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Die Windeldermatitis - Wenn der Po wund ist, werden die Nächte länger

6. Juni 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Windeldermatitis


„Hallo, meine Kleine hat ab und zu einen wunden Po. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben was zu tun ist? Als Mutter ist man da oftmals ziemlich ratlos…“

Weg mit der Pampers

Die Winderdermatitis ist ein häufiges Hautproblem, das bei Babys und Kleinkindern auftritt. Dabei bildet sich im Bereich der Windel eine Entzündung, die für das Baby besonders unangenehm ist. Die Entzündung entsteht aber nicht, wie oft angenommen, durch die Windel, sondern durch den Hautkontakt mit Urin und Kot. Die Windel lässt meistens nicht genügend Luft an die betroffenen Stellen, so dass ein feuchtwarmes Klima entsteht, das im Fortlauf der Erkrankungen weitere Probleme wie eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen (Windelsoor) begünstigt. Viele Babys leiden unter der Windeldermatitis. Die Frage ist, wie stark die Entzündung sich ausprägt und ob zu der Entzündung die besagten Pilz- oder Bakterieninfektionen hinzukommen. Wenn die entzündete Stelle nur leicht betroffen ist, sprechen viele Eltern einfach nur von einem „wunden Po“, der fast jedes Baby ab und zu betrifft.

Das natürliche Schutzschild der Kleinen wird zerstört

Für die Entzündung der Haut im Bereich der Windel ist das feuchtwarme Klima im Bereich der Windel schuld. Die Windel fängt Kot und Urin sicher auf und weicht die Haut im genannten Bereich oft sehr auf. Dadurch geht die natürliche Schutzschicht der empfindlichen Babyhaut verloren und der Kontakt mit Stuhl und Urin reizt dann die Haut Ihres Lieblings. Oft und besonders bei kleineren Reizungen hilft ein frühzeitiger Windelwechsel schon aus. Die Hautreizung tritt besonders leicht und gehäuft in Phasen auf, in denen die Ernährung des Babys umgestellt wird und es zu Durchfällen kommt. Auch eine hohe Zufuhr von Vitamin C und scharfen Speisen begünstigt die Windeldermatitis. Die zeigt sich dann mit Rötungen rund um den Po. In schwereren Fällen kommen offene und nässende Stellen dazu. Kommt eine Pilzinfektionen oder eine Infektion mit Bakterien hinzu, bilden sich kleine Knötchen und Pusteln, die auch auf die umliegenden Hautbereiche streuen können.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten unbedingt einen Hautarzt oder Kinderarzt aufsuchen, wenn sich die entzündeten Stellen der Winderdermatitis weiter ausbreiten oder wenn die Entzündung nach konsequenter Pflege nach einer Woche nicht beginnt abzuheilen oder das Baby nässende Stellen im Pobereich aufweist. Der Arzt macht in der Regel erst einmal einen Abstrich, um festzustellen ob es bereits zu einer Bakterien- oder Pilzinfektion gekommen ist. Wenn dies der Fall ist wird anderes behandelt.

Am Kinderwohl sollte nicht gespart werden

Natürlich ist es empfehlenswert schon vorbeugend häufig genug die Windel zu wechseln, damit sich keine Dermatitis bildet. Da sollte man keineswegs an seinen Geldbeutel denken, sparen kann man sicherlich an anderer Stelle.

Ist es aber zu spät, können Sie die Windeldermatitis mit einer sorgfältigen Pflege schnell in den Griff bekommen. Die Windel sollte nicht nur gewechselt werden, wenn sie voll ist, sondern bei empfindlichen Kindern auch nach jeder Mahlzeit. Zudem sollten Sie versuchen das Kind so oft wie möglich mit unbedecktem Po strampeln zu lassen, damit genug Luft an die wunden Stellen kommt. Ein weiterer guter Tipp dreht sich um das Trocknen des Pos. Reinigen Sie die Stelle mit warmen Wasser und tupfen Sie die Haut trocken und vermeiden Sie es unbedingt dabei zu reiben. Ein Trockenföhnen mit einem lauwarmen Föhn ist ebenfalls eine gute Maßnahme, um eine schnelle Heilung des Windeldermatitis herbeizuführen.

Mythos Babypuder

Bitte benutzen Sie bei einem wunden Po keinen Babypuder, da dieser durch die Feuchtigkeit und die nässende Haut schnell klumpig wird und an der entzündeten Haut Ihres Babys reibt. Für die Behandlung und Pflege einer Windeldermatitis empfiehlt sich eine zinkhaltige Wundsalbe, die zur Heilung beiträgt. Wenn es bereits zu einer Pilzinfektion gekommen ist, verschreibt der Hautarzt Ihnen einen geeignete Anti-Pilz-Salbe oder Badezusätze.


 

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