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Zahnseide – Geringer Aufwand, große Wirkung im Kampf gegen Mundgeruch

28. Juni 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Zahnseide gegen Mundgeruch


„Meine Freundin benutzt regelmäßig Zahnseide. Ich hab’s auch mal ausprobiert, ist aber irgendwie ziemlich kompliziert. Bringt das denn wirklich was? Oder ist das übertriebene Hygiene?“

Kampf den Bakterien

Es gibt kein besseres Mittel als Zahnseide, um fiese Bakterienansammlungen zwischen den Zähnen schonend aber effektiv den Garaus zu machen. Denn sonst können die kleinen Biester im Mund schnell zum Problem werden. Lästigen Mundgeruch kann man meist alleine dadurch loswerden, dass man einfach beim täglichen Zähne putzen zusätzlich Zahnseide benutzt. Das wussten sogar schon unsere Ahnen der grauen Vorzeit. Es gab nämlich bereits bei den Steinzeitmenschen so etwas Ähnliches wie Zahnseide, die zur Mundpflege benutzt wurde. Das beim Verzehren von Fleischfasern unangenehm zwischen den Zähnen Hängenbleiben, kennt wohl jeder. Davon fühlten sich wohl selbst die affenartigen Neandertaler schon gestört. Archäologische Funde konnten das belegen: an den Zähnen der Skelette von Urmenschen wurden Rillen festgestellt, die auf den Gebrauch von entsprechenden Utensilien hindeuten.

Zahnseide heute und damals

Was die Menschen in der Steinzeit tatsächlich für die Zahnpflege benutzt haben, weiß man nicht genau. Die Zahnseide, wie wir sie heuten kennen, hat erst der Zahnarzt Levi Spear Parmly im Jahre 1815 eingeführt. Er empfahl seinen Patienten zur Reinigung der Zahnzwischenräume Seidenfäden, also ungezwirntes Seidengarn, daher auch der Name Zahnseide. Erst gegen Ende des 19. Jahrhundets, nämlich im Jahre 1882, wurde von der Firma Codman und Surtleft erstmals Zahnseide hergestellt. Johnson und Johnson, die auch heute noch auf dem Markt sind, ließen sich die Zahnseide dann 1898 patentieren. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Zahnseide allerdings auch in den USA nur selten benutzt. Der Zahnarzt Dr. Charles Bass führte schließlich die moderne Zahnseide aus Nylon ein. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wert der Zahnseide richtig erkannt und auch die breite Masse angehalten, die Zahnzwischenräume damit zu reinigen. Heute ist die gesundheitsfördernde Wirkung unumstritten und Kariesvorbeugung mit Hilfe von Zahnseide wird zusehends populärer.

Tun wir es den Höhlenmenschen gleich!

Auf den ersten Blick ist der wichtigste Nutzen der Zahnseide, dass Du damit den unangenehmen Mundgeruch vermeiden kannst. Mit der Zahnseide reinigst Du die Zwischenräume zwischen den Zähnen, die Du mit der Zahnbürste nicht erreichen kannst, von Nahrungsresten, in die sich sonst Bakterien einnisten. Gleichzeitig tust Du der Gesundheit Deiner Zähne etwas Gutes, wenn Du Zahnseide verwendest. Mit der Reinigung der Zahnzwischenräume werden nicht nur Nahrungsreste wirkungsvoll entfernt, Du vermasselst den Bakterien, die für unangenehmen Mundgeruch und Karies verantwortlich sind, das Einnisten und die weitere Ausbreitung zwischen den Zähnen. Denn dort wäre ansonsten das wahre Paradies für die fiesen kleinen Biester. So beugst Du mit der Verwendung von Zahnseide Karies und Mundgeruch gleichermaßen vor. Damit kannst Du Dir auf Dauer also auch so manchen – vielleicht schmerzhaften – Besuch beim Zahnarzt ersparen. Denn genau dort, wo die Zahnbürste bei der normalen Zahnreinigung keine Chance hat, fühlen sich Bakterien pudelwohl und können in aller Ruhe Karies oder andere Zahnkrankheiten verursachen. Also tun wir es den Höhlenmenschen gleich und zeigen den Bakterien mit der Zahnseide die rote Karte.

