werden danach mit Watte abgedeckt und der Patient bekommt einen Kompressionsmieder, der in den Tagen nach der Operation gewissenhaft getragen werden sollte.

Und nach der Operation?

Bei dem Eingriff bestehen neben den üblichen Risiken einer Fettabsaugung für den Gesäßbereich einige Risiken, die jedoch durch gewissenhaftes Tragen der Kompressionshose gemindert werden können. Am häufigsten treten blaue Flecken und Schwellungen der behandelten Stellen auf. Patienten vergleichen den Schmerz nach der Operation oft mit einem sehr starken Muskelkater. Die Schwellungen und Blutergüsse verheilen in den nächsten drei Wochen in der Regel vollständig. Die Miederhose muss circa 20 Tage getragen werden, um eine gute Heilung und ein gutes Ergebnis zu ermöglichen.

Das Ergebnis – lohnen die Kosten?

Fett wächst gut an Muskeln an. Da es sich bei den Po-Muskeln um eine sehr stark durchblutete Muskulatur handelt, ist der Bereich sehr gut für eine Eigenfettbehandlung geeignet. Nach der Operation verliert der Po dennoch Volumen. Nicht das gesamte Fett wächst also an. Dieser Verlust findet besonders in den ersten Wochen nach der Operation statt und kann kaum vorhergesagt werden. Chirurgen gehen davon aus, dass im Durchschnitt etwa 60-70% des injizierten Fettes anwachsen. Eine Gesäßvergößerung mit Eigenfett-Transplantation unter Narkose kostet ab 2300 Euro aufwärts. Ob es das wert ist, sollten Patienten selber entscheiden, da die Krankenkasse die Kosten nicht trägt, weil es sich um eine medizinisch nicht notwendige Operation handelt, die wie alle chirurgischen Eingriffe mit Risiken verbunden ist. Wir finden, dass der Po etwas ganz Individuelles und Einzigartiges ist und das gerade die Vielfalt an Formen den eigentlichen Reiz an diesem besonderen Körperteil darstellt.

 


 

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