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Kosmetische Chirurgie: Zehen oder Fuß verschönern lassen

14. Dezember 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Zehen oder Fuß verschönern lassen - Riskanter Eingriff?


Liebes Kosmetik-Team, ich wende mich heute mit einem vielleicht etwas seltsamen Anliegen an Euch. Ich habe ein Problem, über das viele wahrscheinlich lachen werden. Aber ich würde trotzdem gerne etwas dagegen tun und traue mich jetzt, an Euch zu schreiben. Ich habe ziemlich hässliche Füße. Im Sommer würde ich so gerne mal freizügige Sandalen tragen und mir die Fußnägel lackieren. Aber das sieht bei mir einfach nicht schön aus. Kann man da was machen? Gibt es beispielsweise Schönheitschirurgie auch für die Füße? Ich weiß ja, dass es schlimmere Probleme gibt, aber ich wäre trotzdem mit schöneren Füßen einfach glücklicher. Wisst Ihr da vielleicht einen Rat?

So ungewöhnlich, wie Du denkst, ist Dein Problem gar nicht. Denn viele Frauen stören sich an ihren unansehnlichen Füßen. Und die ästhetische Fußchirurgie hält viele verschiedene Methoden bereit, mit denen diesen Frauen geholfen werden kann. Und ganz bestimmt auch Dir. In den USA ist die ästhetische Fußchirurgie bereits gang und gäbe.

Was kann operiert werden?

Die Liste der möglichen Fußoperationen ist lang. Neben offensichtlichen ästhetischen Mankos wie Hammerzehen, Krallenzehen, Schiefstellungen wie der Hallux valgus oder Narben können beispielsweise auch Schweißfüße mit Hilfe von Botox-Injektionen behoben werden. Zehen, die aus der Reihe tanzen, können verlängert oder verkürzt werden. Zu den kleineren Eingriffen zählen die Entfernung von Hühneraugen, Besenreisern oder Dornwarzen, aber auch die Behandlung von eingewachsenen Zehnnägeln oder dem Fersensporn. Teilweise können diese Behandlungen sogar von einer gut ausgebildeten Podologin, also einer Fußpflegerin, durchgeführt werden. Generell werden nur medizinisch notwendige Eingriffe von der Krankenkasse übernommen. Operationen, die aus rein kosmetischen Gründen vorgenommen werden, muss der Patient hingegen immer komplett selbst bezahlen.

Schönheitsobjekt Fuß

Seine Füße spielen für das Leben jedes Menschen eine tragende Rolle. Und das gilt heutzutage auch zunehmend im ästhetischen Sinn. Aus den USA schwappt eine regelrechte Operationswelle zu uns herüber. Dort lassen sich manche Frauen mitunter sogar Zehen ganz amputieren, damit sie besser in ihre sündhaft teuren Designerschuhe passen. So weit sind wir in Deutschland zum Glück aber noch nicht. Zwar spielen schicke Schuhe, und somit auch die Füße, in der Mode eine zunehmend wichtigere Rolle. Aber so einen Eingriff würden renommierte Chirurgen hierzulande glatt verweigern. Denn der Fuß ist mit seinen 26 Knochen und 33 Gelenken ein filigranes Gebilde, das allzu leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann. Dann fangen die Probleme erst richtig an, und zwar nicht nur im ästhetischen Bereich.

Viele Frauen opfern ihre Fußgesundheit aber auch ohne Operation der Schönheit. Denn wer seine Füße ständig in spitze Schuhe mit hohen Absätzen quetscht, wird irgendwann mit orthopädischen Folgen zu rechnen haben. Doch gerade in der ästhetischen Fußchirurgie vermischen sich oft kosmetische mit medizinischen Indikationen. Aber auch bei uns in Deutschland werden bereits des Öfteren rein ästhetische Fußoperationen durchgeführt. Wenn beispielsweise einzelne Zehen zu lang oder zu kurz geraten sind, wird die Harmonie der Zehenreihe operativ wieder hergestellt. Durch die modernen Operationstechniken entstehen dabei keine sichtbaren Narben, so dass der Fuß sieht hinterher makellos schön aussieht.

Hallux valgus & Co.

Der deformierte Ballen ist die am häufigsten durchgeführte Fußoperation. Die Hallux valgus genannte Verformung sieht aber nicht nur unästhetisch aus, es können auch Schmerzen damit verbunden sein. Deshalb werden die Kosten für die korrigierende Operation in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Häufig sind von der Deformierung die Nachbarzehen mit betroffen und müssen ebenfalls behandelt werden. Die kleineren Zehen können aber auch alleine Schuld an der Unförmigkeit eines Fußes sein. Schiefstellungen wie Hammer- oder Krallenzehen sind keine Seltenheit. Alle diese Fehlstellungen können weitere unangenehme Symptome mit sich bringen. Durch Fehlbelastungen treten beispielsweise häufig schmerzende Hühneraugen auf, die an der gleichen Stelle immer wieder kehren. Füße, die nicht schön aussehen, sind also nicht immer nur ein kosmetisches Problem. Bevor Du eine Operation Deiner Füße in Betracht ziehst, solltest Du auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen, in der Regel ist hier der Orthopäde ein geeigneter Ansprechpartner. Dieser kann Dir dann auch mitteilen, ob die geplante OP von der Krankenkasse bezahlt wird, oder nicht. Die Füße sind übrigens ein besonders sensibler Bereich Deines Körpers. Schon die Narkosespritze kann ziemlich schmerzhaft sein. Und die Phase der Rekonvaleszenz ist meist länger als bei Operationen an anderen Körperteilen.

Fazit der Redaktion

Natürlich sind unästhetische Füße nicht das schlimmste Problem dieser Welt. Aber wie Du jetzt weißt, können durchaus auch medizinische Probleme damit verbunden sein. Besser, Du lässt mal einen Orthopäden einen Blick auf Deine Füße werfen. Selbst wenn der nichts Ungewöhnliches findet, kann Dir ein Plastischer Chirurg zu schöneren Füßen verhelfen. Das kann dann aber ziemlich teuer werden. Auf jeden Fall weißt Du jetzt, dass Du prinzipiell etwas tun kannst, also lass Dich doch mal von einem Spezialisten beraten. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob Du Deine Füße so hinnehmen willst, wie sie nun mal sind, oder ob Du den Chirurgen doch mit dem Skalpell ran lässt. Es muss ja nicht gleich eine Zehenamputation sein.


 

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