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Was ist in Mundspülung drin? Wie bekämpft sie Mundgeruch?

16. Juli 2012

Sabine Genau

Kosmetikerin

Ihr habt Fragen rund um die Kosmetik? Dann fragt Sabine um Rat! In null Komma nichts liefert sie Euch die Antwort ohne großes Fachchinesisch. Man soll es ja schließlich verstehen und nicht möglichst hochgestochen klingen!Google Profil

Mundgeruch - Hilft die Mundspülung? Wie macht sie das?


Meine Freundin verwendet nach jedem Zähne putzen eine Mundspülung. Sie meint, ich müsste das unbedingt auch machen. Sonst würde ich Mundgeruch kriegen. Ich glaube, ich habe aber auch ohne Mundspülung keinen Mundgeruch. Krieg ich denn wirklich schlechten Atem, wenn ich keine Mundspülung benutze?

 

Eine gute Frage. Viele Leute fragen sich beim Blick ins Supermarktregal manchmal, ob es wirklich nötig ist, neben der regelmäßigen Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnseide auch noch eine Mundspülung zu verwenden. Ist das nicht zu viel des Guten? Diese Frage lässt sich mit einem ganz klaren Nein beantworten. Denn durch das Gurgeln erreichst Du Stellen in deinem Mund- und Rachenraum, die Du auch mit der gründlichsten Pflege auf andere Weise nicht erreichen kannst.

 

Mundspülung gegen Bakterien und schlechten Atem

Wie entsteht eigentlich übler Mundgeruch? In den allermeisten Fällen entsteht schlechter Atem dadurch, dass organische Materialien, also etwa Essensreste oder abgestorbenes Gewebe, von Bakterien im Mund- und Rachenraum zersetzt werden. Dabei entstehen Schwefel- oder Stockstoffverbindungen, die sich mit der Luft, die du ein- und ausatmest, vermischen, und die fiesen Gerüche ausdünsten. Verhindern kannst Du den schwefligen Geruch, indem Du regelmäßig und penibel für eine gründliche Zahnpflege sorgst. Das Zähneputzen mindestens zweimal täglich sollte ebenso selbstverständlich sein wie der Gebrauch von Zahnseide. Der Grund: Genau zwischen den engen Zwischenräumen, die Du mit der Zahnbürste nicht erreichst, setzen sich oft Nahrungsreste fest, die sich langsam im Mund zersetzen. Danach noch mit einer atemerfrischenden und desinfizierenden Mundspülung gegurgelt – und schon hast Du den stinkigen Bazillen den Garaus gemacht. Ob Deine Zahnpflege gewirkt hat und Dein Atem auch wirklich frisch ist, kannst du mit einem ganz einfachen Trick überprüfen: Einfach mit der Zunge über den Handrücken lecken und warten, bis der Speichel getrocknet ist, dann an dieser Stelle riechen. Wenn Du feststellst, dass alle zahnhygienischen Maßnahmen nichts gefruchtet haben, und Du trotzdem Mundgeruch hast, solltest Du nicht nur die Zahnpflege verstärken. Ein Besuch beim Zahnarzt und anschließend beim Arzt ist dann nämlich sehr ratsam. Plötzlicher Mundgeruch, der sich mit einfachen Mitteln auf Dauer nicht beseitigen lässt, kann beispielsweise darauf hinweisen, dass eine Füllung in einem Zahn nicht mehr hundertprozentig sitzt und erneuert werden muss. Denn gerade kleine Löcher oder Unregelmäßigkeiten im Zahn sind geradezu paradiesische Brutstätten für Bakterien. Das Problem mit dem Geruch kann der Zahnarzt also meistens schnell und unkompliziert aus der Welt schaffen. Wenn nicht, solltest Du das Thema Mundgeruch beim Hausarzt ansprechen. Denn in seltenen Fällen kann der üble Geruch aus dem Mund auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Schädigungen an Leber oder Nieren können die eigentliche Ursache für Mundgeruch sein, wenn sich alle anderen möglichen Gründe ausschließen lassen.

 

Was ist überhaupt eine Mundspülung?

Eine Mundspülung ist sowas Ähnliches wie ein Mundwasser, nur stärker in der Wirkung. Das Mundwasser ist eben mehr mit Wasser verdünnt als die Mundspülung. Es handelt sich dabei im Prinzip um nichts anderes als eine antiseptische Lösung. Sie tötet die Bakterien, die für den Fäulnisgeruch verantwortlich sind. Die Mundspüllösung kannst du auch in einer Munddusche verwenden, wenn Du sowas benutzt. Dadurch wirkt die noch effektiver, als wenn sie einfach nur mit Wasser gefüllt ist.

 

Das ist drin – Mundspülung durchleuchtet

Die verschiedenen Mundwässer und Mundspülungen, die Du in jeder Drogerie oder sogar im Supermarkt kaufen kannst, sind recht unterschiedlich zusammengesetzt. Enthalten sein können beispielsweise Ethanol, Wasser, ätherische Öle, Aloe Vera, Minze, Kamille oder Salbei. Manche medizinische Mundspülungen enthalten außerdem Wirkstoffe zur Prophylaxe von Parodontose. Auch Fluoride, die den Zahnschmelz stärken sollen, sind oft Bestandteil von Mundspülungen.  Sehr viele enthalten auch Alkohol zur Desinfektion. Welche Art Mundspülung Du für Deine Zahnpflege und zur Vorbeugung von schlechtem Atem verwenden möchtest, ist in erster Linie Geschmackssache. Die Produkte, welche heutzutage auf dem Markt sind, entsprechen allesamt den üblichen Qualitätsstandards. Wenn Du es noch genauer wissen möchtest, frag doch mal deinen Zahnarzt oder informiere dich bei Stiftung Warentest.

 

Und so wird´s gemacht – Anwendungsbeispiele

Manche Mundspülungen sind so konzentriert, dass man sie selbst zur fertigen Lösung mischen muss. Das Konzentrat wird dafür einfach im vom Hersteller angegeben angegebenen Verhältnis mit Wasser verdünnt. Sobald die Mischung stimmt, spülst du den Mund und Rachenraum kräftig durch. Lass dabei die Flüssigkeit auch kräftig durch die Zahnzwischenräume fließen. Die fiesen Kariesbakterien, die für den Mundgeruch verantwortlich sind, können nämlich auch an unzugänglichen Stellen im Mundbereich lauern, wo Du sie selbst mit dem gründlichsten Bürsten unmöglich erreichen kannst. Die Mundspülung ist also eine perfekte Ergänzung zum Zähne putzen. Wenn Du sie nach jeder Zahnreinigung anwendest, wir dir das bald in Fleisch und Blut übergehen. Zusätzlich kannst du zwischendurch eine Mundspülung anwenden, wenn Du geruchsintensive Nahrungsmittel gegessen, Alkohol getrunken oder geraucht hast. Auch das sind ja bekannte Auslöser für übel riechenden Atem.

 

Fazit der Redaktion

Natürlich leidest Du nicht notwendigerweise unter Mundgeruch, wenn Du keine Mundspülung verwendest. Sie ist aber eine wirklich sinnvolle Ergänzung der Zahnpflege, nicht nur des frischen Atems wegen. Denn die Mundspülung wirkt gegen die Bakterien, die einerseits schlechten Atem verursachen, andererseits aber auch Karies. Du tust deinen Zähnen also auf jeden Fall etwas Gutes mit der Mundspülung, auch wenn du nicht schlecht aus dem Mund riechst.


 

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