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Botox gegen Schwitzen - Wenn das Schwitzen überhand nimmt

23. März 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil


 „Liebes Kosmetik.org Team, ich weiß nicht was ich noch tun soll. Ich bekomme mein Schwitzen nicht in den Griff und kann mir im Grunde genommen stündlich das T-Shirt wechseln. Wäre Botox eine Lösung?“

Ob Botox nun schlechthin die Lösung des Problems ist, ist fraglich und man sollte sich ein eigenes Urteil über den Nutzen und die Risiken bilden. Aber Botox ist auf jeden Fall eine Überlegung wert!

Wo hätten Sie’s denn gerne?

Botox ist ein Nervengift, das richtig angewandt die unterschiedlichsten Effekte auf den Körper haben kann. Irgendwo zwischen Gott und Teufel fügt sich Botolinumtoxin ein und findet nach und nach den Weg in deutsche Arztpraxen. Ein glattes Gesicht, keine Fältchen mehr in der Oberlippe und Schluss mit übermäßigem Schwitzen. Ja, Ihr hört richtig, Botox kann, wenn es in die Achselhöhlen injiziert wird gegen Schweißbildung helfen. Besonders interessant dürfte diese Methode für Menschen sein, die unter übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden. Der Hautarzt oder behandelnde plastische Arzt kann je nach Bedarf eine entsprechende Dosis Botulinumtoxin in den Handinnenflächen, unter die Füße oder unter die Achseln spritzen. Unter örtlicher Betäubung werden viele kleine Stiche großflächig in die behandelten Stellen gesetzt und kleine Mengen des Botox abgegeben. Für eine Behandlung rechnet man mit etwa einer Ampulle Botox.

Botox lähmt

Botox ist ein Gift, das die Muskulatur lähmt. Diesen Effekt macht man sich besonders bei Faltenunterspritzungen im Gesicht zu eigen. Das gespritzte Botulinumtoxin lähmt den Muskel, dieser erschlafft und entspannt. Dadurch wirkt das Gesicht zwar glatter, aber oft zu Gunsten der Mimikarbeit. Die Behandlung gegen Hyperhidrose kostet je nach Fläche und benötigter Substanzmenge ab 300 Euro aufwärts.

Wenn das Schwitzen krankhaft ist

Schwitzen ist eine fundamentale Funktion für die Gesundheit. Über den Schweiß regulieren wir unsere Körpertemperatur. Wenn der Körper aber zu viel Schweiß (Hyperhidrose) oder viel zu wenig Schweiß (Anhidrose) bildet, ist das den Betroffenen meist sehr unangenehm. Bei Hyperhidrose, der übermäßigen Schweißproduktion, kann sowohl der Gesamtkörper, als auch einige Körperteile besonders betroffen sein. Häufig sind die Füße, Achseln oder Hände die am stärksten betroffenen Bereiche. Dort sondern die Schweißdrüsen besonders viel Flüssigkeit ab und da helfen Deo und Antitranspiranten auch nicht mehr viel. Betroffene nehmen das Problem als schweißnaße Hände oder Schweißfüße wahr. Das Leidensausmaß ist oft besonders groß, weil zu unangenehmen Geruch auch Angst und Scham kommen. Die betroffenen Patienten quälen sich häufig seit langen Jahren mit dem Problem, haben bereits alle Mittel ausprobiert und wissen nicht weiter. Einige Patienten neigen dazu sich vollkommen sozial zu isolieren, um ihr Problem zu verbergen. Alle Hyperhidrosepatienten haben eines gemein: Der Körper schwitzt unabhängig von Uhrzeit, Temperatur und Zustand immer übermäßig viel.

Autsch!

Der Chirurg setzt je nach Hautareal zwischen 30 und 100 Stiche. Im Bereich der Achseln ist unser Schmerzempfinden sehr gering und es ist ausreichend die betroffenen Hautstellen etwa eine Stunde vor der Behandlung mit einer betäubenden Creme einzureiben. Im Bereich der Füße und Hände sind wir viel empfindlicher und der Hautarzt oder Chirurg arbeitet mit einer lokalen Betäubung. Nebenwirkungen sind im Bereich der Achselhöhlen bisher nicht bekannt. Bei einer Behandlung der Hände und Füße können kurzfristig Lähmungen einzelner Zehen oder Finger auftreten, die aber nach und nach wieder vollständig verschwinden.


 

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