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Babyakne - Jedes fünfte Baby ist betroffen

9. Mai 2012

Clara Lange

Kosmetikerin

Clara ist unser kosmetisches Multitalent. Sie beleuchtet die Themen nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sondern bleibt mit einer Prise Witz auf dem kosmetischen BodenGoogle Profil

Tipps bei Babyakne


„Hey Kosmetik.org, meine Kleine hat kleine Pickel im Gesicht. Kann das wirklich sein, dass selbst kleine Babys an Pickeln leiden? Wenn ja, was kann ich dagegen tun?“

Die Babyakne, nicht gefährlich aber lästig!

Babyakne ist eine spezielle Form der Akne und wird mit dem lateinischen Fachbegriff acne neonatorum bezeichnet. Kosmetik.org schlüsselt das Fachkauderwelsch etwas für Sie auf und gibt Ihnen Tipps und Mittel an die Hand, mit denen Sie Ihr Baby pflegen und behandeln können.

Vorweg: Diese Form der Akne ist nichts gefährlich. Babyakne tritt bei 20% aller Neugeborenen auf und verschwindet meist von selber wieder. Dennoch ist diese Form der Hautirritation besonders für Ihr Baby unangenehm und mit Juckreiz verbunden und sollte behandelt werden. Die Babyakne tritt häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf.

Wie sieht Babyakne aus? Ist mein Kind betroffen?

Auf dem Gesicht der Babys bilden sich Pusteln mit Eiter oder nicht entzündliche Mitesser, die bevorzugt auf den Wangen und seltener im Stirn-, Nasen- und Kinnbereich zu finden sind. Babyakne tritt auf, weil sich aufgrund von hormonellen Veränderungen im Körper Ihres Babys die Talgdrüsen verstopfen und sich so kleine Entzündungen bilden. Diese Pickelchen sind vollkommen harmlos und treten in einem Lebensalter von 1-7 Monaten auf.

Tipps & Tricks gegen die kleinen Pickel und Mitesser

Die Reinigung

Die Haut des Babys sollte regelmäßig, aber nicht zu oft, mit einer besonders milden und feuchtigkeitsspendenden Seife gewaschen werden. Die Haut sollte also immer rein und trocken gehalten werden. Babyöle und ölhaltige Pflegeprodukte bewirken leider das Gegenteil und sorgen dafür, dass die verstopften Poren noch weiter verstopfen. Verwenden Sie für Ihr Baby ausschließlich milde Produkte, die Feuchtigkeit spenden. Ist der Rücken- oder Bauchbereich Ihres Babys auch betroffen (was äußerst selten vorkommt) empfehlen sich feuchtigkeitsspendende Lotionen, die auf Duftstoffe, Parfüms und Konservierungsstoffe verzichten.

Abtrocknen

Wenn das Baby beim Essen schlabbert oder spuckt, sollte das Gesicht besonders vorsichtig getrocknet werden. Feuchtigkeit kann das Problem noch verschlimmern.

Kratzen

Nach Möglichkeit sollten Sie vermeiden, dass sich Ihr Baby an den betroffenen Hautbereichen kratzt. Natürlich können Sie das nicht Tag und Nacht kontrollieren, machen Sie sich also bitte keine Vorwürfe! Fäustlinge, die das Baby trägt bis sich das Hautbild verbessert hat, stellen eine geeignete Lösung dar.

Arzt

Generell müssen Sie nicht unbedingt den Arzt aufsuchen. Der Arztbesuch empfiehlt sich aber, wenn die Pickelchen bzw. die Babyakne als Begleiterscheinung bei Medikamentengabe auftritt oder sich das Hautbild nach sorgsamer Pflege nicht bessert. Der Arzt kann in diesen besonders schweren Fällen rezeptpflichtige Cremes verschreiben, die in der Regel zuverlässig helfen. Wobei man im Allgemeinen möglichst darauf verzichten sollte den Kleinen jegliche Medikamente oder arzneistoffhaltige Cremes aufzutragen. Nur wenn es wirklich nötig ist!

Bitte behandeln Sie Ihr Baby nicht mit Aknecremes für Erwachsene und verzichten Sie darauf die Pickel auszudrücken, denn dadurch können sich Narben bilden, die im schlimmsten Fall ein ganzes Leben lang bleiben. Wenn Ihr Baby trotz Pickelchen und Babyakne einen gesunden und glücklichen Eindruck macht (nicht jede Babyakne geht mit Juckreiz einher), dann vertrauen Sie auf die Selbstheilungskräfte Ihres geliebten Babys, denn die Pickel sind in keinster Weise gefährlich oder ansteckend, sondern lediglich nicht so schön anzusehen.

Fazit der Redaktion

Die Babyakne kann lästig sein, aber ist wie die Akne im jugendlichen oder erwachsenen Alter in den meisten Fällen harmlos. Sollten die oben erwähnten Tipps beachtet werden, wird sich das Hautbild sicherlich deutlich verbessern. Ansonsten raten wir dazu – wenn es dem Baby gut geht – einfach abzuwarten bis Besserung in Sicht ist. Unsere Pharmazeuten im Team stehen der medikamentösen Behandlung dieser eher banalen Hautkrankheit sehr skeptisch gegenüber, deswegen raten wir davon ab!


 

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