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Das Babyöl - Welche Pflege braucht mein Baby und worauf kann es verzichten?

5. Mai 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Babyöl - Die beste Pflege für meinen Kleinen?


„Ich habe gehört, dass Feuchttücher gar nicht so gut sein sollen und man stattdessen Babyöl nutzen soll… Wie kann ich mir denn das vorstellen? Ich nutze es, wenn dann überhaupt zur Pflege!“

Erst einmal auf die Packung schauen!

In letzter Zeit werden immer mehr Stimmen laut, die auf schädliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten für Babys aufmerksam machen und deren Verbot oder deren eindeutige Kennzeichnung fordern. Eine einheitliche Kennzeichnungspflicht gibt es bislang leider noch nicht. Viele Eltern wollen ihrem Baby etwas Gutes tun und greifen aus Nichtwissen zu bedenklichen Präparaten und Pflegeprodukten für Babys und Kleinkinder. Doch was ist wirklich drin in den Produkten für unsere Kleinsten? Welche Inhaltsstoffe sind bedenklich für Ihr Baby und welche Produkte können Sie mit einem guten Gewissen einkaufen?

Babyöle dienen in erster Linie dazu die Haut des Babys sanft und nachhaltig zu pflegen. Dabei legen Mütter und Väter besonders wert auf Produkte, die ihrer Meinung nach die Haut des Babys nicht austrocknen oder reizen. Doch wie viel Pflege braucht empfindliche Babyhaut überhaupt? Wie tue ich meinem Baby etwas Gutes?

Babyöl vs. Feuchttücher – Was steckt dahinter?

Allgemein gilt, dass Babyöle immer Feuchttüchern vorzuziehen sind. Natürlich sind Feuchttücher besonders praktisch und gerade wenn man unterwegs und in Eile ist und dem Baby ein kleines Malheur passiert, sind die feuchten Tücher schlicht und einfach sehr praktisch und schnell und einfach handzuhaben, weil sie schnell zur Hand sind und ohne große Vorbereitung direkt benutzt werden können. Der Haken: Die Feuchttücher sind meistens mit besonders vielen Konservierungsstoffen versetzt, damit sie in der feuchten Umgebung in ihrer luftdichten Box nicht beginnen zu schimmeln. Daher sollten Feuchttücher nur für unterwegs eine schnelle Lösung darstellen. Für Zuhause empfiehlt sich die Reinigung des Baby-Pos mit Wasser und milden Babyölen, die auf Konservierungsstoffe und Emulgatoren wie PEG-Derivate verzichten. Eine gute Wundschutzcreme, die ebenfalls keine Duftstoffe und ätherischen Öle enthält, sollte bei Bedarf eingesetzt werden. Babypuder gilt laut jüngsten Erkenntnissen nicht als empfehlenswert, da der Puder durch Feuchtigkeit leicht verklumpen kann und dann bei Bewegung die Haut Ihres Babys sehr stark reizt. Der Vorteil von Babyölen ist, dass Babyöle im Unterschied zu Lotionen und anderen Pflegeprodukten keine Emulgatoren und Konservierungsmittel benötigen, da diese ohnehin nicht aus Wasser, sondern fast ausschließlich aus Öl bestehen. Dafür finden sich leider häufiger Weichmacher und problematische Erdöle in den Babyölen.

Erdöl in Babyprodukten?

Einige Produkte führen auch noch im Jahr 2012 Paraffinum Liquidum an erster Stelle ihrer Inhaltsstoffliste. Dabei handelt es sich um ein aus Erdöl gewonnenes Fett, das als besonders bedenklich gilt. Paraffine können sich in der Haut Ihres Kindes dauerhaft einlagern. Ein anderes Problem seitens der Hersteller sind verwendete Weichmacher, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Von einigen Paraffinen ist bekannt, dass sich sich in Leber, Niere oder Lymphknoten anreichern können. Als andere Bezeichnung von Paraffine gelten:

  • Microcristalline Wax
  • Petrolatum
  • Mineral Oil
  • Ceresin

Und was ist mit Duftstoffen?

Einige Hersteller verwenden synthetische Duftstoffe. Synthetisch heißt künstlich. Babys reagieren auf diese Duftstoffe oft mit Reizungen oder Allergien, da ihre Haut durch das noch nicht ausgereifte Immunsystem anfälliger für allergieauslösende Substanzen ist. Aber auch ätherische Öle haben in der Babypflege nichts verloren und dem Produkt wird in der Regel nur ein Duft verliehen, der für die Nasen der Eltern bestimmt ist und dem Baby nicht wirklich gut tut.

Fazit der Redaktion

Bei der Auswahl von Pflegeprodukten für Ihr Baby ist darauf zu achten, dass keine Inhaltsstoffe aus diesen Stoffgruppen zu finden sind:

  • Paraffine
  • Weichmacher
  • künstliche Duftstoffe

Wenn Sie sich nicht sicher sind – und wer ist das schon bei den unverständlichen Begriffen auf den Inhaltslisten von Kosmetikprodukten – kontrollieren Sie erst ob die Inhaltsstoffen einer der drei Stoffgruppen zugeordnet werden können und lassen Sie im Zweifel die Finger von diesen Produkten.

Und ob Babyöl nun wirklich besser ist, kann man nie so wirklich sagen. Doch wenn man eben auf die Hilfsstoffe näher eingeht, sollte man Babyöle eben deswegen bevorzugen, da sie rein von Konservierungs- und anderen Schadstoffen sind – die meisten zumindest!


 

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