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Die richtige Pflege der Kopfhaut von Babys

10. Januar 2013

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Worauf sie achten müssen


Mein Baby hat ja momentan noch ein ziemlich kahles Köpfchen und ich wasche den zart wachsenden Flaum mit klarem Wasser. Mache ich das richtig, oder sollte ich lieber jetzt schon ein Shampoo dafür verwenden? Ab wann wird das denn überhaupt nötig? Und wie finde ich dann das richtige Babyshampoo? Es gibt so viele verschiedene Produkte, da weiß man ja gar nicht, welches das Beste fürs Baby ist.

 

Braucht das kahle Babyköpfchen überhaupt schon Shampoo?

Viele frisch gebackene Mamas fragen sich genauso wie Du, ob der zarte Flaum, der anfangs auf Babys Köpfchen wächst, schon ein Shampoo benötigt. Aber für den weichen Flaum reicht tatsächlich klares Wasser aus, das hast Du ganz richtig gemacht. Etwa ab dem zweiten Lebensjahr wächst das watteweiche Kopfhaar dann aber spätestens kräftiger und braucht spezielle Pflege.

Damit das Haare waschen nicht schon von Anfang an zum kreischenden Desaster ausartet, nimmt man dazu am besten ein ganz mildes Babyshampoo, das weder Haut noch Augen reizt. Ökotest hat solche speziellen Babyprodukte erst kürzlich genau unter die Lupe genommen und erstaunlich gute Noten verteilt.

 

Was ist von Herstellerlabels zu halten?

Alle Hersteller von Babyshampoos versprechen ja das Blaue vom Himmel herunter. Mit mehr oder weniger fantasievollen Labels wird da hautschonende Pflege mit unbedenklichen Inhaltsstoffen bestätigt. Die meist selbst entworfenen Gütesiegel warten mit vertrauenerweckenden Aussagen von ‚dermatologisch getestet’ über ‚in Kliniken bewährt‘ bis hin zu ‚von der deutschen Haut- und Allergiehilfe empfohlen‘ auf. Wenn Du solche Labels siehst, fragst Du Dich bestimmt manchmal, ob das alles wohl Hand und Fuß hat. Nun, nachprüfen kannst Du die blumigen Versprechungen natürlich nicht.

Zwar müssen die Hersteller ihre Produkte tatsächlich prüfen, einheitliche Standards gibt es für die Labels aber nicht. Es handelt sich dabei wohl eher um Marketinginstrumente. Besorgte Mamas sollten sich also lieber an unabhängige Testergebnisse halten. Und selbst einen Blick auf das Kleingedruckte werfen. Ein Babyshampoo sollte idealerweise pH-hautneutral sein. Das ist allerdings etwas ganz Anderes als pH-neutral, was einen Wert von 7 umschreibt. Besser für Babys empfindliche Haut ist jedoch der Wert 5,5, was leicht sauer entspricht. Dadurch wird der natürliche Säureschutzmantel der menschlichen Haut nicht angegriffen.

 

Beruhigende Testergebnisse

In seinem neuesten Test mit insgesamt elf Babyshampoos hat Ökotest kaum Beanstandungen gefunden. Zehn der getesteten Produkte erhielten die Note ‚Sehr Gut‘. Nur das extramilde Babyshampoo von Penaten musste sich mit dem Testurteil ‚Gut‘ begnügen, weil es sogenannte PEG beziehungsweise PEG Derivate enthält. Durch diese Substanzen wird der Augapfel kurzzeitig betäubt, so dass es nicht brennt. Leider fließen deshalb auch keine Tränen, die jedoch durchaus sinnvoll sind, um das Auge auf natürliche Art und Weise auszuspülen. Auf diese Stoffe solltest Du als besorgte Mama also lieber verzichten. Im Babyshampoo ebenfalls nicht enthalten sein dürfen Tenside, Konservierungsmittel, künstliche Duftstoffe und Farbstoffe.

 

Und wie ist das mit den Silikonen?

In der letzten Zeit war das Problem der Silikone in Shampoos ja in aller Munde. Diese Stoffe sind nicht biologisch abbaubar und daher sehr umstritten. Zwar ist nicht wissenschaftlich erwiesen, dass sie das Haar tatsächlich schädigen, doch verdächtigt man sie in der Fachwelt als Allergieauslöser. Allein deshalb haben Silikone in Babyshampoos selbstverständlich gar nichts zu suchen.

Kinderhaar benötigt die Stoffe auch nicht. Denn sie legen sich wie eine dünne Schicht um das Haar und dichten so Risse ab, wie zum Beispiel Spliss. Solche Probleme hat das Baby ja zum Glück noch nicht. Die noch jungen Haare glänzen von ganz alleine. Der Glanz durch die Silikonschicht bringt aber auch bei Erwachsenen bei längerer Anwendung unangenehme Nebenwirkungen mit sich. Denn die bei jeder Haarwäsche angelagerten Stoffe beschweren allmählich und lassen die Frisur mit der Zeit ziemlich platt herunter hängen. Also am besten Finger weg, nicht beim Baby, sondern auch bei der Haarpflege für die Mama.

 

Die Hitliste

Die von Ökotest so gut bewerteten Babyshampoos kommen vom Discounter genauso wie von ausgewiesenen Naturkosmetik Anbietern. Du kannst also beim ersten Shampoo für Dein Baby getrost auch zu einem günstigen Produkt greifen. Der Drogeriemarkt Rossmann ist mit seinem Babydream Shampoo dabei. Auch dm ist vertreten, nämlich mit dem Produkt Babylove Mildes Shampoo. Das Bübchen Baby Shampoo wurde ebenfalls getestet, genauso wie das Beauty Baby Shampoo vom Drogeriemarkt Müller. Das Haarshampoo Tinti der Heidelberger Naturkosmetik hat ebenso gut abgeschnitten wie das Shampoo Baby Sanft von Hipp.

Ein weiteres Naturprodukt im Test ist das Logona Baby Shampoo Ringelblume. Real ist mit dem Quality Baby Shampoo dabei und von Henkel wurde das Schauma Baby Shampoo und Waschgel getestet. Auch das Babycare Shampoo von Töpfer hat wie alle anderen genannten mit der Note ‚Sehr Gut‘ abgeschnitten. Lediglich das bereits oben erwähnte Penaten extramilde Baby Shampoo Babysanft von Johnson & Johnson musste sich aus den genannten Gründen als Einziges mit der Note ‚Gut‘ abfinden.

 

Fazit der Redaktion

Pflegeprodukte fürs Baby müssen selbstverständlich immer hohen Ansprüchen genügen. Frisch gebackene Mamas schauen da ganz genau hin. Das solltest Du auch tun, denn den Versprechungen der Herstellerlabels kannst Du leider nicht blind vertrauen. Unabhängige Tester wie die Zeitschrift Ökotest oder Stiftung Warentest sind da schon wesentlich verlässlicher in ihren Aussagen. Dennoch solltest Du als verantwortungsvolle Mama auch immer selbst einen Blick aufs Kleingedruckte werfen. Findest Du da bei einem Babyshampoo die Buchstabenfolge PEG vor, solltest Du lieber die Finger von diesem Produkt lassen.


 

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