Sie sind hier: Kosmetik.org » Kinder & Baby » Sonnencreme auftragen - Wie oft ist genug?

Back to Top





Eine Frage: die Meinungen über das Windeln wechseln gehen total auseinander. Die eine Mutter schwört auf dies, die andere auf jenes. Und die einschlägigen Zeitschriften widersprechen sich auch in j [...] mehr lesen »

"Hilfe, mein Baby kriegt plötzlich eine Glatze! Das kann doch nicht jetzt schon losgehen, dass mein Kleiner keine Haare auf dem Kopf hat... Ist das normal, oder muss ich jetzt zum Arzt?" Glatze beim [...] mehr lesen »

Mein Baby hat ja momentan noch ein ziemlich kahles Köpfchen und ich wasche den zart wachsenden Flaum mit klarem Wasser. Mache ich das richtig, oder sollte ich lieber jetzt schon ein Shampoo dafür ve [...] mehr lesen »

Ich möchte nichts falsch machen bei meinem Baby und bin mir ein bisschen unsicher. Wie reinige ich den zarten Po am besten? Soll ich eher sanft vorgehen, damit ich die Haut nicht reize, oder lieber g [...] mehr lesen »

Sonnencreme auftragen - Wie oft ist genug?

12. Juni 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Sonnencreme richtig auftragen


„Hallo Kosmetik.org, die Sonne lässt sich nun immer häufiger blicken und ich frage mich, welche Sonnencreme am besten für meine Kinder geeignet ist und wie ich den besten Sonnenschutz erreiche. Viel hilft viel – denke ich mir immer – aber stimmt das?“

Ohne Sonne kein gesundes Wachstum

Als Eltern wünscht man sich natürlich nur das Beste für die eigenen Kinder und so steht man vor etlichen Fragen, dessen Antworten viel wert sind. Und wenn es um kritische Themen wie den Sonnenschutz geht, möchte man alles so gut wie möglich machen, um Folgeschäden zu vermeiden, denn die Haut vergisst nichts! 

Vorsicht bei den ganz Kleinen

Babys unter einem Jahr sollten nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden, da ihre Haut noch nicht die Schutzmechanismen gebildet hat, die ein erwachsener Mensch entwickelt hat, um einen Eigenschutz der Haut in der Sonne zu haben. Bereits zehn Minuten in der Sonne können bei Babys zu einem Sonnenbrand führen. Dabei ist Sonnenlicht doch so wichtig. Das Sonnenlicht wirkt sich positiv auf den körpereigenen Aufbau von Vitamin D aus, der für den Knochenaufbau verantwortlich ist. Es wird empfohlen mit dem Baby mindesten zehn Minuten am Tag im Schatten an der frischen Luft zu verbringen. Diese Zeit reicht bereits aus, um den Aufbau des wichtigen Vitamin D zu aktivieren. Dabei sollte das Kind aber dennoch gut geschützt sein. Neben einem Sonnensegel für den Kinderwagen, geeigneter Kleidung und einem Sonnenhut sollten Sie auf den Körperstellen, die durch die schädliche UV-Strahlung getroffen werden einen Sonnenschutz auftragen. Die Produktpalette scheint in den letzten Jahren stetig angewachsen zu sein und vielen Eltern fehlt der Überblick mit welchen Produkten sie ihrem Baby etwas Gutes tun und mit welchen Produkten sie ihren Babys eher schaden und von denen Sie die Finger lassen sollten.

Sunblocker tragen sich schnell ab

Für Babys und Kleinkinder empfiehlt sich ein Sunblocker mit einem Lichtschutzfaktor von 25 bis 30. Ist das Kind besonders hellhäutig und empfindlich, sollte ein höherer Schutzfaktor aufgetragen werden. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass der Sonnenschutz bei einem längeren Aufenthalt draußen in regelmäßigen Abständen erneuert wird. Wie bereits gesagt, gilt hier die Weisheit: Je mehr, desto besser. Damit ist nicht gemeint, dass sie das Kind oder Ihr Baby schrecklich dick eincremen sollen, aber gerade bei Sunblockern, die einen physischen Schutz bieten, also eine Schutzschicht auf der Haut bilden, die vor Strahlung schützt, sollte diese Schicht gleichmäßig und dick aufgetragen werden. Kleinkindern und Babys fehlt die sogenannte Lichtschwiele, das ist die obere etwas dickere Hautschicht, die Erwachsene und ältere Kinder vor schädlicher Strahlung schützt.

Die Dosis macht’s

Ein falsch dosiertes Sonnenmittel verliert schnell seine Wirkung, daher sollte man besonders bei der empfindlichen Baby- oder Kinderhaut, die keine nennenswerte Eigenschutzzeit aufweist, sowohl regelmäßig nachcremen, als auch darauf achten, dass die Creme dick genug und vorallem gleichmäßig aufgetragen ist. Im Durchschnitt cremen viele Eltern zu wenig. Erwachsene nutzen im bundesweiten Durchschnitt nur etwa 0,5 Milliliter Sonnencreme pro Quadratzentimeter zu schützender Haut. Die empfohlene Menge liegt bei 2 Millilitern. Bei Babys und Kleinkindern ist die ungleich mehr.

Da Sie aber, wenn Sie sich mit Ihrem Baby beschäftigen, keine Feinwaage zur Hand haben, gibt es ein paar einfache Tricks, damit die Menge Sonnenschutz Ihr Baby gut schützt. Auf manchen Flaschen finden sich Angaben wie viele Hübe man mit dem Sonnenschutzspender für welche Körpergröße machen sollte. Auf den meisten Packungen fehlt dieser Hinweis aber leider. Cremen Sie daher Ihr Baby oder Kleinkind gleichmäßig und dick ein. Bei Sunblocker dürfen ruhig auch weiße Streifen auf der Haut zu sehen sein, denn diese Art von Sonnencreme bildet einen physischen Schutz. Cremen Sie häufiger nach und denken Sie daran, dass sich durch Sonnencreme nicht die Dauer das Aufenthalts in der Sonne verlängern sollte.


 

Kommentare