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Welche Zahnbürste ist für mich die richtige?

20. Juli 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Elektrische oder herkömmliche Zahnbürste?


Es gibt tausende Arten von Zahnbürsten. Da frage ich mich manchmal, ob ich überhaupt die Richtige benutze. Oder ist es vielleicht ganz egal, was für eine Bürste man nimmt, Hauptsache man putzt? Und wie ist das mit einer elektrischen Zahnbürste? Lohnt sich die Anschaffung, oder tut´s nicht auch die gute alte Handzahnbürste? Habt ihr mir den ultimativen Tipp?

 

Das A und O der Zahnpflege

Die Zahnbürste ist bei weitem das wichtigste Instrument für Deine Zahnhygiene. Das wussten schon die alten Ägypter, die bereits vor etwa 5000 Jahren kleine Stöcke, auf denen sie herum kauten, zum Reinigen der Zähne verwendeten. Die Erfindung von Zahnbürsten mit Borsten ist damit verglichen relativ neu, in China wurden sie um das Jahr 1500 herum eingeführt. Für die Borsten wurden zunächst die Haare von Tieren, etwa Schweineborsten oder Pferdehaare verwendet.

Erst seitdem es die Kunstfaser Nylon gibt, können Zahnbürsten als Massenartikel hergestellt werden. Das wichtigste bei der Auswahl einer Zahnbürste ist der Härtegrad. In Bezug auf die Härte ist es nicht egal, welche Bürste Du nimmst. Wenn Du beispielsweise empfindliches Zahnfleisch hast, können zu harte Borsten zu Blutungen führen. Die Form der Zahnbürste sollte so beschaffen sein, dass man damit an alle relevanten Stellen leicht heran kommt.

 

Warum überhaupt Zähne putzen? Und mit was?

Regelmäßiges Zähne putzen sorgt nicht bloß für frischen Atem und ein angenehmes Gefühl im Mund. Mangelnde Mundhygiene kann auch dramatische gesundheitliche Folgen haben. Durch das Putzen mit der Zahnbürste kannst Du Deine Zähne am besten vor Krankheiten wie Karies und Zahnfleischentzündungen schützen. Aber nicht nur auf die richtige Bürste, sondern auch auf die probate Technik kommt es an. Du solltest dir die Zähne mindestens zweimal am Tag putzen, als Faustregel gilt: Nach dem Essen Zähne putzen nicht vergessen.

Wenn das mal nicht möglich ist, hilft ein zuckerfreier Kaugummi mit Reinigungspartikeln weiter. Zum richtigen Putzen sollte die Zahnbürste etwa in einem Winkel von 45 Grad an den Zähnen angelegt werden. Die Zahnbeläge, die zu Zahnkrankheiten führen können, entfernst du optimal mit kleinen, kreisenden Bewegungen, zu viel Druck solltest Du allerdings nicht ausüben, vor allem nicht an den Seiten. Die Kauflächen sind weniger empfindlich. Um richtig gut zu putzen, solltest Du nie mehr als drei Zähne gleichzeitig bearbeiten, Du beginnst normalerweise mit den Zähnen im Oberkiefer und fängst außen an, bevor dann die Innenflächen dran kommen.

Zum Schluss solltest Du die Kauflächen der hinteren Backenzähne ordentlich bürsten. So befreist Du Deine Zähne bestmöglich vom schädlichen Zahnbelag und den fiesen Bakterien, die  lästigen Mundgeruch oder auf Dauer sogar ernsthafte Schäden an Zähnen und Zahnfleisch anrichten können.

 

Was noch zu beachten ist – von Härtegraden und Schwingköpfen

Natürlich brauchst Du eine adäquate Zahnbürste, die richtige Zahnpasta und auch die anderen Mittel zur Zahnpflege müssen bestmöglich auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Produkte die korrekte Wahl sind, kannst Du einfach Deinen Zahnarzt um Rat fragen. Der kennt den Zustand Deiner Zähne schließlich am besten. Bei der Zahnbürste ist das wichtigste Kriterium der Härtegrad der Borsten. Diese werden in den folgenden drei Einheiten angeboten: hart, normal und sensitiv.