Bei jedem Zähneputzen auch Zahnseide verwenden

Wenn Du bei jedem Zähneputzen auch zur Zahnseide greifst, wird die Prozedur bald ganz automatisch dazu gehören. Und die Bakterien können sich jemand anderes für ihre unguten Pläne suchen. Die Reinigung der Zahnzwischenräume mit der Zahnseide ist mindestens genauso wichtig wie das Putzen mit der Zahnbürste, denn gerade hier bleiben Speisereste besonders gerne hängen. Und auf diese kleinen Reste haben es die Bakterien ja abgesehen. Du kannst die winzigen, unsichtbaren Gesellen nicht aus Deinem Mund verbannen, aber Du kannst ihnen den Nährboden gehörig verhageln. Denn ohne Speisereste sind die Zahnzwischenräume auch nicht gemütlich und eignen sich nicht mehr für die ungebremste Vermehrung. Die Zahnseide ist also der größte Feind der Bazillen, die Mundgeruch und Karies verursachen. Mit geringem Aufwand hältst Du Deine Zähne so rundum sauber und gesund.

Tipp: Für besonders enge Stellen oder den Bereich von Brücken und Kronen gibt es ein spezielles Produkt. Mit der Zahnseide „Super Floss“ kommt man auch in die kleinste Lücke. Das sind einzelne Fäden, die an einem Ende verstärkt sind. Mit diesem verstärkten Ende kann man den Faden wie beim Nähen ins Nadelöhr in die Zahnzwischenräume einfädeln. Super Floss besteht einerseits aus ganz flauschiger Zahnseide, die sich auch zur Reinigung besonders großer Zwischenräume eignet, die andere Hälfte ist aus ganz normaler, gewachster Zahnseide. Wenn Dir die einzelnen Fäden von der Handhabung besser entgegen kommen, kannst Du damit auch alle Zwischenräume säubern und auf andere Produkte ganz verzichten. Selbst für die Reinigung von Zahnspangen lässt sich Superfloss verwenden.

Und wie wird´s gemacht?

Du wickelst das eine Ende des Fadens um den Zeigefinger der rechten Hand und das andere Ende um den Zeigefinger der linken Hand. Mit der zwischen den Fingern gespannten Zahnseide fährst Du dann in den Zahnzwischenraum und scheuerst mit Auf- und Abbewegungen an den Flächen beider angrenzenden Zähne entlang. So arbeitest Du einen Zwischenraum nach dem anderen ab, das geht ganz schnell. Beim ersten Mal machst Du vielleicht noch Verrenkungen, aber wenn Du die Technik einmal drauf hast, dauert die Prozedur nicht mehr als ein paar Minuten. Zur Erleichterung gibt es auch Zahnseidehalter, die das Ganze vereinfachen sollen. Probiere am besten beides aus, dann merkst Du schnell, was für Dich am leichtesten zu handhaben ist. Das Gleiche gilt für gewachste und ungewachste Zahnseide, beide Arten sind gleich gut geeignet, suche Dir das für Dich Passende aus.

Fazit der Redaktion

Zahnseide ist ein günstiges Pflegeprodukt, das bei geringem Aufwand eine große Wirkung erzielt. Die Bakterien in den Zahnzwischenräumen, erwiesenermaßen Verursacher von Mundgeruch und Karies, erwischt die normale Zahnbürste auch beim sorgfältigsten Putzen nämlich nicht. Die Anwendung von Zahnseide ist also uneingeschränkt zu empfehlen.  Wer noch mehr für seine Zahngesundheit tun möchte, kann zusätzlich spezielle Zwischenraumbürstchen benutzen.


 

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