Wer gesunde Zähne und intaktes Zahnfleisch hat, kann bedenkenlos den Härtegrad normal verwenden. Anders sieht es aus, wenn das Zahnfleisch entzündet ist, oder vielleicht sogar die Zahnhälse frei liegen. Man sollte in diesem Fall eher zu weichen Bürsten greifen, weil es sonst möglicherweise zu schmerzhaftem Zahnfleischbluten beim Putzen kommen kann. Ansonsten ist auf den Bürstenkopf zu achten: Nicht zu groß und abgerundet sollte er sein. Schließlich will man alle Winkel des Mundraumes bestmöglich erreichen und nicht das Zahnfleisch oder die empfindliche Schleimhaut an den Wangen verletzen.

 

Was tun bei Zahnfleischbluten während des zähneputzens?

Zahnfleischbluten ist immer ein Warnsignal. – Krankheitsherde wandern vom infizierten  Zahn in den Körper!

Meistens ist eine Entzündung schuld daran, dass das Zahnfleisch selbst auf leichte Berührungen, etwa beim Zähneputzen, mit einer Blutung reagiert. Wenn dir das öfter passiert, sollte Dein Zahnarzt davon erfahren. Viele Menschen haben eine sogenannte Parodontitis, fälschlicherweise auch als Parodontose bekannt, ohne es zu merken. Diese Zahnfleischentzündung kann verheerendere Auswirkungen auf die Gesundheit haben, als man meint. Denn im Zahnfleisch bilden sich dabei kleine Taschen, wo die Bazillen sich wie im Paradies fühlen, weil sie sich dort uneingeschränkt vermehren können.

Sie können sich vom Mund aus über den ganzen Körper verbreiten und zu allen möglichen Infektionen führen. Hier ist also Vorsicht geboten. Stellt der Zahnarzt eine Parodontitis fest, verordnet er eine Behandlung mit einem Ultraschallgerät, die überhaupt nicht weh tut, den Bakterien aber den Garaus macht. Im Mundraum selbst wirken die schädlichen Bakterien auf zweierlei Art: Zum einen scheiden sie Säuren aus, welche die Zähne angreifen, so dass sich über kurz oder lang Karies bildet.

Ein weiteres Stoffwechselprodukt sind Giftstoffe, die in das Zahnfleisch eindringen und sich dort ablagern können. Ergänzend zur normalen Zahnpflege zu Hause solltest Du bei Deinem Zahnarzt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, dann kann es zu all diesen unangenehmen Dingen erst gar nicht kommen.

 

Und wie ist das mit der elektrischen Zahnbürste?

Generell reinigt eine elektrische Bürste schon etwas gründlicher als eine normale Handzahnbürste, wenn du es mit der Zahnpflege ernst meinst, kannst du deine Zähne aber auch mit der herkömmlichen Bürste sauber und gesund erhalten. Wichtig ist vor allem, dass die Bürste regelmäßig erneuert wird, egal ob manuell oder elektrisch. Sonst bilden sich auch daran allzu leicht Bakterienherde.

Außerdem sollte das einfache Zähne putzen durch zusätzliche Utensilien wie Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen ergänzt werden. Dann stimmt die Mundhygiene auf jeden Fall und die lauernden Bakterien können Dir gar nichts mehr anhaben. Denn die sind immer da, dagegen kann man absolut nichts tun. Deshalb ist eine regelmäßige Pflege so wichtig, um die kleinen, unvermeidlichen Biester im Zaum zu halten.

 

Fazit der Redaktion

Zahnpflege ist wichtig, was für eine Zahnbürste du dafür verwendest ist erstmal zweitrangig. Solange du gründlich und regelmäßig putzt und außerdem Zahnseide und Zwischenraumbürstchen verwendest, tut´s die gute alte Handzahnbürste vollkommen. Obwohl eine elektrische Bürste schon effektiver ist. Wem aber die manuelle Variante nun mal lieber ist, der soll auch damit glücklich werden. Wichtiger sind das frühzeitige Austauschen der Bürste und die Regelmäßigkeit der Anwendung.


 

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